(de) Aufruf der FAU Berlin --- Schluss mit Outsourcing bei der grünen Heinrich-Böll-Stiftung! (ca, en, fr)

a-infos-de at ainfos.ca a-infos-de at ainfos.ca
Fri Aug 23 22:18:54 CEST 2013


Für die Wiedereinstellung aller KollegInnen! -- Die deutsche Heinrich-Böll-Stiftung steht 
politisch der grünen Partei nahe, doch im Widerspruch zu den öffentlichen Forderungen der 
grünen Partei setzt die Heinrich-Böll-Stiftung seit Jahren auf Outsourcing und Leiharbeit. 
Die betroffenen Beschäftigten bekommen so weniger Geld, als ihnen bei einer direkten 
Beschäftigung zustünde und die Belegschaft wird gespalten. Nachdem sich KollegInnen 
gewerkschaftlich organisiert haben, wurden sie rausgeworfen. Wir rufen auf zu einer 
internationalen Aktionswoche gegen Outsourcing und Gewerkschaftsfeindlichkeit in der 
grünen Heinrich-Böll-Stiftung. ---- Seit einigen Jahren ist in Deutschland Outsourcing und 
besonders Leiharbeit ein beliebtes Mittel, Druck auf die Beschäftigten auszuüben, 
ArbeitnehmerInnenrechte zu umgehen und Löhne und Gehälter zu drücken.

Öffentlich kritisieren die grüne Partei und die Heinrich-Böll-Stiftung die fortschreitende 
Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen und fordern im aktuellen Wahlkampf einen 
Mindestlohn von 8,50 EUR pro Stunde. Trotzdem profitiert die Heinrich-Böll-Stiftung seit 
Jahren, indem sie Reinigung, Catering und Konferenzmanagement outsourct und damit prekäre 
Beschäftigung fördert - einige Betroffene verdienen nicht einmal den geforderten Mindestlohn.

Nachdem sich KollegInnen in der FAU Berlin organisiert und seit Mai öffentlich auf diesen 
Skandal hingewiesen haben, sind sie seit August nicht mehr in der Heinrich-Böll-Stiftung 
beschäftigt, da eine andere Outsourcing-Firma beauftragt wurde. So ein Rauswurf wäre in 
Deutschland normalerweise nicht möglich, dank Outsourcing ist das für die 
Heinrich-Böll-Stiftung aber kein Problem: Wer sich wehrt kann ganz einfach ausgewechselt 
werden. Wir bewerten das Verhalten der Heinrich-Böll-Stiftung als offen 
gewerkschaftsfeindlich und fordern die Wiedereinstellung der KollegInnen mit festen 
Verträgen zum geltenden Tariflohn.

Wir rufen auf zu einer internationalen Aktionswoche vom 1.9. bis 8.9., die 
Heinrich-Böll-Stiftung hat Auslandsbüros in vielen Städten, unter anderem in Brüssel, 
Prag, Warschau, Zagreb, Sarajevo, Belgrad, Kiew und Moskau (siehe auch Karte). Fordert die 
Geschäftsführung der Heinrich-Böll-Stiftung auf, alle KollegInnen wieder einzustellen! Am 
5.9. wird die Klage eines Kollegen auf Festanstellung vor dem Arbeitsgericht Berlin 
verhandelt, hier muss die Heinrich-Böll-Stiftung von der Outsourcing-Politik abrücken und 
den Kollegen nach Tarif einstellen!


More information about the A-infos-de mailing list