(de) FDA-IFA, Gai Dào #37 - Bericht vom FdA-Treffen in Siegburg Von: ASJ Bonn

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Thu Jan 16 10:20:30 CET 2014


Vom 16.11.13 bis zum 17.11.13 fand im selbstverwalteten Jugendzentrum (SJZ) in Siegburg 
das dritte Treffen der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) im Jahr 2013 
statt. Ausrichtend war dieses mal die Anarchistisch-Syndikalistische Jugend Bonn (ASJ BN). 
---- Gegründet im Jahr 2009, ist die ASJ Bonn trotz wechselnder Mitglieder eine 
kontinuierlich bestehende Gruppe. Im vergangenen Jahr organisierte sie als Teil des 
Libertären Forums (einem Zusammenschluss libertärer Gruppen aus Bonn und dem 
Rhein-Sieg-Kreis) eine libertäre 1.Mai-Demo, mit anschließendem Straßenfest. Diese wurde 
allgemein gut aufgenommen, weswegen das Konzept im kommenden Jahr wieder aufgelegt werden 
soll. Kurz darauf veranstaltete die ASJ Bonn eine sechsteilige Veranstaltungsreihe unter 
dem Titel "Anarchistische Basics", welche viele positive Resonanzen hervorrief und 
sammelte durch Cocktail-Verkauf Spenden für die anarchistische Gruppe Ethniko Bandido, von 
den Philippinen, um diese in ihrem Bestreben, Solaranlagen für ihr Soziales Zentrum zu 
erwerben, zu unterstützen.

Da es in Bonn selbst keine passenden Räumlichkeiten für das
Treffen gab, wurde dieses im SJZ im nahe gelegenen Siegburg
abgehalten. Seit 1993 bestehend, ist das SJZ ein unkommerziel-
les, selbstverwaltetes Jugendzentrum, welches Raum für alter-
native Kultur bietet und sich deshalb auch über die Stadtgren-
zen hinaus über großen Zuspruch freuen kann. Regelmäßig
finden dort Konzerte, Partys und politische Veranstaltungen
statt.

Siegburg selbst liegt ca. 7-8 km nordöstlich von Bonn und
ist die Verwaltungsstadt des Bonn umgebenden Rhein-Sieg-
Kreises. Aufgrund der räumlichen Nähe beider Städte gibt es
große Überschneidungen in ihren linken Szenen. So kam es
beispielsweise häufig zur Zusammenarbeit zwischen der ASJ
Bonn und der Libertären Jugend Siegburg (R.I.P.), welche auch
im Libertären Forum organisiert war.

Los ging das Treffen bereits am Freitag, da schon viele Mit-
glieder der verschiedenen Gruppen an diesem Tag anreisten.
So konnte die Zeit genutzt werden, sich bei veganer VoKü und
dem ein oder anderen Getränk näher kennen zu lernen oder
alte Freunde wieder zu treffen.

Das eigentliche Treffen begann dann am Samstagvormittag.
Nach dem Frühstück begann es mit der Vorstellung der an-
wesenden Personen und der Einleitung zum Treffen. Direkt
danach ging mensch auch schon zum ersten Punkt der Tages-
ordnung über, welcher sich mit der Aufnahme neuer Gruppen
befasste. Die ASJ Leipzig, welche mit 2 Personen anwesend
war, wurde ohne größere Diskussion aufgenommen. Anschlie-
ßend wurde die Inaktivität bzw. die Unklarheit bezüglich des
Existierens einiger Gruppen erörtert, mit dem Resultat, dass
diese Gruppen darum gebeten werden sollen, der FdA Aus-
kunft über ihren Status zukommen zu lassen. Nachdem sich
alle Personen, welche noch nicht auf einem FdA-Treffen waren
über die Fda und die IFA (Internationale der Anarchistischen
Föderationen) informieren konnten und die Berichte aus den
Referaten vorgetragen wurden, ging es erst einmal in die Pau-
se.

Nach eben dieser, wurden zuerst die einzelnen Städteberichte
erörtert und anschließend mehrere Themen diskutiert. Wäh-
rend die Idee, ein Gelände mit Hütten in Sachsen zu kaufen,
zwar allgemein positive Resonanz erfuhr, wurde diese jedoch
trotzdem abgelehnt, da in einigen der Hütten immer noch
Menschen wohnen und auch nicht genügend Genoss*innen in
der Gegend leben, als dass eine Sanierung der Hütten möglich
wäre. Zu den beiden anderen Topics wurden nach einiger Dis-
kussion weitere Arbeitsgruppen gegründet.

Nach dem Mittagessen, fanden sich diese dann auch zusam-
men. Die Arbeitsatmosphäre in den Gruppen war allgemein
sehr entspannt und positiv, so dass sich gut arbeiten ließ und
die meisten der Gruppen auch recht schnell die ersten Ergeb-
nisse erarbeitet hatten. Diese konnten dann wenig später vor
versammelter Runde präsentiert werden. So fand sich unter
anderem schon eine kleine Gruppe von Personen zusammen,
welche Kontakt mit dem Fusion Festival aufnehmen will, um
dort nächstes Jahr einen Stand mit Info-Materialien zu betrei-
ben. Auch wurden erste Planungen für ein mögliches FdA-
Camp im nächsten Jahr in Gang gesetzt, welches voraussicht-
lich in den Osterferien stattfinden wird. Nachdem auch noch
über das Verhältnis zur FAU diskutiert wurde und ein Genosse
aus Italien über Projekte der Federazione Anarchica Italiana
berichtete, stellten Mitglieder der ASJ Bonn ihre vor kurzem
gegründete Anti-Sexismus-AG vor. Allgemein kamen von den
anderen Anwesenden viele positive Resonanzen zu diesem
Thema und es wurde überlegt, ob nicht auch in Zukunft inner-
halb des FdA etwas in dieser Richtung zu machen wäre.

Nach dem anschließenden Abendessen gab es noch eine Feed-
back-Runde, bevor in fröhlicher Runde der Rest des Abends
verbracht wurde. Unter anderem zeigte ein Genosse Bilder von
Kuba und berichtete von seinen Reisen dorthin und den dorti-
gen Lebensumständen.

Am Sonntag ging es nach dem Frühstück dann noch, mit leicht
reduzierter Teilnehmer*innenzahl, bis zum Mittag munter
weiter. Da der Termin und Ort des nächsten Treffen schon fest-
standen, wurden direkt die bisherigen Mandate bestätigt oder
neu verteilt.

Anschließend trafen sich die Arbeitsgruppen zur Gaidao und
zur CRIFA/IFA und debattierten munter. Nach der darauf fol-
genden kurzen Pause, ging das Treffen auch schon auf die Ziel-
gerade zu. Erst präsentierten die Gruppen noch ihre Ergebnis-
se und dann folgte schon die Feedback-Runde zum Sonntag.
Nach dem anschließenden gemeinsamen Aufräumen und Put-
zen des SJZs machten sich die versammelten Personen schluss-
endlich auf den mal mehr, mal weniger langen Heimweg.


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