(de) Wochenendseminar "Armut: global-lokal-Widerstand"

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Tue May 4 16:09:42 CEST 2010


Wochenendseminar "Armut: global-lokal-Widerstand" ---- Veranstalter:
Teilhabe e.V. , Kontakt: anne.snk44 at yahoo.de ---- Unterstützt von der
Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt und vom Netzwerk Selbsthilfe

Erstes Seminar: Überlebenskampf global
7./8.5.2010 im Mehringhof, Gneisenaustr.2a (U-Bhf. Mehringdamm)

Freitag, den 7.5. um 19 Uhr
Die Globale Armut- Vortrag von Anne Seeck
In diesem Vortrag werden die Zerstörung der Landwirtschaft, die
dadurch entstehende Verslumung, die große Bedeutung der Informellen
Ökonomie, die Bevölkerungsexplosion und weitere Probleme wie Aids und
das Fehlen sanitärer Einrichtungen beleuchtet.
.
Input Wolfgang Ratzel: "Global denken und lokal überleben und
Widerstand leisten"
Der Input wendet sich einerseits gegen die lokale Borniertheit
insbesondere (aber nicht nur) von Erwerbsloseninitiativen;
andererseits aber auch gegen einen abstrakten, romantisierenden und
moralisierenden Internationalismus, der die besonderen
Existenzbedingungen der globalen und lokalen Armutsbevölkerungen
geflissentlich übersieht oder gegeneinander ausspielt.

Samstag, d. 8.5. - Verantwortlich: Wolfgang Ratzel:
Ich werde versuchen, bezogen auf die USA, Lateinamerika, Afrika und
Asien vier konkrete Überlebens- und Widerstandsszenarios vorzustellen.
Optimal wäre, wenn es gelänge, einen kompletten Tagesablauf zu dokumentieren:
Herr oder Frau oder Kind oder Jugendlicher oder Alter X in der Favela
Y oder Slum Z steht morgens auf und dann passiert das und das.
Wer solche Abläufe sieht und hört, kann diese Szenarien immer schon
mit seinen eigenen Tagesabläufen vergleichen.
11:30 - 13 Uhr Zum Beispiel Amerika
- am Beispiel eines Hustlers (das ist eine multiflexibler
regulär-irregulärer Überlebensfigur im Ghetto von Chicago) und
- am Beispiel eines typischen Bewohners einer lateinamerikanischen Favela
14-15.30 Uhr Zum Beispiel Afrika
- am Beispiel einer an AIDS erkrankten Frau und einem AIDS-erkrankten
Mann - unter Einbeziehung der Folgen für die Großfamilie und die
Kinder.
16-17.30 Uhr Zum Beispiel Asien
- am Beispiel eines Slumbewohners bzw. einer Slumbewohnerin in Indien und eines
- Wanderarbeiters bzw. Wanderarbeiterin in China
18-19 Uhr Abschlussdiskussion
Die Diskussion thematisiert über die globalen Zustände hinaus vor
allem auch den "seriösen" Vergleich zwischen den eigenen und "fremden"
Überlebens- und Widerstandsbedingungen.

Das Seminar wird fortgesetzt am 4./5.6.2010 (Thema: Überlebensformen
lokal") und 11./13. Juni (Thema:
Widerstandsformen-Erwerbslosenvernetzung)


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