(de) Bericht vom Treffen der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) in Siegburg (en)

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Sat Jan 4 14:56:55 CET 2014


Vom 16.11.13 bis zum 17.11.13 fand im selbstverwalteten Jugendzentrum (SJZ) in Siegburg 
das dritte Treffen der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) im Jahr 2013 
statt. Ausrichtend war dieses mal die Anarchistisch Syndikalistische Jugend Bonn (ASJ BN). 
---- Gegründet im Jahr 2009, ist die ASJ Bonn trotz wechselnder Mitglieder eine 
kontinuierlich bestehende Gruppe. Im vergangenen Jahr organisierte sie als Teil des 
Libertären Forums (einem Zusammenschluss libertärer Gruppen aus Bonn und dem 
Rhein-Sieg-Kreis) eine libertäre 1.Mai-Demo, mit anschließendem Straßenfest. Diese wurde 
allgemein gut aufgenommen, weswegen das Konzept im kommenden Jahr wieder aufgelegt werden 
soll. Kurz darauf veranstaltete die ASJ Bonn eine sechsteilige Veranstaltungsreihe unter 
dem Titel ,,Anarchistische Basics", welche viele positive Resonanzen hervorrief und 
sammelte durch Cocktail-Verkauf Spenden für die anarchistische Gruppe Ethniko Bandido, von 
den Philippinen, um diese in ihrem Bestreben, Solaranlagen für ihr Soziales Zentrum zu 
erwerben, zu unterstützen.

Da es in Bonn selbst keine passenden Räumlichkeiten für das Treffen gab, wurde dieses im 
SJZ im nahe gelegenen Siegburg abgehalten. Seit 1993 bestehend, ist das SJZ ein 
unkommerzielles, selbstverwaltetes Jugendzentrum, welches Raum für alternative Kultur 
bietet und sich deshalb auch über die Stadtgrenzen hinaus über großen Zuspruch freuen 
kann. Regelmäßig finden dort Konzerte, Partys und politische Veranstaltungen statt.

Siegburg selbst liegt ca. 7-8 km nordöstlich von Bonn und ist die Verwaltungsstadt des 
Bonn umgebenden Rhein-Sieg-Kreises. Aufgrund der räumlichen Nähe beider Städte gibt es 
große Überschneidungen in ihren linken Szenen. So kam es beispielsweise häufig zur 
Zusammenarbeit zwischen der ASJ Bonn und der Libertären Jugend Siegburg (R.I.P.), welche 
auch im Libertären Forum organisiert war.

Los ging das Treffen bereits am Freitag, da schon viele Mitglieder der verschiedenen 
Gruppen an diesem Tag anreisten. So konnte die Zeit genutzt werden, sich bei veganer VoKü 
und dem ein oder anderen Getränk näher kennen zu lernen oder alte Freunde wieder zu treffen.

Das eigentliche Treffen begann dann am Samstagvormittag. Nach dem Frühstück begann es mit 
der Vorstellung der anwesenden Personen und der Einleitung zum Treffen. Direkt danach ging 
mensch auch schon zum ersten Punkt der Tagesordnung über, welcher sich mit der Aufnahme 
neuer Gruppen befasste. Die ASJ Leipzig, welche mit 2 Personen anwesend war, wurde ohne 
größere Diskussion aufgenommen. Anschließend wurde die Inaktivität bzw. die Unklarheit 
bezüglich des Existierens einiger Gruppen erörtert, mit dem Resultat, dass diese Gruppen 
darum gebeten werden sollen, der FdA Auskunft über ihren Status zukommen zu lassen. 
Nachdem sich alle Personen, welche noch nicht auf einem FdA-Treffen waren über die Fda und 
die IFA (Internationale der Anarchistischen Föderationen) informieren konnten und die 
Berichte aus den Referaten vorgetragen wurden, ging es erst einmal in die Pause.

Nach eben dieser, wurden zuerst die einzelnen Städteberichte erörtert und anschließend 
mehrere Themen diskutiert. Während die Idee, ein Gelände mit Hütten in Sachsen zu kaufen, 
zwar allgemein positive Resonanz erfuhr, wurde diese jedoch trotzdem abgelehnt, da in 
einigen der Hütten immer noch Menschen wohnen und auch nicht genügend Genoss*innen in der 
Gegend leben, als dass eine Sanierung der Hütten möglich wäre. Zu den beiden anderen 
Topics wurden nach einiger Diskussion weitere Arbeitsgruppen gegründet.

Nach dem Mittagessen, fanden sich diese dann auch zusammen. Die Arbeitsatmosphäre in den 
Gruppen war allgemein sehr entspannt und positiv, so dass sich gut arbeiten ließ und die 
meisten der Gruppen auch recht schnell die ersten Ergebnisse erarbeitet hatten. Diese 
konnten dann wenig später vor versammelter Runde präsentiert werden. So fand sich unter 
anderem schon eine kleine Gruppe von Personen zusammen, welche Kontakt mit dem Fusion 
Festival aufnehmen will, um dort nächstes Jahr einen Stand mit Info-Materialien zu 
betreiben. Auch wurden erste Planungen für ein mögliches FdA-Camp im nächsten Jahr in Gang 
gesetzt, welches voraussichtlich in den Osterferien stattfinden wird. Nachdem auch noch 
über das Verhältnis zur FAU diskutiert wurde und ein Genosse aus Italien über Projekte der 
Federazione Anarchica Italiana berichtete, stellten Mitglieder der ASJ Bonn ihre vor 
kurzem gegründete Anti-Sexismus-AG vor. Allgemein kamen von den anderen Anwesenden viele 
positive Resonanzen zu diesem Thema und es wurde überlegt, ob nicht auch in Zukunft 
innerhalb des FdA etwas in dieser Richtung zu machen wäre.

Nach dem anschließenden Abendessen gab es noch eine Feedback-Runde, bevor in fröhlicher 
Runde der Rest des Abends verbracht wurde. Unter anderem zeigte ein Genosse Bilder von 
Kuba und berichtete von seinen Reisen dorthin und den dortigen Lebensumständen.

Am Sonntag ging es nach dem Frühstück dann noch, mit leicht reduzierter 
Teilnehmer*innenzahl, bis zum Mittag munter weiter. Da der Termin und Ort des nächsten 
Treffen schon feststanden, wurden direkt die bisherigen Mandate bestätigt oder neu verteilt.

Anschließend trafen sich die Arbeitsgruppen zur Gaidao und zur CRIFA/IFA und debattierten 
munter. Nach der darauf folgenden kurzen Pause, ging das Treffen auch schon auf die 
Zielgerade zu. Erst präsentierten die Gruppen noch ihre Ergebnisse und dann folgte schon 
die Feedback-Runde zum Sonntag.

Nach dem anschließenden gemeinsamen Aufräumen und Putzen des SJZs machten sich die 
versammelten Personen schlussendlich auf den mal mehr, mal weniger langen Heimweg.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Nachrichten aus den FdA-Gruppen von libertäre 
gruppe karlsruhe.


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