(de) Einladung zum Anarchistischen Café am 31.01.2010 um 19 Uhr in der LC 36

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Mon Jan 18 18:40:52 CET 2010


Anarcha-Feminismus: Ein Ansatz der noch ausgearbeitet werden muss ---- 
Der Vortrag spannt einen Bogen von den Anfängen der anarchistischen und 
feministischen Bewegung über die Anarcha-FeministInnen der Mujeres 
Libres, dem Syndikalistischen Frauenbund, den Anarcha-Femistinnen der 
1970 Jahre bis hin zu den neusten Erscheinungen der anarchistische und 
feministischen Bewegungen. Dabei verknüpfen sie Biographien mit 
Bewegungsgeschichte und Theorie. So entsteht ein lebendiges Bild einer 
zu Unrecht von der Geschichtsschreibung marginaliserten Bewegung, die 
darüber hinaus sowohl von eingefleischten Feministinnen als auch von 
AnarchistInnen nur all zu oft ebenso zu Unrecht ignoriert wurde.

Die beiden jungen Anarchistinnen(1) nehmen uns mit auf eine Reise durch
Zeit, Raum und Theorie. Wenn sie selbst auch lieber fragend
voranschreiten, als all zu leichtfertig Antworten in die Welt zu
entlassen, so gewähren sie uns doch einen profunden Einblick in eine
Bewegung, die mehr als eine Wurzel hat. Diejenigen die weder etwas über
die anarchistische noch die feministische Bewegung wissen, werden die
Veranstaltung reichhaltig und fundiert informiert verlassen.
Aktivistinnen beider Bewegungen, werden über die jeweils andere Bewegung
neues erfahren und ggf. das eine oder andere Vorurteil verlieren lernen.
Obwohl der Anarchismus die “Ablehnung jeder Herrschaft des Menschen über
den Menschen” und die “Ablehnung jeder Ausbeutung des Menschen durch den
Menschen” postuliert, haben sich Frauen von Beginn der anarchistischen
Bewegung bis heute dazu gezwungen gesehen ihren eigenen “feministischen”
Standpunkte innerhalb der anarchistischen Bewegung explizit zu
vertreten. Dabei haben sie sich immer, mehr oder weniger stark, von
bürgerlichen und (Partei-)Kommunistischen Feministinnen distanzieren
müssen. Oft wendeten sie viel Energie auf, um ihre Positionen in
gemischgeschlechtlichen Organisationen zu entwickeln und zu vertreten.
Aber es gibt auch zahlreiche Beispiel für eine autonome Organisierung
der Anarchistinnen. Andererseits haben auch immer wieder Frauen in der
feministischen Bewegung anarchistische Ideen und Prinzipien übernommen
und sich früher oder später von auftauchenden reaktionären Strömungen im
Feminismus distanziert. So treffen sich immer wieder Anarchistinnen und
Feminsitinnen, ohne jedoch bisher eine geschlossene
 > >Anarcha-Feminisistische Theorie< abgeliefert zu haben.
Dies ist auch sicher nicht im Interesse der Autorinnen der gleichnamigen
Broschüre der Arbeitsgruppe Anarchafeminismus der libertären Aktion
Winterthur. Vielmehr geht es ihnen darum mit AnarchistInnen und
Feministinnen (und vielleicht sogar auch mit antipatriachalen
Männergruppen?) in eine Diskussion darüber zu kommen, wie beide Ansätze
heute miteinander verknüpft werden können. Dabei geht es neben der
Theorie auch um praktische Konsequentzen für eine anarcha-feministische
Bewegung. Beim Anarcha-Feminismus handelt es sich, so jedenfalls die
These der Referentinnen, trotz einer langen Geschichte und einer
eindrucksvollen Ahnenreihe aktuell noch immer um einen “Ansatz der noch
ausgearbeitet werden muss….”

Alle zusammen werden wir uns nach dem Vortrag mit den beiden
Referentinnen über Stärken und Schwächen, sowie Potentiale und mögliche
Synergieeffekte die aus einer Verschmelzung von anarchistischer und
feministischer Theorie und Praxis (!) entstehen können, unterhalten.
Vielleicht fangen wir ja auch schon direkt damit an?!


(1) Oxana Jakowa und Juanita Martinez, sind zwei von der
Wirtschaftskrise betroffene StudentInnen,
die ihre Freizeit gezwungenermassen mit solchen Aktivitäten verbringen
müssen. ; )

Los geht der Vortrag gegen 19 Uhr in der LC 36 am Hans-Böckler-Platz, ab
18 Uhr gibt es lecker veganen Kuchen und Kaffe und Kaltgetränke!

Eintritt kostet das ganze wie immer nicht, allersdings freuen wir uns
sehr über Spenden zur Finanzierung der VA, da die beiden doch einen
weiten Weg zurück legen.

a_cafe_k-A-riseup.net


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