(de) Presseerklärung - 18.10.13 von I-BNG Dresden -- Drei Aktionen der FAU-Sektion I-BNG im Oktober

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Fri Oct 18 18:21:20 CEST 2013


Kampagne für 8,50 EUR Mindestlohn und Lohnspiegel in Dresdner Gastronomie-Branche ---- 
Pressemitteilung der I-BNG zu den Aktionen Ende Oktober ---- Im Oktober wartet die Ende 
Juli gegründete "Initiative Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie" (I-BNG) gleich mit 
drei öffentlichen Aktionen auf. Am 21. Oktober veranstaltet die Gewerkschaftsinitiative in 
der Martin-Luther-Straße 13 um 18 Uhr ein erstes öffentliches Arbeitsrechtsseminar für 
Beschäftigte in der Branche. Am selben Tag wird die Lohntabelle für Gastronomie-Betriebe 
Dresdens online gehen, sie soll als Orientierung für Kund_innen und Kolleg_innen auf 
Job-Suche dienen. Am 25. Oktober wird im "Wums e.V." ab 20 Uhr dann der Startschuss zur 
Kampagne für 8,50 EUR Mindestlohn in allen Dresdner Branchen-Betrieben gegeben.

"Uns geht es vor allem darum, dass unsere Kolleg_innen ihre Rechte kennen, wissen welche 
Löhne akzeptabel sind und welche nicht. Wir müssen aufhören jede Situation im Betrieb 
hinzunehmen, dafür ist Vernetzung und Weiterbildung grundlegend.", beschreibt Maria 
Fischer von der I-BNG das Anliegen der Aktionen.

Die Arbeitsrechtsschulung im Veranstaltungsraum "Kosmotique" wird sich u.a. mit Urlaubs- 
und Trinkgeldzahlung, Arbeitszeiten, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall aber auch der 
speziellen Situation von Minijobber_innen und Solo-Selbstständigen befassen.

Der öffentliche Branchen-Lohnspiegel soll noch am selben Abend präsentiert werden und 
unter bng.libertaeres-netzwerk.org online gehen. "Wir wollen arbeitssuchenden Kolleg_innen 
eine Orientierungshilfe geben und gleichzeitig Kund_innen ermuntern in Lokalen 
einzukehren, die anständig entlohnen. Langfristig wollen wir es so auch für 
Arbeitgeber_innen attraktiv machen mehr Lohn zu zahlen." Die Veröffentlichung des Gehalts 
ist in jedem Fall völlig legal, trotzdem sind Kolleg_innen dies bezüglich oft 
eingeschüchtert. "Wir hoffen dies mit dem Beispiel unserer Kolleg_innen zu ändern.", so 
Maria Fischer weiter.

Die Kampagne "8,50 EUR, drunter geht's nicht!" richtet sich mit einer Reihe von 
Informations- und Werbematerialien sowohl an Kund_innen und Beschäftigte. Ziel der 
Kampagne ist es bis Sommer 2014 in möglichst vielen Dresdner Betrieben mit den 
Beschäftigten per einfachen Verhandlungen und Haustarifverhandlungen das Mindestlohnziel 
zu erreichen. Aktuell liegen die Löhne in der Branche meist zwischen 4 EUR und 7,50 EUR.

Die Ende Juli gegründete I-BNG Dresden ist aktuell in den ersten sechs Betrieben 
vertreten, in einigen sind bereits 100% der Arbeitnehmer_innen organisiert. Daneben hat 
die Initiative mit einem E-mailverteiler für Arbeiter_innen der Gastronomiebranche auch 
Vernetzungsmöglichkeiten für Nichtmitglieder geschaffen. In den letzten Wochen waren 
I-BNG-Mitglieder immer wieder in Dresdner Betrieben unterwegs um mit Kolleg_innen ins 
Gespräch zu kommen. Bundesweit und international ist sie Teil der 
Basisgewerkschaftsföderationen FAU und IAA.

Mehr Infos
	
libertaeres-netzwerk.org


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