(de) FAU-IAA Berlin, Veröffentlicht am 14.02.2014 -- Kategorien: Leiharbeit Bildung Böll-Stiftung Gewerkschaftsfreiheit

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Sat Feb 15 18:31:01 CET 2014


Um auf die anhaltenden prekären Beschäftigungsverhältnisse und den 
gewerkschaftsfeindlichen Kurs der Geschäftsführung der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) 
aufmerksam zu machen, protestierte die FAU am Mittwochabend (12. Februar) bei einer 
Diskussionsveranstaltung in der HBS. Rund 20 FAU-Aktive gingen mit Transparenten vor die 
Bühne und klärten die BesucherInnen einer Podiumsdiskussion, an der später u.a. Reinhard 
Bütikofer teilnahm, über die gewerkschaftsfeindliche Haltung der HBS auf. ---- Das Go-in 
erzielte seinen gewünschten Überraschungseffekt und dauerte nur wenige Minuten. Wo die 
Stiftung sonst gerne auch einmal AktivistInnen aus sozialen Bewegungen sprechen lässt, war 
die Nervosität über den Protest im eigenem Haus bei Verantwortlichen in den wenigen 
Minuten deutlich spürbar. Nachdem jegliche Verhandlungs- und Gesprächsangebote über 
teilweise simpelste Fragen ausgeschlagen wurden und die HBS-Führung jegliche Fragen und 
Konflikte vor Gericht auszutragen versucht, hatte die FAU Berlin zum Beginn des Jahres 
angekündigt eine deutlichere Sprache zu sprechen. Dies war nunmehr der dritte Besuch in 
der Stiftung.

Die Stiftung weigert sich seit Monaten, mit der Basisgewerkschaft FAU über die Belange 
ihrer Mitglieder in dem Betrieb zu sprechen. Seit mehreren Monaten unterstützt die FAU 
Berlin Beschäftigte der HBS, die auf Festanstellung klagten, und machte erfolgreich auf 
das Outsourcing in der HBS aufmerksam. Mittlerweile hat ein Großteil der Klagenden eine 
Festanstellung. Aber nach wie vor werden unliebsame, mittlerweile festangestellte 
Mitarbeiter in Außenstellen der Stiftung untergebracht und vom Rest der Belegschaft 
ferngehalten. Ihre Arbeitsbedingungen widersprechen den geltenden Betriebsvereinbarungen. 
Leiharbeit wird in der Stiftung weiterhin eingesetzt, mittlerweile allerdings rechtlich 
abgesichert. Die FAU Berlin kämpft für ihr einfaches Grundrecht, die Belange ihrer 
Mitglieder zu vertreten und vor der Vereinzelung zu schützen und wird davon nicht abweichen.


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