(de) FdA-IFA - Anarchistische Gruppe Neukölln - Hausdurchsuchungen bei Black Mosquito (en)

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Thu Apr 3 11:23:59 CEST 2014


Razzia des LKA beim anarchistischen Mailorder "Black Mosquito" wegen vermeintlicher 
Aufforderung zu Straftaten. Wieder müssen Aufkleber als besondere Gefährdung herhalten. 
---- Am vergangenen Mittwoch erhielten unsere Freund*innen von Black Mosquito Besuch der 
unangenehmeren Art, namentlich von der Staatsschutz-Abteilung des Landeskriminalamts. 
Diese sahen - nun bereits zum zweiten Mal - die Sicherheit unserer hochgeschätzten 
Bundesrepublik durch Aufkleber (ja, diese kleinen, bunten Klebedinger) gefährdet. Genauer 
gesagt ging es um ein bestimmtes Motiv und den daraus abgeleiteten "öffentlichen Aufruf zu 
Straftaten". Dabei blieb es natürlich nicht, während ihres "Besuchs" mussten sie 
schockiert gleich mehrere solcher brandgefährlichen Propagandamaterialien entdecken und 
umgehend konfiszieren.

Unsere Solidarität, Gedanken und Kraft gehen an die Black Mosquito-Crew, denn getroffen 
hat es eine*n, gemeint sind wir dennoch und jedes Mal alle.

Im Folgenden findet ihr die Mitteilung von Black Mosquito.


Heute am 12.03.2014 fand in Flensburg eine Hausdurchsuchung statt.

Um 10:30 standen je ca. 5 Beamte des LKA / K5 (Staatsschutz) vor den Türen des 
Wohnprojektes Senffabrik und den Büroräumen des anarchistischen Versandes 
"Black-Mosquito". Im Beschluss wird gegen den angeblich verantwortlichen N ermittelt. 
Vorwurf: "öffentliche Aufforderung zu Straftaten". Konkret wird nach einem Aufkleber mit 
dem Aufdruck "Follow the Cops back Home" gesucht. Nachdem der Beschuldigte vor Ort war, 
wurde die Durchsuchung in den Geschäfsträumen von Black Mosquito vollzogen. Außerdem 
blieben Beamten vor der Tür der Senffabrik stehen.

Während der Durchsuchung wurde allerdings scheinbar willkürlich alles eingesammelt, was 
den Beamten als kriminalisierungswürdig erschien. Beschlagnahmt wurden Aufkleber mit den 
Motiven: "Das Viertel bleibt dreckig", "A.C.A.B.", "Heute zahl ich nichts...", "Leben für 
Lau", "Nazis klatschen" und "Heute fahr ich schwarz...". Außerdem nahmen sie 2 Computer 
und einen WLAN Adapter mit.

Es wurden keine Kund_innendaten oder sonstigen Geschäftsunterlagen mitgenommen!

Die Vorgehensweise wirkt nach "einem Schuss in den Busch - um zu gucken, was sich bewegt", 
um einen unbequemen Online-Versand mundtot zu machen. 2010 scheiterten sie schon 
einmal.... Weitere politische Einschätzungen werden folgen.

Betroffen ist eine_r, gemeint sind wir alle!


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