(de) Aufruf der CNT zum Generalstreik am 29. März by Confederación Nacional del Trabajo (ca)

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Wed Mar 14 15:07:12 CET 2012


Gegen Arbeitsreform, Kürzungen und Angriffe auf die ArbeiterInnenklasse. -- Das 
konföderale Komitee der CNT-IAA hat dem Aufruf zu einem 24-stündigen Generalstreik am 29. 
März zugestimmt. Damit weitet sie die bestehenden Aufrufe aus Galicien und dem Baskenland 
aus. Der Aufruf wird innerhalb der nächsten Tage formal erstellt. ---- Die CNT-IAA lehnt 
sämtliche Verhandlungen über Rechte, die in den Klassenkämpfen der letzten Jahre gewonnen 
wurden, ab. Der jetzige Streik hat die sofortige Rücknahme der von der Regierung 
beschlossenen Arbeitsreform zum Ziel. Die Arbeitsreform ist ein frontaler Angriff auf die 
Rechte und Lebensverhältnisse der arbeitenden Klasse und eine kontinuierliche Fortsetzung 
der Arbeitsreform aus dem Jahr 2010, der Senkung von Löhnen in der öffentlichen 
Verwaltung, der Rentenkürzungen und des Abbaus öffentlicher Dienste.

Die CNT-IAA fordert ein Ende einer ökonomischen Politik, deren Ziel es ist, die von Banken 
und Arbeitgebern verursachten Schulden auf die ArbeiterInnen abzuwälzen. Diese Politik 
führte bereits zu einer nicht hinnehmbaren und stetig ansteigenden hohen Zahl von 
Arbeitslosen, zu Verelendung und zu einer Verschlechterung der Lebensverhältnisse der 
arbeitenden Klasse. Der Streik richtet sich ebenso gegen die Kürzungen, die am Tag nach 
dem Generalstreik, am 30. März, von der Regierung verabschiedet werden sollen. Die 
vorgesehenen Kürzungen stellen einen brutalen Angriff auf öffentliche Dienste und soziale 
Rechte dar.

Die CNT-IAA lehnt den Beschäftigungspakt und die zwischen den Gewerkschaften CCOO, UGT und 
dem Arbeitgeberverband CEOE ausgehandelten Tarifverträge von vergangenen Februar. ab. Sie 
lehnt außerdem die von diesen Gewerkschaften vorgeschlagenen Änderungen der Arbeitsreform 
ab. Diese Änderungsvorschläge stellen keine Alternative dar, da sie im Geist der Reform 
entstanden sind und der Logik von Arbeitgebern und Regierung folgen, mit dem Ziel, die 
arbeitende Klasse in eine Position der Schwäche zu drängen. Es ist diese Logik, welche die 
Gewerkschaften nach dem vergangenen Generalstreik 29S dazu veranlasste, die Erhöhung des 
Renteneintrittsalter auf 67 zu akzeptieren.

Der Generalstreik am 29. März ist für die CNT-IAA nur der Beginn einer verstärkten und 
nachhaltigen Mobilisierung, welche die ganze arbeitende Klasse und diejenigen ansprechen 
soll, welche von der kapitalistischen Krise am stärksten betroffen sind. Der Streik soll 
den anhaltenden Aggressionen gegen unsere Rechte Einhalt gebieten und das Fundament für 
eine Wiederherstellung und Rückeroberung sozialer Rechte bieten, mit der eine tiefgründige 
soziale Transformation eingeleitet werden soll.

All diese Gründe haben die CNT-IAA zu dem aktuellen Aufruf bewogen. Die CNT-IAA möchte 
damit all jene ansprechen, die bereit sind sich gegen die Angriffe zur Wehr zu setzen. 
Gemeinsam mit denjenigen Organisationen, die den Beschäftigungspakt und das Modell der 
Sozialpartnerschaft ablehnen, soll dieser Der Gegenangriff soll mit dem gleichen Grad an 
Härte ausgeführt werden, mit der die Angriffe auf die ArbeiterInnenklasse augenblicklich 
durchgeführt werden.

Die offensive Verweigerung der CNT-IAA gegenüber der Politik der bürokratischen 
Gewerkschaften CCOO und UGT, dient der Stärkung eines anderen gewerkschaftlichen Modells, 
das auf direkter Aktion, Autonomie und gegenseitiger Hilfe beruht.
Angesichts der Stärke der Angriffe, die wir momentan erleiden, wird die Einigkeit der 
ArbeiterInnen unerlässlich sein. Die Einheit der ArbeiterInnen wird sich durch 
Versammlungen an Arbeitsstätten und in Nachbarschaften, bei Demonstrationen und 
Protestposten manifestieren und richtet sich gegen die Verantwortlichen und Profiteure der 
augenblicklichen Situation: die Arbeitgeber, die Banken und die Regierung. Wir werden eine 
Barriere gegen den Ausverkauf unserer Rechte errichten.

Es ist höchste Zeit für alle ArbeiterInnen, ob beschäftigt oder unbeschäftigt, 
RentnerInnen, illegal Beschäftige, StudentInnen und prekär Beschäftige aufzustehen und zu 
sagen: es reicht!

Lasst uns unsere Stärke und unsere Forderungen auf die Straße tragen. Am 29. März: auf die 
Straße, auf zum Streik!
Permanentes Sekretariat des konföderalen Komitees der CNT


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