(de) FAU Berlin, Pressemitteilung - Journalistengespräche abgehört

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Sat Jan 25 08:54:37 CET 2014


Gespräche von freiem Journalisten und Mitglied der Mediensektion | FAU Berlin 
mitgeschnitten ----  Vor wenigen Tagen erhielt ein Journalist und Mitglied der 
Mediensektion der FAU Berlin ein Schreiben der Generalbundesanwaltschaft, in dem er 
darüber informiert wurde, dass von ihm geführte Telefongespräche im Zeitraum von Juni bis 
Dezember 2011 mitgeschnitten und gespeichert wurden. Dabei ging es um den Anschluss eines 
Beschuldigten in einem sogenannten §129-Verfahren, der abgehört wurde. Der Journalist 
hatte diesen Anschluss im Rahmen seiner journalistischen Arbeit angerufen und beantragt 
nun Einsicht in die mitgeschnittenen Gespräche. ---- Die Mediensektion verurteilt das 
Speichern von Gesprächen mit JournalistInnen und wertet dies als Eingriff in die 
Pressefreiheit.

"Hier wurden über Monate Gespräche im Rahmen von journalistischer Arbeit erst abgehört und 
dann auch noch gespeichert und der Betroffene erst Jahre später informiert. Das sehen wir 
als Verletzung der Pressefreiheit", so eine Sprecherin der Mediensektion. Dass nicht der 
direkte Anschluss eines Journalisten abgehört wurde, sondern der eines Beschuldigten, ist 
als Begründung für die Speicherung unzureichend.

  Berlin den 24.01.2014


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