(de) Serbien: Neue Repression und konstruierte Anklagen gegen ASI-IAA
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Sat Sep 21 13:11:42 CEST 2013
Das Gerichtssystem in Serbien übt weiterhin Druck auf Mitglieder der
Anarchosyndikalistischen Initiative (ASI-IAA) aus und hat Gerichtsverfahren gegen sie
konstruiert. Da die Grundlage dieses Rechtssystems bekannt ist und da die Absichten und
Ziele der Gewerkschaftsföderation klar erkennbar sind, verwundert dieses Verhalten der
Gerichte nicht. ---- Das Gerichtssystem in Serbien übt weiterhin Druck auf Mitglieder der
Anarchosyndikalistischen Initiative (ASI-IAA) aus und hat Gerichtsverfahren gegen sie
konstruiert. Da die Grundlage dieses Rechtssystems bekannt ist und da die Absichten und
Ziele der Gewerkschaftsföderation klar erkennbar sind, verwundert dieses Verhalten der
Gerichte nicht. ---- Obwohl, ein wenig verwirrend ist es schon, dass es an jeglichem
Versuch mangelt, eine rationale Erklärung für die Art und Weise dieser Gerichtsverfahren
und für die Arroganz des Systems abzugeben, welches jede Grenze überschreitet.
Nachdem der Freispruch im Gerichtsverfahren gegen die sechs Belgrader Anarchist/innen
wegen eines Angriffs auf die Griechische Botschaft vom Berufungsgericht Mitte 2011
aufgehoben worden war, wurde nun der Prozess gegen Tadej Kurepa, Sanja Dojkic, Ivan Savic,
Nikola Mitrovic, Ratibor Trivunac und Ivan Vulovic aus politischen Gründen wieder aufgenommen.
Dabei muss erwähnt werden, dass dieser Prozess unbegrenzt verlängert wurde mit dem
offensichtlichen Ziel, die Angeklagten "an der Leine" zu halten. Die Anhörung vom
18.09.2013 musste jedoch vertagt werden, da die "Expert/innen" der Polizei nicht anwesend
war, wobei ihre bereits vorab verfasste schriftliche Analyse ohne Zweifel zu Gunsten der
Angeklagten ausfällt. Der Prozess wurde daher auf 22.01.2014 vertagt.
Gleichzeitig zu diesem Gerichtsverfahren erhebt das System verschiedene andere Anklagen
gegen Mitglieder der ASI-IAA, von denen diejenige gegen Ratibor Trivunac am deutlichsten
die politischen Absichten dahinter entlarvt. Ihm wird vorgeworfen beim Protest gegen das
NATO-Treffen in Belgrad im Juni 2011 eine Straftat namens "Behinderung eines
Exekutivbeamten bei der Durchführung von Sicherheitsaufgaben" begangen zu haben.
Da dutzende Augenzeug/innen und eine eindeutige Videodokumentation der Ereignisse diese
Vorwürfe als gänzlich haltlos belegen, hat das Gericht beschlossen, den Prozess nur auf
Grundlage der falschen Zeugenaussagen des Inspektors Sasa Todorovic und des Polizisten
Marko ?or?evic (beide vom Belgrader Polizeirevier) weiterzuführen. Die Hauptanhörung in
diesem Fall wird am Montag, 23.09.2013, stattfinden.
Die Anarchosyndikalistische Initiative möchte die Öffentlichkeit daher darüber
informieren, dass sie diesem Druck des Staates nicht nachgeben wird und dass sie auf die
Konstruktionen des serbischen Rechtssystems mit haltbaren Argumenten entschieden
beantworten wird. Dabei wird sie im In- und Ausland alle gerechtfertigten Mittel nutzen,
in der Absicht weiteren legalen Terror gegen ihre Mitglieder zu verhindern.
Stoppt die staatliche Repression!
Belgrad, 18.09.2013
Generalsekretariat der Anarchosyndikalistischen Initiative (Anarhosindikalisticke
inicijative),
Sektion der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation
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