(de) Gai Dào - Das monatliche Magazin der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA-IFA) #48 Dezember 2014 - Innnnhalt + (en)

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Sat Dec 6 14:28:51 CET 2014


Inhalt ---- 02 Editorial ---- 03 Inhalt ---- FdA/IFA ---- 04 Eindrücke aus dem globalen 
Süden -- Ein Bericht von der 5. Anarchistischen Buchmesse im brasilianischen Sao Paulo 
---- 05 Wir arbeiten nicht mit "Definitionsmacht" -- Infragestellung einer gängigen Praxis 
---- Weltweit ---- 08 Kobanê: Ein Interview mit der Revolutionären Anarchistischen Aktion 
-- Zur Selbstverwaltung und der sozialen Revolution in Rojava ---- 11 Die dünne blaue 
Schnur ist eine brennende Zündschnur -- Zu den jüngsten Ereignissen im US-amerikanischen 
Ferguson ---- Bewegung ---- 13 Eine Reise zu anarchistischen* Projekten -- Interview zum 
kommenden Film "Projekt A" ---- 17 Pinnwand -- Nachrichten in aller Kürze ---- 18 Wenn 
Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten -- Einige Gedanken zur Schweizerischen 
Demokratie, aber nicht nur ---- Kultur und Alltag ---- 20 Das Fanal-Projekt -- Ein 
Interview mit dem Verleger Jochen Schmück

23 Die Gustav-Landauer-Bibliothek wird drei -- Geburtstagswochenende im Trotz Allem in Witten

Analyse & Diskussion

24 Antwort meine Kritiker -- Fortsetzung der Diskussion um den Komplex Nationalis-
mus & Patriotismus

27 Utopie für ein neues Jahrhundert -- Erster Teil

Geschichte

30 Gustav Landauers Stellung zum Weltkrieg -- Teil 3 der Artikelreihe

Termine

35 FdA hautnah -- Regelmäßige Termine der FdA-Mitglieder



Editorial
Hohoho,
alle Jahre wieder geht selbiges zu Ende. Während die meisten unserer geschätz-
ten Leser*innen entweder aus freien Stücken oder aufgrund gesellschaftlicher
Konventionen das Jahr gemütlich und relativ sorgenfrei im Kreise der Liebsten
ausklingen lassen - ganz gleich ob mit der Familie zu Hause, mit den besten
Freund*innen in der nächstgelegenen Anti-Weihnachts-Trutzburg oder mit tem-
porär besten Freund*innen an irgendeiner anonymen Theke - gibt es viele, de-
nen dieser Luxus nicht gegeben ist.

Den Erstgenannten sei es gegönnt, den Letztgenannten ist dieses letzte Editorial
des Jahres 2014 gewidmet:

Den kämpfenden Refugees in Berlin, die trotz 3 Jahren Hinhaltetaktik, Repressi-
on, Ablehnung, Verarschung und unzähliger anderer kleiner und großer Schwei-
nereien weiter Senat & Staat auf Trab halten. Ebenso wie ihre Gefährt*innen,
die in München, Hamburg, Essen, Italien, Spanien, Frankreich, Nordafrika und
an tausend anderen Orten immer wieder und immer vehementer zeigen: Es
reicht. Wohlstand und Luxus der westlichen Welt und einiger anderer Staaten
sind nicht gottgegeben, sondern menschengemacht und gewaltsam genommen.
Den kämpfenden Kurd*innen in Rojava, im Nordirak, in der Türkei und insbe-
sondere in Kobanê, die sich gegen den Terror des Islamischen Staates ebenso
wie den schleichenden Terror der Erdogan-Regimes in Ankara stellen, um ihres
Lebens willen, aber auch - zumindest in Rojava - für den Erhalt ihrer lange
Zeit unbemerkten Errungenschaft: eine Gesellschaft, die weit progressiver ist
als alles, was vermeintliche politische Prophet*innen jeder Colour in den letzten
Jahren bieten konnten.

Den verbliebenen Genoss*innen im Kampfgebiet der Ukraine, die sich nicht ha-
ben aufreiben lassen zwischen Nationaltaumel pro Ukraine und pro Russland.
Die nicht das vermeintlich kleinere Übel wählen, um sich irgendwann auf der-
selben Seite der Barrikade wiederzufinden wie Faschisten, Nationalisten und
andere Ekeligkeiten verschiedenster Colour.

Und all denen, die hier keinen Platz mehr finden, die sich aber Tag für Tag -
unter Einsatz ihrer Gesundheit, ihrer Sicherheit, oder gar ihres Lebens - für
eine Gesellschaft einsetzen, die all die Gesamtscheisse auf den Müllhaufen der
Geschichte wirft.
http://fda-ifa.org/


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