(de) FAU Berlin, Pressemitteilung, Böll-Stiftung: Gewerkschaftsfeindlich und prekär

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Sun Feb 16 11:43:06 CET 2014


Protest in der Böll-Stiftung. Konflikt hält auch nach über halben Jahr an. ---- 
Geschäftsführung verweigert Gespräche. ---- Um auf die anhaltenden prekren 
Beschäftigungsverhältnisse und den gewerkschaftsfeindlichen Kurs der Geschäftsführung der 
Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) aufmerksam zu machen, protestierte die FAU am gestrigen 
Mittwochabend bei einer Diskussionsveranstaltung in der HBS. Rund 20 FAU-Aktive stellten 
sich mit Transparenten vor der Bühne und klärten die BesucherInnen einer 
Podiumsdiskussion, an der u.a. Reinhard Bütikofer teilnahm, über die 
gewerkschaftsfeindliche Haltung der HBS auf. ---- Die Stiftung weigert sich seit Monaten, 
mit der Basisgewerkschaft FAU über die Belange ihrer Mitglieder in dem Betrieb zu 
sprechen. Die FAU Berlin unterstützt seit mehreren Monaten Beschäftigte der HBS, die auf 
Festanstellung klagten, und macht auf das Outsourcing in der HBS aufmerksam.

Mittlerweile hat ein Großteil der Klagenden eine Festanstellung. Aber gleichzeitig werden 
unliebsame, mittlerweile festangestellte Mitarbeiter in Außenstellen der Stiftung 
untergebracht und vom Rest der Belegschaft ferngehalten. Ihre Arbeitsbedingungen 
widersprechen den geltenden Betriebsvereinbarungen. Leiharbeit wird in der Stiftung 
weiterhin eingesetzt, mittlerweile allerdings rechtlich abgesichert.

In einer internen Stellungnahme an die Landesstiftungen begründet die Geschäftsführung 
ihre Verhandlungsunwilligkeit mit der angeblich fehlenden Tariffähigkeit der FAU Berlin. 
Damit folgt die grüne Stiftung der antidemokratischen Auslegung von Arbeits- und 
Gewerkschaftsrechten in Deutschland, die hinter international verbürgte Standards etwa der 
International Labour Organisation (ILO) zurückfallen (siehe Link unten).

Markus Weise, Gewerkschaftssekretär der FAU Berlin, kommentiert die Blockade-Haltung der 
HBS-Führung mit: "Die Stiftung, die gern auf ihre angebliche Nähe zu Protestbewegungen 
verweist, hat offenbar ein Problem damit, wenn eine basisdemokratische Gewerkschaft in 
ihrem Haus vertreten ist und Missstände benennt. Wir lassen uns nicht absprechen, die 
Belange unserer Mitglieder zu vertreten und für eine Verbesserung ihrer Arbeitssituation 
zu kämpfen."

Berlin den 13.02.2014

Anhang:

"ILO mahnt Bundesregierung: Gewerkschaftsrechte garantieren", Pressemitteilung der FAU 
Berlin vom 21.12.2011
https://berlin.fau.org/presse/pressemitteilungen/ilo-mahnt-bundesregierung-gewerkschaftsrechte-garantieren

Fotos der Aktion auf Nachfrage beim Pressesekretariat
---
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