(de) FAU-IAA - Direct Action #222 - ERSCHIENEN IN: DIREKTE AKTION 222 - MÄRZ/APRIL 2014 -- Meldungen aus der IAA

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Sun Apr 6 17:40:18 CEST 2014


Neues von der USI (Italien), der CNT (Spanien), der ZSP (Polen) und der Sol-Fed 
(Großbritannien) ---- [USI] ITALIEN: ---- Mailand: Gegen die Betriebsgruppe der Unione 
Sindicale Italiana (USI) im Krankenhaus San Carlo in Mailand ist ein Bußgeld von 12.000 
Euro verhängt worden. Das Gericht wertete eine Zeichnung, die die Geschäftsleitung des 
Krankenhauses als Mitglieder der "Panzerknacker" darstellte, als beleidigend. ---- Die USI 
ist seit Jahren im Krankenhaus San Carlo aktiv und prangert immer wieder die schlechten 
hygienischen Zustände und die Arbeitsplatzsituation dort an. Wie wichtig dieser Kampf ist, 
zeigt die Tatsache, dass die Regionalverwaltung der Lombardei einen Teil des Krankenhauses 
aufgrund mangelnder Wartung durch die BetreiberInnenfirma des Krankenhauses abreißen muss. 
Die USI bittet um Spenden, um das Bußgeld und die weiteren Prozesskosten zu tragen.

[CNT] SPANIEN:

Madrid: Die CNT kämpft zur Zeit für die Wiedereinstellung eines Genossen, der entlassen 
worden war, weil er zusammen mit ca. 300 KollegInnen an einem Streik der Straßenreinigung 
Madrids teilgenommen hatte. Für den 20. Februar hatte die CNT zu einem Internationalen Tag 
der Solidarität aufgerufen. Daraufhin erhielt die Geschäftsleitung von OHL - das ist der 
Konzern, der die Straßenreinigung in Madrid betreibt - Protestschreiben aus allen Teilen 
der Welt.

Madrid: Die Gewerkschaft der Telekommunikations- und IT-ArbeiterInnen ruft für den 6. März 
zu einem Internationalen Aktionstag gegen die Bank Santander sowie die Unternehmen ISBAN 
und Panel Systems auf. Auch hier geht es um die Wiedereinstellung eines gefeuerten 
Genossen, er wurde entlassen, als er eine Betriebsgruppe der CNT in der Firma gründete.

[ZSP] POLEN:

Die ZSP kämpft gerade gegen die Supermarktkette Dino. Auch hier wurden Leute entlassen, 
nachdem sie sich gewerkschaftlich organisiert oder nur Sympathie für die Gewerkschaft 
bekundet hatten. Die Auseinandersetzung nimmt dabei immer krassere Wendungen, etwa hat das 
Management versucht, selber eine so genannte Gelbe Gewerkschaft zu gründen, um die 
Belegschaft zu spalten, und geht auch juristisch gegen Internetprovider vor, bei denen 
Solidaritätsseiten gehostet werden. Wer seinen Unmut über dieses Verhalten der 
Geschäftsleitung direkt mitteilen möchte, kann auf dino.zsp.net.pl ein extra für diesen 
Zweck geschaffenes Formular benutzen.

[SOL-FED] GROSSBRITANNIEN:

Die Solidarity Federation führt ihre Kampagne gegen das Workfare-Programm weiter. Am 19. 
Januar demonstrierten Mitglieder der Sol-Fed in Newcastle vor einer Filiale der 
Handelskette Marks & Spencer. Damit wurde erneut die Aufmerksamkeit auf dieses höchst 
umstrittene Modell gelenkt.

Zuvor hatten am 7. Januar Mitglieder der Londoner Sol-Fed im Stadtteil Lewisham ebenfalls 
vor dem dortigen Marks & Spencer Streikposten aufgestellt. Beide Aktionen wurden sehr 
positiv von der Öffentlichkeit aufgenommen.

Bei Workfare werden junge Arbeitslose unbezahlt und nur für das Sammeln von 
"Berufserfahrung" von Arbeitsämtern an Firmen vermittelt. Die Einzelhandelskette Marks & 
Spencer macht regen Gebrauch von diesem Modell und versucht dadurch, zwei Prozent ihrer 
Stellen als unbezahlt einzurichten.

Mehr auf www.boycottworkfare.org


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