(de) FAU-IAA Direct Action #219 - Prekäre Arbeit und die Transformation des Arbeitsmarktes -- Was versteht man unter dem Begriff "prekäre Arbeit"?

a-infos-de at ainfos.ca a-infos-de at ainfos.ca
Mon Oct 21 08:38:35 CEST 2013


In letzter Zeit findet der Begriff "prekäre Arbeit" immer häufiger Erwähnung im breiten 
öffentlichen und medialen Diskurs. Doch bevor wir uns mit den Mechanismen prekärer Arbeit 
auseinandersetzen, gilt es, den Begriff "prekär" zu definieren. Das Wort "prekär" leitet 
sich von zwei lateinischen Begriffen ab: einerseits von "precarius", was so viel bedeutet 
wie "peinlich", "bedenklich", "unangenehm", "unsicher", "heikel" als auch "schwierig", 
andererseits von "precere", das "um etwas bitten müssen" bedeutet (Steiner, 2012; S.7). 
Laut Duden beschreibt das Attribut "prekär" einen Umstand, der es äußerst schwierig macht, 
"die richtigen Maßnahmen" und "Entscheidungen zu treffen". Der Begriff "Prekariat" 
beschreibt einen "Bevölkerungsteil, der besonders aufgrund von anhaltender 
Arbeitslosigkeit und fehlender sozialer Absicherung in Armut lebt oder von Armut bedroht 
ist und nur geringe Aufstiegschancen hat" (Duden 2013).

Die verschiedenen Verarbeitungsformen prekärer Arbeit sind allerdings nicht allein geprägt 
von ökonomischer Armut, sondern greifen darüber hinaus auch andere Aspekte sozialer 
Benachteiligung durch atypische Beschäftigung auf. So definiert Dörre (2005): "Ein 
Arbeitsverhältnis kann als prekär bezeichnet werden, wenn die Beschäftigten aufgrund ihrer 
Tätigkeit deutlich unter ein Einkommens-, Schutz- und soziales Integrationsniveau sinken, 
das in der Gegenwartsgesellschaft als Standard definiert und mehrheitlich anerkannt wird. 
Beschäftigungsunsicherheit und Löhne unterhalb des Existenzminimums sind aus der 
Arbeitskraftperspektive zentrale Merkmale für Prekarität" (ebd. S. 252). Ausgehend von der 
unterschiedlichen Begrifflichkeit stellen sich folgende Fragen: Welche Formen prekärer 
Arbeit gibt es? Was sind Ursachen prekärer Arbeit? Und vor allem: wie lässt sich dieser 
Umstand überwinden?

FORMEN UND MECHANISMEN PREKÄRER ARBEIT

1A) ATYPISCH BESCHÄFTIGTE VON 1991-21012

In der wissenschaftlichen Rezeption wird grundsätzlich zwischen atypischen und 
Normal-Arbeitsverhältnissen (NAV) differenziert. Wir erleben seit geraumer Zeit, dass der 
Anteil an atypischen Beschäftigungsverhältnissen1 zunimmt (s. Abbildung 1A)) und 
gleichzeitig die Zahl der Personen mit Norm-Arbeitsverhältnissen in den letzten 
Jahrzehnten zwischen 22 und 24 Mio. stagniert, obwohl die Zahl der Beschäftigten insgesamt 
zunimmt (s. Abbildung 1B)). Dies deutet auf einen langfristigen Wandel der 
Arbeitsgesellschaft hin, da der Zuwachs von atypischer Beschäftigung kontinuierlich ist 
(s. Abbildung 1A)) (Castel, 2011; Castel und Pfeuffer, 2000; Dörre, 2006). Rechtzeitig zur 
Bundestagswahl soll, so eine aktuelle Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts2, der 
Anteil atypischer Beschäftigung zum ersten Mal seit ein paar Jahren gesunken sein. 
Allerdings erweisen sich diese Neuigkeiten vom Aufschwung bei genauerer Betrachtung als 
Mythos. Betrachtet man die Zahlen für die vollständige Erhebung des Mikrozensus zwischen 
1991 und 2012, erscheinen die "positiven" Trends am Arbeitsmarkt als marginal (s. 
Abbildung 1 A)).

Beschäftigungsformen mit explizit hohem "Prekarisierungsrisiko sind Leih- und Zeitarbeit, 
niedrig entlohnte Beschäftigung, erzwungene Teilzeitarbeit und befristete Stellen ebenso 
wie Mini- und Midi-Jobs, Solo-Selbstständigkeit oder sozialpolitisch geförderte 
Arbeitsgelegenheiten" (Dörre, 2012). Leiharbeit stellt hierbei die am stärksten wachsende 
atypische Beschäftigungsform dar und bildet aufgrund von Arbeitsplatzunsicherheit, 
geringer Entlohnung sowie dem Abverlangen eines Höchstmaßes an Flexibilität die 
Spitzenposition prekärer Arbeit (Niehaus, 2013). Unsichere Arbeitsverhältnisse betreffen 
darüber hinaus verstärkt auch Gruppen wie alleinerziehende Elternteile, 
BerufsanfängerInnen und AkademikerInnen. Entgegen der weit verbreiteten Auffassung ist 
prekäre Arbeit also kein Randgruppen-, sondern ein Massenphänomen basierend auf 
Unsicherheiten im Sinne eines drohenden Scheiterns und des Nichterreichens der normativen 
Anforderungen an ein gelungenes Leben.

1B) Beschäftigte mit Normalarbeitsverhältnis con 1991-2012

1B) Beschäftigte mit Normalarbeitsverhältnis con 1991-2012
Erwähnenswert ist, dass selbst innerhalb der atypischen Beschäftigung zwischen 
verschiedenen Lohnhierarchien differenziert werden muss. Dabei variiert das Ausmaß von 
prekärer Arbeit "je nach Beschäftigungsform und weiteren Arbeitsplatzmerkmalen und wird 
dadurch beeinflusst, wie gut oder schlecht die Chancen auf Übergänge in andere 
Beschäftigungsformen sind" (Bosch 2011). Als Beispiel sei hier der Unterschied zwischen 
einer Teilzeitarbeit mit Garantie auf Wiederaufnahme des Normal-Arbeitsverhältnisses und 
Leiharbeit mit signifikant geringen Aufstiegschancen in ein gesichertes Arbeitsverhältnis 
genannt.

Kennzeichen prekärer Arbeit ist der sukzessive Verlust von ArbeitnehmerInnen-Mitbestimmung 
an den Prozessen der Produktion, so wie sie noch als charakteristisch für die fordistische 
Ära3 galten. Im heutigen Finanzmarktkapitalismus verlagern sich die durch prekäre Arbeit 
entstandenen Unsicherheiten auf die innerbetriebliche Struktur (Dörre 2006). Noch präziser 
ausgedrückt stellt die prekarisierende Rolle von Arbeitsverhältnissen unter anderem eine 
Abwälzung von Risiken des Marktes auf Kosten der Lohnabhängigen dar. Die Verlagerung von 
finanzmarktbedingten Fluktuationen bzw. Unsicherheiten in die innerbetriebliche Ordnung 
ist kein Zeichen des Zerfalls des Kapitalismus, es ist vielmehr ein Beleg für eine 
zielgerichtete Zersetzung von grundlegenden ArbeitnehmerInnenrechten, was den 
schrittweisen Verlust sozialer Unabhängigkeit zur Folge hat. Die Qualität von 
Arbeitsverhältnissen wird dabei entscheidend durch wirtschaftliche Strukturverschiebungen 
bestimmt (Bosch 2011). Der Wandel von einer Industriegesellschaft hin zu einer 
Dienstleistungsgesellschaft markierte den sukzessiven Abbau von Normalarbeitsverhältnissen 
mit unbefristeter Vollzeitbeschäftigung und tariflich geregelter Bezahlung (Bosch 2011).

Aufbauend auf den Untersuchungsergebnissen des französischen Soziologen Robert Castel aus 
den Jahren 2000 bis 2005 kann man davon ausgehen, dass sich "in der Ausbreitung unsicherer 
Beschäftigungsverhältnisse die Krise eines bestimmten Typs von Erwerbsarbeit ausdrückt". 
Laut Castel ist das Gefühl dieser Unsicherheit, das auf die entsprechenden 
Gesellschaftsschichten wirkt, nicht gleichzusetzen mit den eigentlichen negativen Folgen 
(Castel 2005, S. 9f) von Prekarisierungsprozessen und deren Ausmaßen (Dörre 2006, S. 183). 
Castel umschreibt diese gesellschaftliche Entwicklung als "große Transformation", einen 
"Systemwandel des Kapitalismus" vom "Industriekapitalismus" hin zu einer Form des 
Kapitalismus, die "es weniger zu benennen gilt, als vielmehr zu begreifen" (Castel, 2011; 
S.10).

HIERARCHIE DER POSTFORDISTISCHEN ARBEITSGESELLSCHAFT

Um die Transformationsprozesse des Arbeitsmarkts besser erfassen und darüber hinaus die 
Aufspaltung der Lohnabhängigen beschreiben zu können, unterteilt Castel die 
postfordistische Arbeitsgesellschaft in drei "Zonen". Die Mehrzahl der Beschäftigten 
befindet sich noch immer in einer Zone der Integration mit geschützten 
Normal-Arbeitsverhältnissen und relativ intakten sozialen Beziehungen. Darunter expandiert 
jedoch eine Zone der Prekarität, die durch desintegrativ/unsichere Aufstiegschancen und 
abstiegsgefährdende Arbeitsverhältnisse geprägt ist. Dazu gesellt sich eine Zone der 
Entkoppelung, in der sich sozial relativ isolierte Gruppen ohne reale Chance auf eine 
Integration in den ersten Arbeitsmarkt befinden (s. Tab. 1) (Castel 2000, Dörre 2006).



Die Typologie der "(Des-)Integrationspotentiale" von Erwerbsarbeit untergliedert sich laut 
Dörre in "neun typische Verarbeitungsformen der neuen Unsicherheit am Arbeitsmarkt" (Dörre 
2006, s. Tabelle 1). Dörre argumentiert ergänzend zur Typologie Castels, dass die 
eigentlichen Gefahren für die Gesellschaft nicht erkannt werden und somit "das Ausmaß von 
Prekarisierungsprozessen erst sichtbar" wird, wenn "subjektive Verarbeitungsformen 
unsicherer Beschäftigung in die Analyse" einbezogen werden (Dörre, 2006; S.183).

Ein entscheidender Faktor für die zunehmende Unsicherheit unter den Lohnabhängigen ist die 
"Planbarkeit der Zukunft" (Castel 2005). Während jedoch die "Ausgegrenzten" und prekär 
Beschäftigten nahezu über keine Zukunftsplanung mehr verfügen, lassen sich "ähnliche 
Empfindungen und Verarbeitungsformen [auch] in der Zone der Integration feststellen" 
(Dörre 2006, S. 187). Allerdings unterscheiden sich die Unsicherheiten darin, dass die 
oftmals unmittelbar materielle, existenzgefährdende Unsicherheit innerhalb der prekären 
Zone in der Zone der Integration mehr eine "gefühlte Unsicherheit" darstellt. Für die in 
ein gesichertes Normalarbeitsverhältnis integrierten Lohnabhängigen stellt sich somit das 
Gefühl der "Präkarisierungsangst" ein, denn sie haben einen möglichen Abstieg in eine 
unsichere Zukunft vor Augen. Dörre bezeichnet allerdings die "gefühlte Unsicherheit" als 
durchaus auf realen Erfahrungen basierend: Die vom Management erzeugten Unsicherheiten des 
Arbeitsmarktes werden auf die Belegschaft abgewälzt und schaffen ein Klima permanenter 
Verunsicherung (Dörre 2006). Standortkonkurrenzen wie beispielsweise in der 
Automobilindustrie und die ständige Beschäftigungsfrage sorgen für eine permanente 
Verunsicherung in den Stammbelegschaften und führen zu Entsolidarisierungsprozessen 
gegenüber anderen ArbeitnehmerInnen, die - unbewusst oder nicht - als Konkurrenz 
wahrgenommen werden.

Dörre stellt weiter fest, dass das Unterlaufen von tariflichen Regelungen und damit 
verbundene Lohneinbußen, Arbeitszeitverlängerungen und Leistungsintensivierungen ein 
wichtiger Ursprung von Prekarisierungsängsten innerhalb der Zone der Integration sind 
(Dörre 2006). Für ArbeiterInnen von Stammbelegschaften mit entsprechendem Arbeitsethos und 
Klassenbewusstsein ist der drohende Abstieg in Hartz-IV-Verhältnisse nach jahrelanger 
Identifikation mit "ihrem" Betrieb besonders schmerzhaft. Zwar werden LeiharbeiterInnen 
laut Dörre zunächst von der Stammbelegschaft als "wünschenswerter Flexibilisierungspuffer" 
betrachtet, gleichzeitig stellt sich aber auch "ein diffuses Gefühl der Ersetzbarkeit" ein 
(Dörre, 2006). Die Tatsache, dass oftmals die gleiche Arbeit in gleicher Qualität von 
prekarisierten ArbeiterInnen (LeiharbeiterInnen, befristet und flexibel Beschäftigte) 
ausgeführt werden kann, führt durch ihre "bloße Präsenz zu einer Disziplinierung der 
Stammbelegschaft" (Holst, 2009).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das System Leiharbeit ein psychologisches Moment 
der Angst auf Lohnabhängige ausübt, diese voneinander isoliert und gefügig macht, um in 
einer flexibilisierten Arbeitswelt möglichst effizient, möglichst wenig meckernd, zu 
funktionieren. Die Angst vor der eigenen Entbehrlichkeit schwebt ständig über den 
Betroffenen. Dörre stellt treffend fest, dass "konventionelle Arbeitsmarktanalysen 
übersehen, dass die sozialen Zonen keine voneinander isolierbaren Segmente darstellen, 
sondern wie ein System kommunizierender Röhren wechselseitig aufeinander einwirken" (s. 
Tab. 1) (Dörre 2006, S. 188). Ähnlich spannungsgeladene Wechselbeziehungen finden sich 
zwischen den etablierten integrierten ArbeitnehmerInnen als auch freiberuflich Tätigen 
sowie auf Kleingewerbebasis arbeitenden ArbeiterInnen und Subunternehmern. Der Gegensatz 
zwischen dem Privileg unbefristeter Vollzeitarbeit und unsicherer prekärer Arbeit führt zu 
einer Situation, in der sich die ArbeiterInnen voneinander isolieren und in Konkurrenz 
treten. In der Folge kommt es oftmals zur Diskriminierung bzw. Marginalisierung von 
Menschen, die dem "Flexibilisierungspuffer" zugehörig sind. Prekäre Arbeit ist nicht 
allein eine Folge kapitalistischer Verwertungslogik und Profitmaximierung, sondern 
vielmehr ein Instrument, um einerseits die gesicherten Typen von Erwerbstätigen durch 
Unsicherheit zu disziplinieren und andererseits ein Regime der Konkurrenz unter den 
Beschäftigten zu etablieren. Das Bewusstsein der Arbeiterklasse befindet sich somit 
durchaus in einer Krise.

GESELLSCHAFTLICHE KONSEQUENZEN PREKÄRER ARBEIT

Wenn gemäß dem dialektischen Materialismus das "gesellschaftliche Sein das Bewusstsein" 
(Karl Marx 1859, S. 9) bestimmt, so kann im Zuge der Unsicherheit und der Angst vor 
sozialem Abstieg mit dem Verlust des Klassenbewusstseins gerechnet werden. Dieser Verlust 
stellt sich unter anderem auch als Deprivation des individuellen Selbstvertrauens dar. Für 
die prekären Lohnabhängigen ergibt sich letztlich der Wunsch nach einem Ausweg aus ihrer 
Lage und einer Aufwertung ihres sozialen Status bzw. ihrer gesellschaftlichen Anerkennung. 
Exemplarisch sei hier die häufige Bereitschaft zur Selbstausbeutung genannt, um die 
Zugehörigkeit zur arbeitenden Gesellschaft bloß nicht zu verlieren. Der soziale Status 
innerhalb eines "konservativ-korporatistischen" Solidarsystems ist durch den 
Arbeitnehmerstatus begründet. Das "feste und geschützte Beschäftigungsverhältnis bildete 
hierbei das Hauptfundament für das Solidarsystem der Arbeitsgesellschaft" fordistischer 
Prägung (Castel, 2011). Doch die vermeintliche Stärke eines solchen Solidarsystems kann 
gleichzeitig seine Schwäche sein. Denn von Ungleichheit geprägte Lohnhierarchien und die 
zunehmende Angst vor sozialem Abstieg können zu einer Ab- und Ausgrenzung führen, 
insbesondere von LeiharbeiterInnen. Der Rest jener fordistischen Arbeitsgesellschaft, die 
ein historisches Maximum an Mitbestimmung im Rahmen einer kapitalistischen 
Produktionsweise vorzuweisen hatte, kämpft meist nur noch vom Standpunkt des Erhalts der 
eigenen Machtposition aus. Dieses wirtschaftskooperative Verhalten ist durchaus als 
Bündnis zwischen Kapitalisten und privilegierten Lohnsklaven zu bezeichnen. Die 
"glücklichen Besitzer" eines gesicherten Normal-Arbeitsverhältnisses sind demnach 
logischerweise bestrebt, ihre Privilegien nicht abtreten zu müssen. Die Lohnabhängigen 
treten also in eine kompetitive Situation, in der die privilegierte Schicht ihre 
Sicherheit vehement nach unten verteidigt und prekäre LohnarbeiterInnen als Konkurrenz 
wahrnimmt. Die Spaltung der Lohnabhängigen vollzieht sich über Ausgrenzung. Vor allem 
prekäre LohnarbeiterInnen sehen sich einer anhaltenden Distinktionsstrategie durch die 
Stammbelegschaften ausgesetzt. Dies zeigt sich unter anderem in der Aberkennung ihrer 
Qualifikation, Arbeitsfähigkeit und Arbeitswilligkeit (Holst et al., 2009). Der Mangel an 
Anerkennung durch die Stammbelegschaft akkumuliert sich oft als sozialer Frust in den 
Köpfen der prekären Lohnabhängigen. Prekäre Arbeit kann deshalb nicht isoliert vom Zwang 
nach gesellschaftlicher Respektabilität und ökonomischer Unabhängigkeit betrachtet werden. 
Allzu bezeichnend ist der Umstand, dass viele Lohnabhängige sich lieber in ein prekäres 
Arbeitsverhältnis begeben, um nicht diese Anerkennung durch die Gesellschaft zu verlieren 
oder in Hartz-IV-Verhältnisse abzurutschen. Dabei werden von staatlicher Seite aus 
Geringverdiener mit Hartz-IV-Aufstockungen versehen, damit wenigstens der Anschein der 
Lebensunterhaltsgrenze gewahrt wird. Dieses Verhalten verschärft sich umso mehr, wenn man 
die Zone der Entkoppelung in die Betrachtung mit einbezieht. Dörre skizziert mit der Zone 
der Entkoppelung, der "Entbehrlichen des Arbeitsmarkts", ein soziales Milieu, dem seiner 
Meinung nach "in der Hierarchie der nachfordistischen Arbeitsgesellschaft" ein Minimum an 
gesellschaftlicher Anerkennung zuteil wird (Dörre, 2006; S. 185). Dabei stellt sich 
oftmals im Bewusstsein der "Entkoppelten" höchstens der Sprung in eine prekäre 
Beschäftigungsform als realistisch dar. Beispiele sind hier langzeitarbeitslose 
Jugendliche für "Veränderungswillige" (Typ 8, s. Tab. 1) sowie die schwer zu erfassende, 
minoritäre Gruppe der Langzeitarbeitlosen, der "Abgehängten" (Typ 9, s. Tab. 1) (Dörre, 
2006). Durch diese "Entkoppelung" von den Zonen der Prekarität und Integration findet eine 
soziale Ausgrenzung von "Entbehrlichen" als auch eine Abgrenzung ausgehend von den 
"Entkoppelten" gegenüber den Zonen mit Integrationspotential statt. Ausgehend von der 
skizzierten Hierarchie einer nachfordistischen Arbeitsgesellschaft kann man somit durchaus 
von einer zunehmenden Entfremdung zwischen den Zonen innerhalb der Klasse der 
Lohnabhängigen sprechen.

DIE ROLLE DER REFORMGEWERKSCHAFTEN

Die Funktionärs- und Betriebsratsebene der systemstabilisierenden Gewerkschaften wie DGB, 
IG-Metall und Ver.di sieht sich in jüngster Zeit dazu gezwungen, die Situation der 
LeiharbeiterInnen stärker zu thematisieren. Die Widersprüchlichkeit, mit der die 
reformistischen Gewerkschaften taktieren, wird offensichtlich, bedenkt man den Umstand, 
dass nicht Leiharbeit als solches abgelehnt wird. Vielmehr setzt man auf die Spaltung in 
Lohnhierarchien in Form eines "Vetorechts für Betriebsräte" und bezeichnet dies noch als 
"Erfolg". Dabei wird betont, dass "Leiharbeit kein Dauerzustand" sein dürfe, "sondern 
Ausnahme bleiben" müsse (SZ, 12.07. 2013). Laut Gericht soll das Urteil "dem Schutz der 
Leiharbeitnehmer" dienen. Außerdem soll es "die dauerhafte Aufspaltung der Belegschaft des 
Entleiherbetriebs in eine Stammbelegschaft und eine entliehene Belegschaft verhindern" 
(SZ, 12.07. 2013)4. Doch das Gegenteil ist der Fall. Das, was hier als Erfolg im Sinne 
einer partizipativen Arbeitskultur verkauft wird, ist nichts weiter als ein Schutzreflex, 
um die Privilegien der Stammbelegschaften zu wahren. Für die LeiharbeiterInnen kann das 
Urteil womöglich einen schnelleren Arbeitsplatzwechsel und somit weniger 
Gleichberechtigung und geringere Chance auf Integration in ein Normalarbeitsverhältnis 
bedeuten.

Durch die Teilhabe an Tariffindungen innerhalb des Ausbeutungsregimes wird die 
systematische Marginalisierung von LeiharbeiterInnen legitimiert. Das Vetorecht der 
Betriebsratsebene zielt somit nicht auf die Abschaffung prekärer Arbeit ab. Vielmehr wird 
aufgrund ihrer traditionellen Programmatik, die eng mit dem überholten organisierten 
Kapitalismus verbunden ist, auf die Absicherung der integrierten Belegschaft gesetzt. 
Abgesehen von wenigen Ausnahmen, wie kürzlich die Solidarisierung von Stammbelegschaft und 
LeiharbeiterInnen in einem Thyssen-Werk, setzen die wirtschaftskonformen, reformistischen 
Gewerkschaften weniger auf Solidarität oder gar Streik als vielmehr auf das Abnabeln und 
Ausgrenzen der Betroffenen - und feiern sich dennoch als Verteidiger von 
ArbeitnehmerInnenrechten. Der Strukturwandel und die Transformation der 
Arbeitsgesellschaft lassen sich unter anderem daran erkennen, dass viele Gewerkschaften 
nicht mehr die vermeintlich "typische kämpferische Durchsetzung von Lohn- oder 
Arbeitszeitinteressen, sondern die kooperative Durchsetzung von Beschäftigungsinteressen" 
im Fokus aufzeigen. Dies ist verbunden mit dem Wunsch nach einem "stärkeren Einfluss auf 
die betriebliche Rationalisierung im Sinne einer kooperativen Modernisierung" (Haipeter 
und Banyuls, 2007; S.26). Laut Haipeter und Banyuls "verfolgen die Gewerkschaften seit 
mehreren Jahren eine mehr oder weniger ausgeprägte Strategie der Wettbewerbsorientierung 
im Rahmen eines Wettbewerbskorporatismus, mit deren Hilfe sie die Interessen ihrer 
Mitglieder unter den Bedingungen der Globalisierung sichern wollen" (ebenda S.26). In 
anderen Worten sind diese kooperativ handelnden Gewerkschaften Akteure und Apologeten von 
Standortkonkurrenzen, die exemplarisch für die sukzessive Zersetzung der Klasse der 
Lohnabhängigen stehen. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass weite Teile der 
reformistischen Gewerkschaften Leiharbeit nicht grundsätzlich ablehnen. Laut Artikel in 
junge Welt5 und leakleiharbeit6 beteiligen sich DGB und Ver.di aktiv an der Ausbeutung 
durch prekäre Beschäftigungsformen, indem sie eigene Firmen zur Arbeitnehmerüberlassung 
unterhalten. Die politisch als auch gewerkschaftlich getragene "Flexibilisierung des 
Arbeitsmarktes" im Zeichen der Agenda 2010 sowie die Hartz-Gesetze markieren einen 
vorläufigen Tiefpunkt für die Emanzipation von Lohnabhängigen. Diese Reformen sind nichts 
anderes als die induzierte Zersetzung emanzipatorischer Forderungen ganz im Sinne des 
Finanzmarktkapitalismus. Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie zur Leiharbeit vom 19.11.2008 
hat sich dabei wenig geändert (Steiner, 2012). Wie bereits erwähnt, reagierte die 
Bundesrepublik Ende April 2011 nur widerwillig, als das erste Gesetz zur Änderung des AÜG7 
in Kraft trat und laut Steiner "weit hinter den Erwartungen der Beschäftigten" lag 
(Steiner, 2012; S.12). Der Gesetzgeber hat allerdings schon in der Entstehungsphase des 
AÜG Ausnahmen geschaffen, mit denen man den equal-pay-Grundsatz legal umgehen kann. 
Reformen zur Verbesserung der Situation der LeiharbeiterInnen auf Druck der EU scheitern 
nicht allein am fehlenden politischen Willen: Der zum Schutz der LeiharbeiterInnen 
eingeführte equal-pay-Grundsatz mit einem laut AÜG §9 Nr. 2 eingeführten 
"tarifdispositiven Recht" ermöglicht es, aufgrund eines Tarifvertrags (!) den 
Gleichbehandlungsgrundsatz zu untergraben.

Im Gegensatz dazu engagiert sich die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (F.A.U./IAA) 
als eine der ersten Gewerkschaften bewusst und offensiv für eine Beendigung von moderner 
Sklaverei in Form von Leiharbeit und anderen ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen. Seit 
ca. 2003 werden in diesem Zusammenhang mit der Kampagne "Leiharbeit abschaffen" in 
regelmäßigen Abständen Tarifverträge veröffentlicht, um auf die Erosion von essentiell 
gewerkschaftlich-emanzipatorischen Forderungen hinzuweisen. Kampagnen wie "Leiharbeit 
abschaffen" lösen nicht nur Diskussionen um die Lage der Lohnabhängigen in prekären 
Arbeitsverhältnissen aus, sondern zeigen vor allem, dass auch Basisgewerkschaften - trotz 
drohendem Gewerkschaftsverbot oder Marginalisierung durch Teile der systemstabilisierenden 
Gewerkschaften - einen erheblichen Impuls ausüben können. Als aktuelles Beispiel sei 
hierbei auf die bundesweiten Protestaktionen hingewiesen, die die Beschäftigung von 
Lohnabhängigen in prekären Arbeitsverhältnissen durch die Heinrich-Böll-Stiftung 
öffentlich kritisieren.

Wenn man bedenkt, dass prekäre Arbeitsverhältnisse ein Disziplinierungs- und 
Herrschaftsinstrument des Kapitals sind, muss man leider feststellen, dass der Mainstream 
der Gewerkschaftsbewegung und Politik das Thema Leiharbeit jahrzehntelang entweder 
ignoriert oder lediglich zur Befriedigung partieller Interessen instrumentalisiert hat. Es 
sei hier erwähnt, dass entgegen der rechtlichen Richtigstellung über das Streikrecht von 
LeiharbeiterInnen scheinbar erst ein arbeitsmarktbedingter Wandel der anteiligen 
Leiharbeit am Gesamtarbeitsmarkt sichtbar werden musste, um eine Reaktion bei DGB und 
Ver.di zu forcieren. Leider bleibt es fragwürdig, ob die Abkehr von einer 
wirtschaftskonformen Haltung tatsächlich stattfinden kann. In ihrer Programmatik sind die 
Positionen reformistischer Gewerkschaften bestenfalls auf Klientelpolitik begrenzt. Die 
Ignoranz von Seiten der Stammbelegschaften ist dabei immer noch sehr gravierend. 
Allerdings scheinen durch die prozentual höhere Zunahme an atypischen Beschäftigungsformen 
gegenüber Normalarbeitsverhältnissen die Auswirkungen von prekären Arbeitsverhältnissen 
immer weniger politischen Spielraum zu geben, um das Thema zu ignorieren. Entgegen 
jahrelang systematisch erfolgter Desinformation von unorganisierten Lohnabhängigen in 
Bezug auf ihre Rechte ist das Streikrecht dabei laut AÜG § 11 Absatz 5 unmissverständlich 
auch für LeiharbeiterInnen gültig. Der Haken an der Rechtsprechung ist allerdings nicht, 
ob man streiken darf, sondern die Notwendigkeit einer Formulierung des AÜG an sich, die 
Leiharbeit erst normativ legitimiert und die Aufspaltung von der Belegschaft in 
Lohnhierarchien zementiert. Gerade durch die ständigen (und vor allem unfreiwilligen) 
politischen Anpassungsreformen des AÜG werden prekäre Arbeitsverhältnisse durchgesetzt und 
gesetzlich legitimiert. Das lässt sich unter anderem an der Ablehnung von Petitionen zur 
Ergänzung des Betriebsverfassungsgesetzes erkennen8. Leiharbeit kann nicht "missbraucht" 
werden, sondern stellt an sich einen Missbrauch von Lohnabhängigen dar.

AUSBLICK

Im Rahmen der Transformationsprozesse im Wandel von einer Industriegesellschaft hin zu 
einer Dienstleistungsgesellschaft scheint es so, als ob den Gewerkschaften der Blick und 
vor allem die Handlungsbereitschaft gegen ausbeuterische Verhältnisse sukzessive abhanden 
gekommen ist. Wirtschaftskooperative Gewerkschaften verharren als anachronistisches Relikt 
immer noch in einer fordistisch geprägten Arbeitsgesellschaft mit einem Hang zur 
Lohndiskriminierung.

Die Renaissance des (anarcho-)syndikalistischen Gewerkschaftsmodells und des Streiks als 
Form des Widerstands erscheinen hierbei zwar optimistisch und notwendig, wirken aber in 
einer derart gespaltenen und bewusstlosen Klasse der Lohnabhängigen momentan noch als 
Zukunftsmusik. Betrachtet man darüber hinaus die zunehmend repressiven Bedingungen 
innerhalb der Bundesrepublik und die schwindend geringe Bereitschaft der Gesellschaft, 
Staat, Nation und Kapital zu kritisieren, steht es ausgesprochen schlecht um die Situation 
der Lohnabhängigen.

Prekäre Arbeit, so lässt es sich zusammenfassend beschreiben, ist nicht nur ein Symptom 
kapitalistischer Verwertungslogik, sondern vielmehr ein Instrument zur Kontrolle in Form 
einer Etablierung von Konkurrenzverhältnissen unter den Lohnabhängigen. In Zeiten 
kapitalistischer Produktionsweise führt das unternehmerische Streben nach 
Profitmaximierung zur Akkumulation von Kapital und zunehmender Entfremdung. Schon Marx 
wusste, dass der Zusammenhalt zwischen den Lohnabhängigen das Spiel des Kapitals massiv 
stört (s. K. Marx, 1890; S.669-667). Denn um eine maximale "Freisetzung von 
Arbeitskräften" zu ermöglichen, bedarf es einer uneingeschränkten Konkurrenz unter den 
ArbeiterInnen (Kromphardt, 1987). In anderen Worten lässt sich die "große Transformation" 
als Fortsetzung eines historisch gewachsenen Verhältnisses von Herrn und Sklaven 
beschreiben. Bedenkt man, dass die Arbeitsteilung im gegenwärtigen Kapitalismus in seiner 
globalisierten Form wesentlich komplexer und ausgeprägter ist als zu Marx' Zeiten, so 
müssen die Umstände prekärer Arbeitsverhältnisse neu analysiert werden, um erst einmal zu 
begreifen, welchen Formen und Ebenen der Ausbeutung wir, die Lohnabhängigen, ausgesetzt 
sind. Natürlich unterliegt die Definition des "Klassenkampfes" einer ständigen Revision 
und muss entsprechend der Aktualität analysiert werden. Nichtsdestotrotz bemerkte auch 
schon Warren Buffet mit seinem prominentesten Kommentar, dass wir uns in einer Situation 
befinden, in der "eine Klasse gegen die andere kämpft, und eine am gewinnen ist" - und 
zwar die der Kapitalisten. Wie lässt sich aber auch ein Konflikt überwinden, wenn man die 
Spielregeln derjenigen spielt, die ihn entworfen haben? Deshalb wird es in nächster Zeit 
immer dringlicher, sich nicht direkt oder indirekt zu Lakaien des Kapitals reduzieren zu 
lassen, sondern die Gewerkschaftsbewegung wieder zu einer solidarischen und vor allem 
kämpferischen Plattform der Emanzipation gegenüber dem Kapital zu erneuern. Auch wenn wir 
uns in einer schwer zu beschreibenden Ausgangslage befinden und momentan hauptsächlich mit 
der Bekämpfung von Symptomen beschäftigt sind, müssen wir uns immer vor Augen halten, dass 
wir, die Klasse der Lohnabhängigen, alle von denselben Prekarisierungsmechanismen 
betroffen sind. Durch das Scheitern der Arbeiterklasse als revolutionäres Subjekt in Form 
von wirtschaftskooperativen Gewerkschaften ergibt sich die Notwendigkeit, eine konsequente 
Analyse der Transformation des Kapitalismus fortzusetzen, um die neuen Bedingungen des 
Arbeitsmarktes zu begreifen. Es gilt deshalb momentan vielmehr die erwerbs- und 
berufsbezogenen Lücken zu schließen und die vorhandenen internen Gegensätze unter 
Lohnabhängigen aufzuheben, um tatsächlich auch in die Position zu gelangen, 
sozial-revolutionären Druck aufbauen zu können. Nicht zuletzt deshalb hat es Sinn, sich 
mit arbeitssoziologischen Analysen auseinanderzusetzen.

Benjamin Most

[1] ? Damit sind insbesondere befristete Stellen, Zeitarbeitstätigkeiten, Leih- und 
Teilzeitarbeit sowie alle anderen geringfügig bezahlten Stellen gemeint.

[2] ? "Pressemitteilungen - Atypische Beschäftigung sinkt 2012 bei insgesamt steigender 
Erwerbstätigkeit - Statistisches Bundesamt (Destatis)". Zugegriffen 28. August 2013. 
www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/08/PD13_285_132.html.

[3] ? "Fordismus" leitet sich zwar von Henry Ford ab, soll aber keineswegs auf eine 
positive Bewertung bezüglich H. Fords Haltung gegenüber Gewerkschaften und Mitbestimmung 
hindeuten. Vielmehr dient Ford als Namensgeber einer Theorie, die die typische 
Arbeitsgesellschaft nach dem Ersten Weltkrieg beschreibt. Von marxistischen Grundsätzen 
ausgehend soll die Theorie des Fordismus vor allem erklären, warum es anstelle eines 
krisenhaften Kollaps des Kapitalismus zum Wohlfahrtsstaat kam.

[4] ? 
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/urteil-des-bundesarbeitsgerichts-betriebsraete-bekommen-vetorecht-bei-leiharbeit-1.1719846

[5] ? www.jungewelt.de/2013/03-21/index.php

[6] ? 
www.leakleiharbeit.de/gewerkschaften-und-leiharbeit/ver-di-im-leiharbeitsgesch%C3%A4ft/daa-kein-mindestlohn-f%C3%BCr-leiharbeiter/

[7] ? Arbeitnehmerüberlassungsgesetz

[8] ? siehe www.bundestag.de unter "Petitionen"



LITERATURVERZEICHNIS

Bosch, Gerhard. "Prekäre Beschäftigung und Neuordnung am Arbeitsmarkt". Expertise im 
Auftrag der IG Metall. Duisburg. September (2012). 
www.iaq.uni-due.de/iaq-standpunkte/2012/sp2012-02.pdf.

Bosch, Gerhard, und Claudia Weinkopf. "Arbeitsverhältnisse im Dienstleistungssektor". 
WSI-Mitteilungen 9, Nr. 2011 (2011): 439-446.

Butterwegge, Christoph. "Neoliberale Modernisierung, Sozialstaatsentwicklung und Soziale 
Arbeit". In: "Modernisierungen" methodischen Handelns in der Sozialen Arbeit, 
herausgegeben von Brigitta Michel-Schwartze, 49-88. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2010.

Castel, Robert. Die Krise der Arbeit: Neue Unsicherheiten und die Zukunft des Individuums. 
Hamburg: Hamburger Edition, HIS, 2011.

Castel, Robert, und Andreas Pfeuffer. Die Metamorphosen der sozialen Frage: eine Chronik 
der Lohnarbeit. Konstanz: UVK, 2000.

Castel, Robert, and Michael Tillmann. Die Stärkung des Sozialen: Leben im neuen 
Wohlfahrtsstaat. Hamburger Ed., 2005.

Dörre, Klaus. "Prekarität - eine arbeitspolitische Herausforderung". WSI-Mitteilungen 
5.2005 (2005): 250-258.

Dörre, Klaus. "Prekäre Arbeit". Arbeit (2006).

Dörre, Klaus. "Prekäre Arbeit und gesellschaftliche Integration - Empirische Befunde und 
integrationstheoretische Schlussfolgerungen". In: Desintegrationsdynamiken, herausgegeben 
von Wilhelm Heitmeyer und Peter Imbusch, 29-55. Wiesbaden: VS Verlag für 
Sozialwissenschaften, 2012.

Haipeter, Thomas, und Josep Banyuls. "Arbeit in der Defensive? Globalisierung und die 
Beziehungen zwischen Arbeit und Kapital in der Automobilindustrie". Leviathan 35, Nr. 3 
(2007): 373-400.

Holst, Hajo. "Funktionswandel von Leiharbeit - Neue Nutzungsstrategien und ihre arbeits- 
und mitbestimmungspolitischen Folgen" (2009). d-nb.info/1031942335/.

Kromphardt, Jürgen. Konzeptionen und Analysen des Kapitalismus: von seiner Entstehung bis 
zur Gegenwart. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1987.

Marx, Karl. "Zur Kritik der politischen Ökonomie". Berlin 1859, MEW, Bd. 13

Marx, Karl. Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Bd. 1, Hamburg 1867, 4. Auflage 
1890. MEW, Bd. 23.

Niehaus, Moritz. "Leiharbeit und Privatleben: Auswirkungen einer flexiblen 
Beschäftigungsform auf Partnerschaft und Familie". Berliner Journal für Soziologie 22, Nr. 
4 (16. April 2013): 569-594. doi:10.1007/s11609-012-0199-7.

Schultheis, Franz, und Stefan Herold. "Précarité und Prekarität: Zur Thematisierung der 
sozialen Frage des 21. Jahrhunderts im deutsch-französischen Vergleich". Zwischen 
Prekarisierung und Protest. Die Lebenslagen und Generationsbilder von Jugendlichen in Ost 
und West. Bielefeld (2009): 233-264.

© Statistisches Bundesamt, Wiesbaden. "Statistisches Bundesamt Deutschland - 
GENESIS-Online". Text, 12.August2013. www-genesis.destatis.de

"Gesamtwirtschaft & Umwelt - Arbeitskräfteerhebung - Atypische Beschäftigung - 
Statistisches Bundesamt (Destatis)". 
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Arbeitsmarkt/Erwerbstaetigkeit/Arbeitskraefteerhebung/Arbeitskraefteerhebung.html

Steiner, Regina. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Handlungshilfe für Betriebsräte. 
Frankfurt, M: Bund-Verl., 2012.


More information about the A-infos-de mailing list