(de) FdA-IFA - Gai Dao #40 - Totalitarismustheorie -- Konservative Ideologie oder Anknüpfungspunkt anarchistischer Analysen? -- Zottel

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Wed Apr 23 19:07:55 CEST 2014


Wer im deutschsprachigen Raum zur anarchistischen Bewegung stößt, tut dies üblicherweise 
über undifferenziert linke Zusammenhänge. In diesen Zusammenhängen ist die 
Totalitarismustheorie seit der 68er-Bewegung allgemein als rechts-demokratisches 
Gedankengut zur Diffamierung linker Politik verrufen. Sie wird als Vorläufer der seit 1973 
in Stellungnahmen staatlicher Stellen (z.B. Verfassungsschutzbericht) auftauchenden 
Extremismustheorie wahrgenommen, mit deren repressivem Arm sich quasi jede*r unbequeme 
Aktivist*in beinahe täglich konfrontiert sieht. ---- Dieser Artikel will zeigen, dass die 
in linken Zusammenhängen etablierte ablehnende Haltung gegenüber der Totalitarismustheorie 
für libertäre Beteiligte neu zu überdenken ist. Hier soll eine differenziertere Haltung 
zur Theorie propagiert werden, wobei eine Zuspitzung letztendlich in der Frage mündet, ob 
nicht sogar ein
anarchistischer Totalitarismus-Begriff zu prägen sei; ob dieser Be-
griff nicht sogar bitter nötig wäre um dem Exitus der anarchistischen
Bewegungen des zwanzigsten Jahrhunderts gerecht zu werden. Da-
bei soll es vordergründig nicht um die Bewertung abgeschlossener
historischer Ereignisse gehen, sondern vielmehr um das zukünftige
Herauslösen aus einem linken Mief, der eine kollektive Identität zu
schaffen sucht, wo keine ist und uns in einem postmodernen Folk-
loretheater über einem Massengrab gefangen hält. Ein Grab, in dem
unzählige vergessene Genoss*innen neben autoritären Täter*innen
verwesen, während darüber die Linken lustig ihr "Roter Oktober"-
Bier schlürfen und "Hammer-und-Sichel + Anarchie = Liebe" aufs Klo
taggen.

Dieser Artikel befasst sich nicht mit der Extremismusthe-
orie, die hier schlicht als ein pseudowissenschaftlicher Winkelzug
gegen jegliche Veränderung, insbesondere der Eigentumsverhält-
nisse, in der BRD abgetan wird 1. Sie entstand im Zuge der siebzi-
ger Jahre aus geheimdienstlichen und polizeilichen Stellungnahmen
heraus, die später von opportunistischen "Wissenschaftler*innen"
wie Backes oder Patzelt ideologisch untermauert wurden. Sie schützt
staatliche Stellen vor einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit
unbequemen Argumenten, spaltet emanzipatorische Kreise durch
Angst vor Stigmatisierung, schafft aus der geheimdienstlich diktier-
ten Norm der Mitte eine moralische Kategorie und verharmlost ganz
nebenbei faschistische Ideologie und Praxis. Viele Initiativen haben
die Extremismuspolemik bereits ausführlich demaskiert. Allerdings
ist die Extremismustheorie keine notwendige Folgerung der Totalita-
rismustheorie, obwohl Linke sie gerne in einem Atemzug nennen2.
Die Totalitarismustheorie ist eine Theorie zu Herrschaft, die diese an
ihren Taten und nicht ihren Ideologien misst. Die Extremismusthe-
orie hingegen ist eine Theorie der Herrschenden, die die Untertanen
an ihrer Gefährdung für die eigene Herrschaft (FDGO) misst. Dies
ist nicht bloß ein Unterschied sondern eine Verkehrung. Sie ist ein
Beispiel totalitärer Wesenszüge sowie Entwicklungsperspektiven ka-
pitalistischer, sog. demokratischer Staaten.

Beschäftigen wir uns nun aber mit der Totalitarismustheo-
rie inhaltlich, wobei zunächst ideologisches Konzept und Entstehung
umrissen werden sollen, damit wir die folgende Erörterung mit glei-
chem Wissensstand beginnen können3. Die Totalitarismustheorie
unterscheidet Regime nicht nach ihrer Ideologie sondern nach ihren
Herrschaftstechniken. Falls bestimmte Merkmale wie etwa eine offi-
zielle Ideologie, polizeilicher Terror, Kontrolle aller Lebensbereiche
und ein Einparteiensystem gegeben seien, könne von einem totalitä-
ren Staat gesprochen werden. Regime, die nicht alle dieser (in einem
Entwicklungsprozess begriffenen) Kriterien erfüllen, gelten als nicht
totalitär4. Zusätzlich schufen einzelne Wissenschaftler*innen gegen
Ende der Weimarer Republik die Kategorie des autoritären Staates 5.

Diese Klassifizierung ermöglicht eine Einstufung des faschistischen
und des bolschewistischen Staates in einer identischen Kategorie
und entstand auch explizit im Kontext des Sowjetstaates und des ita-
lienischen Faschismus 6. Es war die wissenschaftliche Antwort auf
erschreckende formelle Ähnlichkeiten beider neuer Staatsformen,
deren offizielle Ideologie jedoch konträr ausgerichtet war. (Sogar ein-
zelne Theoretiker*innen des italienischen Faschismus mutmaßten
eine zukünftiges Aufgehen des Bolschewismus im Faschismus7
.
Für die kapitalistischen, parlamentarischen Staatsformen
erwies sich die Theorie als praktisch, da sie geeignet scheint die ei-
gene Position aus der "Stuck in the middle"-Falle zwischen links und
rechts zu führen und als eine dauerhafte Alternative zu Sozialismus
und Faschismus zu etablieren8. Dieser inhaltliche Schachzug gelang
jedoch erst mit breiterer Durchsetzung der Theorie nach Ende des
zweiten Weltkrieges. So war Frankreich zum Zeitpunkt des Ein-
marsches der Wehrmacht in einer innerlichen Starre gefangen - tief
gespalten in ein linkes und rechtes Lager, die plötzlich gemeinsam
der kaum nachvollziehbaren Eintracht der beiden Großmächte im
Hitler-Stalin-Pakt gegenüberstanden. So erwies sich der Westfeldzug
zunächst als leichtes Spiel. Die französischen Streitkräfte waren gro-
ßenteils demoralisiert9.

Während die Totalitarismustheorie von linker Seite gerne
als ein homogenes Gebilde der Herrschenden zur Verharmlosung
des Nationalsozialismus, zur Verleumdung linker Politik und der
ethischen Reinwaschung der imperalistischen Regime des Westens
gesehen wird10, tritt bei genauerer Untersuchung durchaus ein wis-
senschaftlicher Anspruch und heterogener Charakter zu Tage. Um-
stritten sind vor allem die Kategorien totalitärer Staaten und die Ab-
grenzung zu den autoritären. So legen manche Vertreter*innen der
Theorie den Fokus auf den Terror, während andere die totale Kont-
rolle als bedeutsamer erachten11. Einzelne Rechte sehen die zentrale
Lenkung der Wirtschaft als Kategorie für Totalitarismus und erklä-
ren damit den deutschen Nationalsozialismus für nicht totalitär. Was
war schon Auschwitz gegen den Fünfjahresplan?12 (Polemik: Solche
Positionen müssen nicht mehr sachlich vertreten werden beschließt
das Autor) Kern und Methode der Theorie ist aber immer eine trans-
parente Klassifizierung staatlicher Herrschaft anhand empirisch be-
legbarer Erscheinungen.

Tatsächlich geht die Entstehung zu einem wesentlichen
Anteil auf liberale oder konservativ eingestellte Personen zurück
und wird von diesen natürlich als eine Argumentationsstrategie
gegen Links in Stellung gebracht. Allerdings wurde bereits in den
frühen zwanziger Jahren auch von Sozialdemokrat*innen der USPD
basierend auf einem Totalitarismuskonzept argumentiert. Ähnlich
argumentierten zu dem Zeitpunkt auch linke Dissident*innen und
Exilant*innen aus der UdSSR, deren Stimmen jedoch alsbald zum
Schweigen gebracht wurden, denn die kommunistischen Strukturen
(Parteien, Zeitungen) Westeuropas verkauften sich zum großen Teil
an die kommunistische Führung in Moskau, da diese einerseits das
Geld besaß um Karrieren zu begründen andererseits einen schlag-
kräftigen Geheimdienst um kritische Individuen zu diskreditieren
oder sogar zu ermorden13. Die fehlende Beteiligung linker Kräfte am
Totalitarismusdiskurs zeigt somit nicht das rechte Wesen der Theo-
rie an sich, sondern wirft dunkle Schatten auf die linke Geschichte.
Wie konnte der Bolschewismus so lange mitgetragen werden? Wie
konnten die unfassbaren internen Gräuel der Sowjetmacht sowie der
Kuschelkurs zum Faschismus so lange unter den Teppich gekehrt
werden - ein Tabu, bestenfalls ein Betriebsunfall? Warum war die
humanistische Linke nicht die erste, die bolschewistische Praxis dis-
kreditierte? Warum war man mehr damit beschäftigt eine parlamen-
tarisch, demokratische Totalitarismustheorie zu bekämpfen, statt die
Leichen aus dem eigenen Keller zu räumen? Bei aller Kritik etwa der
68er-Bewegung an der Theorie fehlte eine eigene Theorie zur Sow-
jetunion, die dem Ausmaß der Verkehrung gerecht geworden wäre
und die zahlreichen emanzipatorischen Opfer des Regimes rehabi-
litiert hätte. Im Freiheitskampf der Menschheit gibt es zu viele Tote.
Die libertären Bewegungen wurden von rechts, links und der Mitte
so erfolgreich eliminiert14, dass von ihrem Gedankengut zu diesem
Zeitpunkt kaum etwas übrig geblieben ist. In der Bewegung tummel-
ten sich Trotzkist*innen, Maoist*innen und andere K-Gruppen. Man
war historisch blind. Denn die Kritik dieser Gruppen ist bestenfalls
eine Kritik des Stalinismus. Dem autoritären, Diktatur und Terror
befürwortenden (und ausübenden) Trotzki (unter Lenin) etwa fiel
die Macht der Räte, die Arbeiterdemokratie, gerade in dem Moment
wieder ein, als er einen internen Parteimachtkampf verloren und so
zwangsweise zum Dissidenten geworden war15.

Doch wenden wir uns nun den von links vorgebrachten
Argumenten gegen die Totalitarismustheorie zu16. Zunächst wird
die Gleichsetzung von Faschismus und Kommunismus17 kritisiert.
Tatsächlich erfolgt aber keine Gleichsetzung von Ideologien, sondern
lediglich ein Vergleich real existierender Herrschaftssysteme nach
formalen Kategorien. Dieser Vergleich schließt weder die besonde-
re Qualität etwa des Holocausts aus, noch steht er im Widerspruch
zur Unterschiedlichkeit beider Systeme in Entstehung und Ideolo-
gie. Entsprechend muss sich auch keine Bewegung angesprochen
fühlen, die kein solches Herrschaftssystem betreibt oder bestrebt ist
es zu errichten. Überhaupt stellt die Einzigartigkeit des Holocaust
nicht in Frage, dass eine Grenze des unfassbaren Grauens in der
Ausübung staatlichen Terrors bereits viel früher überschritten wird.
Zusätzlich lässt sich sogar eine willige Zusammenarbeit zwischen
Bolschewist*innen und Faschist*innen nachweisen18. Der Antifa-
schismus wurde erst nach 1941 entdeckt. Zuvor übergab man antifa-
schistische Exilant*innen ungefragt an die Gestapo19.

Entsprechend schwach ist das Argument, dass der einzige
Zweck der Theorie nach 1945 darin bestünde die kommunistischen
Staaten und die Arbeiterbewegung in anderen Ländern zu diskredi-
tieren. Diese Absicht hat zwar sicher bestanden, lässt sich aber nur
aus der Theorie ableiten, wenn man Arbeiterbewegung und Staats-
sozialismus als zusammengehörig betrachtet. In Wahrheit hat der
Staatssozialismus die Arbeiterbewegung seit 1918 verraten20. Eine
Sowjetunion hat schließlich nie existiert. Eine Arbeiterbewegung,
die sich mit "Totalitarismus" angesprochen fühlt, und für die Arbei-
ter- und Bauernstaaten in die Bresche springt, ist entweder zutiefst
unemanzipatorisch oder zutiefst ungebildet im Bereich der eigenen
Geschichte.

Weiterhin wird der Theorie die fehlende Beschäftigung mit
den ideologischen Unterschieden "totalitärer" Regime vorgeworfen.
Dieser Vorwurf mutet von Materialist*innen/Marxist*innen vorge-
bracht ausgesprochen seltsam an. So hat gerade Marx die Ideologie
als Überbau beschrieben, der dem Zweck dient reale Herrschafts- und
Besitzverhältnisse zu verschleiern21. So wäre es doch auch für ein
sozialistisches Regime angemessen dieses an den praktischen Herr-
schaftsverhältnissen und nicht den Sonntagsreden auf dem Roten
Platz oder in der Prawda zu messen. Die Methodik der Totalitaris-
mustheorie ist eine materialistische. Die linke Kritik in diesem Punkt
aber eine idealistische. Natürlich ist es wichtig Ideengeschichte und
Entwicklung politischer Bewegungen zu erforschen. Die Totalitaris-
mustheorie ersetzt keine Faschismustheorien, aber das ist auch nicht
ihr Anspruch und darin liegt nicht ihr Wert.

EineberechtigteKritik erfahren vieleTotalitarismustheoretiker*innen
in dem Punkt der Bedeutung der Massen. So habe angeblich das Ein-
greifen der atomisierten Massen22 ins historische Geschehen zum
Totalitarismus geführt. Diese These ist kaum belegbar und die Erklä-
rung des Entstehens von Faschismus und Bolschewismus kann auch
nicht Bestandteil einer Theorie sein, deren Methodik darin besteht
die Herrschaftspraxis verschiedener Regime aufgrund formaler Ka-
tegorien zu vergleichen. Sie zeigt vielmehr den Versuch eines rechten
Aufbaus der Theorie als antikommunistische und wenn man die Ar-
gumentation genauer betrachtet sogar antidemokratische Ideologie.
Welche Position aber kann ein anarchistisch eingestellter Mensch
zur Totalitarismustheorie einnehmen? Zunächst einmal kann man
sich nicht angesprochen fühlen. Man lehnt staatliche Herrschaft oh-
nehin ab und es gibt keinen Grund staatliche Herrschaft zu verteidi-
gen nur weil sie sich gerade einmal links nennt.

Die stärkere Fokussierung auf das linke Tabu Sowjetunion
bietet aber Bewegungen in ex-sozialistischen Ländern die Möglich-
keit sich sichtbar von autoritären Marxismen und der linken Vergan-
genheit abzugrenzen. Es ermöglicht eine Auseinandersetzung mit
der eigenen Geschichte und eine angemessene Erinnerung an Opfer
aus den eigenen Reihen.

Insgesamt erscheint die Totalitarismustheorie aus an-
archistischer Sicht etwas lahm. Zwar erkennt sie die Grausamkeit
staatlicher Herrschaft unabhängig von deren offizieller Ideologie in
extremen Fällen, versagt jedoch in der Formulierung einer generellen
Staatskritik. So wird nicht etwa gezeigt, dass eine Eindämmung staat-
licher Befugnisse zugunsten einer gesellschaftlichen Organisierung
das Ausmaß an Herrschaft und Gewalt über das Individuum verrin-
gert, sondern ab einer bestimmten Schwelle wird die Staatlichkeit
wieder positiv besetzt. Dies liegt vor allem daran, dass das System
der parlamentarischen Demokratie mit kapitalistischer Wirtschafts-
ordnung nicht infrage gestellt, sondern als Gegenteil des Totalitären
inszeniert wird. An uns wäre es also Kontinuitäten im Charakter
staatlicher Herrschaft aufzuzeigen. Gerade die neueren Entwicklun-
gen der Totalitarismustheorie, die statt des Terrors die totale Kont-
rolle in den Fokus setzen, können gute Anknüpfungspunkte bieten
um die totalitären Entwicklungstendenzen in parlamentarisch de-
mokratischen Staaten aufzuzeigen oder etwa um auf das universelle
Wesen von Polizei- oder Geheimdienstzusammenhängen abzuzielen.
Mit ihrer Kritik an Staatlichkeit ist die anarchistische Theorie damit
bereits seid dem 19. Jahrhundert weiter als Liberale oder gar Marxis-
ten heute. Nicht umsonst warnten Anarchist*innen bereits zu diesem
Zeitpunkt vor dem wahren Wesen des marxistischen Staates23.

Jedoch kann die anarchistische Bewegung aus der Tota-
litarismustheorie auch selbst etwas lernen. Zu häufig gefallen sich
Anarchist*innen in der radikalen Ablehnung von Staatlichkeit ohne
eine genauere Analyse des Staates und seines Aufbaus betreiben zu
wollen. Staat ist aber eben nicht gleich Staat. Diese Erkenntnis ist für
eine kämpferische Auseinandersetzung mit staatlichen Stellen und
eine Emanzipation von selbigen aber sehr wichtig. Hilfreich wäre
also durchaus eine Kategorisierung von Staatsformen im Sinne ih-
res autoritären Charakters und ein Verständnis ihrer Unterschiede
und Funktionsweisen. Auch sollten wir in Zukunft linken Staaten
massiv entgegentreten und entsprechende Solidaritätsbewegungen
in der linken Szene, wie etwa für Kuba, Venezuela oder Bolivien be-
kämpfen. Letztendlich zeigt die hier geführte Diskussion auch erneut
die Sinnlosigkeit der Selbstbezeichnung "Links" für antiautoritäre,
antiparlamentarische Menschen. Das aber ist ein anderes Thema...

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[1] Offener Brief von 2008 gegen die repressive Extremismustheorie im politischen Alltag: 
http://inex.blogsport.de/images/offenerbriefinex.pdf
[2] Etwa hier: 
http://strassenauszucker.blogsport.de/2010/01/27/total-extrem-extremismusbegriff-und-totalitarismustheorie/ 
oder http://ino.blogsport.de/2013/06/11/zur-
kritik-der-totalitarismus-doktrin/
[3] Schöner kompakter Artikel zur Entwicklung des Totalitarismusbegriffs (wenn auch vom 
"Staat"): http://www.bpb.de/politik/extremismus/linksextremismus/33606/
totalitarismusbegriff-im-wandel?p=all
[4] Carl J. Friedrich, The Unique Character of Totalitarian Society; Hannah Arendt, 
Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft
[5] Hermann Heller
[6] Giovanni Amendola, Karl Kautsky
[7] Die Aussage steht in Klammern, da das Autor die Quelle nicht mehr finden konnte :(
[8] Bedeutung der Theorie im Kalten Krieg: 
http://www.ruhr-uni-bochum.de/bsz/518/518totalitarismus.html, auch interessant zur 
politischen Bedeutung der Begrifflich-
keiten Totalitarismus, Antifaschismus, etc. : Anson Rabinach: Begriffe aus dem Kalten 
Krieg: Totalitarismus, Antifaschismus, Genozid
[9] Viktor Serge: Erinnerungen eines Revolutionärs (Stichwort: Mit Konzentrationslagern 
vor sich und Konzentrationslagern hinter sich sei kein antifaschistischer Kampf
möglich.)
[10] Bezeichnung als Totalitarismusdoktrin, z.B. 
http://sascha313.blog.de/2011/04/05/antikommunistische-totalitarismus-doktrin-10952726/
[11] Etwa Richard Löwenthal, Peter Graf Kielmansegg
[12] Etwa Zbigniew Brzezinski
[13] Viktor Serge: Erinnerungen eines Revolutionärs (konnte als Kommunist kritische 
Artikel zur Sowjetunion in fast keinen linken Zeitungen in Westeuropa publizieren,
berichtet über Verleumdungsaktionen und Morde der sowjetischen Geheimdienste), Emma 
Goldmann: Gelebtes Leben (ebenso, berichtet über Machenschaften der sowje-
tischen Geheimdienste gegen sie selbst und Alexander Berkman und über die Käuflichkeit und 
Blindheit der sozialistischen Strukturen in Westeuropa)
[14] Die Vernichtung in faschistischen Staaten (z.B. Deutschland, Spanien, Italien) ist 
bekannt, zu staatskommunistischer Verfolgung etwa hier: http://www.anarchismus.
at/geschichte-des-anarchismus/staatskommunistische-unterdrueckung, 
http://www.anarchismus.at/geschichte-des-anarchismus/die-russische-revolution, http://www.
anarchismus.at/geschichte-des-anarchismus/die-machnowtschina, Zur Verfolgung durch die 
kapitalistische "Mitte" gibt es unzählige Beispiele vom Beginn der Indust-
rialisierung bis heute (Emma Goldmans Autobiographie "Gelebtes Lebens" berichtet über z.B. 
über die Repressionen in den USA durch Staat und Wirtschaftsverbände)
[15} Allgemein bekannt: https://de.wikipedia.org/wiki/Trotzki
[16] Etwa Reinhard Kühnl, Kritiker*innen wie Wippermann hingegen kritisieren nur Nutzung 
und Verkehrung der Theorie als Staatsideologie im Kalten Krieg
[17] Der Begriff wird seltsamerweise immer wieder verwendet, obwohl sich nicht einmal die 
Staaten des Realsozialismus als kommunistisch verstanden.
[18] Rätekorrespondenz: Thesen über den Bolschewismus: http://www.left-dis.nl/d/thbolsch.htm
[19] Bini Adamczak: Gestern Morgen. Über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die 
Rekonstruktion der Zukunft
[20] Innenpolitik (Entmachtung der Räte, Niederschlagung der Machnowika, Niederschlagung 
Kronstadt, Überwachung, Repression, Terror, Zwangskollektivierung),
Sozialpolitik (Arbeitszwang, Unterwerfung der Gewerkschaften), Außenpolitik (spanischer 
Bürgerkrieg, Hitler-Stalin-Pakt)
[21] Stichwort: Ideologiekritik
[22] Etwa Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft
[23] Siehe Bakunins Positionen zum marxistischen Kommunismus und der


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