(de) FDA/IFA - Gai Dào #29 - Krieg beginnt hier – Keine Beihilfe aus der Pfalz! -- Aktion vor den Toren des Mercedes-Benz-Werkes in Wörth

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Tue Jun 18 16:45:24 CEST 2013


von Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e.V. ---- Am 12. 
April 2013 fanden sich Aktivist*innen eines breiten Bündnisses von Friedens- und 
Menschenrechtsgruppen sowie Globalisierungskritiker*innen und Gewerkschafter*innen aus 
Karlsruhe, Mainz, der Pfalz, Wiesloch vor den Werkstoren in Wörth ein. In einer 
gemeinsamen Aktion wandten sie sich mit der Verteilung von Informationsmaterial und einem 
Infostand zunächst an die Beschäftigten des Mercedes-Benz-Werkes, um Forderungen nach 
Rüstungskonversion und Exportstopp von Rüstungsgütern nicht nur vor den Toren deutlich zu 
machen, sondern zusammen mit den Beschäftigten in das Werk hineinzutragen. ---- Einen 
Eindruck der Aktion und Reaktionen von Beschäftigten können Sie in einem kleinen 
Filmbeitrag gewinnen, im Quer-TV-Video (quertv.blogsport.de) zur Aktion „Stoppt die 
Rüstungsexporte des Mercedes-Benz-Werkes!“

Das Mercedes-Benz-Werk in Wörth ist mit seinen ca. 12.000 Beschäf-
tigten der größte Arbeitgeber in der Region und der weltweit größte
Hersteller von LKWs. Regionale Medien beschreiben das Werk als
einen Fels in der Brandung in wirtschaftlichen Krisenzeiten. Sie spre-
chen von Arbeitsplätzen, geschaffener Infrastruktur und den ethi-
schen Grundsätzen eines Konzerns, der sich seiner regionalen und
internationalen Verantwortung bewusst ist.

Verschwiegen wird dabei, dass die Produktion des Werkes die Pfalz
zu einem Rüstungsstandort macht – denn die Produktion in Wörth
umfasst neben der zivilen Produktion zu einem kleineren Teil auch
die Produktion von Militär-LKWs, die fernab der öffentlichen Wahr-
nehmung, hinter verschlossenen Türen stattfindet.

Deshalb lautet auch eine Forderung des regionalen Bündnisses zu-
sammen mit den kritischen Aktionären Daimler, die mit ihren Ge-
genanträgen Licht ins Dunkel bringen wollen, dass der Konzern die
Zahlen der militärischen Produktion in Wörth offen legen soll. Es
ist ein Skandal, dass genaue Daten darüber, welche Militärfahrzeu-
ge, in welchem Umfang produziert werden und Informationen über
Rüstungsgeschäfte und Geschäftpartner bzw. Empfängerländer ver-
schleiert werden.

Recherchen haben dennoch ergeben, dass die Fahrzeuge des Merce-
des-Benz-Werkes in Wörth, mit der Genehmigung der entsprechen-
den staatlichen Institutionen, auch an Länder wie Libyen, Ägypten,
Saudi-Arabien etc. geliefert hat und der Konzern keine Scheu kennt,
dies auch in Zukunft zu tun. Die militärischen Fahrzeuge aus Wörth,
bzw. die dortige Komponentenproduktion, die der Fertigung von sol-
chen Fahrzeugen dient, kommen weltweit an allen (Bürger-)Kriegs-
fronten zum Einsatz, dienen der Aufstandsbekämpfung, ermöglichen
Kriegsführung, indem sie Panzer und anderes Kriegsmaterial und
Soldaten an die Fronten bringen. Ein Rüstungsproduktionsstopp in
der Pfalz hätte globale Auswirkungen und würde die Systematik von
Kriegen logistisch und strukturell empfindlich stören.

Deshalb fordern sie zusammen mit uns:

• Stopp der Rüstungsproduktion im Mercedes-Benz-Werk und Rüstungskonversion, die auch 
Arbeitsplätze sichert

• Stopp von Exporten militärischer Fahrzeuge

Gerne können Sie uns in unserer Bündnisarbeit unterstützen.

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Kontakt

Aktionsbündnis Krieg beginnt hier – keine Beihilfe
aus der Pfalz, c/o Bettina Seckler

Mail:
dfg-vk-mittelpfalz at gmx.de


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