(de) Fauchthunrundmail 21.3.09
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Mon Mar 23 19:56:27 CET 2009
1.Generalstreik in Frankreich -Grosse Demoblock der CNT ----
2.Solidarität mit den AllpackstreikaktivistInnen Demo 26.3.09 ----
3.NO Nato am 3/4 april ---- 4.Demo "Wir zahlen nicht für eure Krise"
---- 5.Bucherscheinung über der Anarcho-Syndikalistischen Jugend BRD
---- 6.Zu Tibet Sturz vom Thron ---- 7.Ermordung von der Aktivistin
Katerina Goulioni ---- 1.19 März - Generalstreik in Frankreich ----
Generalstreik mit Rekordbeteiligung von rund 3 Millionen Menschen Am
letzten Donnerstag gab es - im Rahmen des Genralstreiks gegen die
"Krisenbewältigungpolitik" von Präsident Nicolas Sarkozy -
emonstrationen in mindestens 213 französischen Städten. Hier einige
Impressionen von der Demonstration der CNT-F in Paris. ---- Video der
CNT auf www.fau.org
2.Solidarität mit den AllpackstreikaktivistInnen Demo 26.3.09
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Ende diesem Monats haben über 20 AktivistInnen die Gerichtsverhandlung
wegen Nötigung, Landfriedensbruch etc. im Zusammenhang mit dem
Allpack-Streik vom November 2003 (siehe Anhang). Der Prozess findet am
25.-27. März 2009 im Gerichtsgebäude in Liestal statt.
Wir rufen euch auf die Angeklagten zu unterstützen und gemeinsam für das
Streikrecht zu kämpfen. Kommt alle am Mittwoch 25.3. und Donnerstag
26.3. um 07.30 Uhr vor das Gerichtsgebäude, Bahnhofplatz 16 in Liestal.
DEMO/KUNDGEBUNG:
Donnerstag 26.3. - Besammlung 17.30 Uhr - Start 18 Uhr
Bahnhofplatz in Liestal
Kommt zahlreich!
Solidaritätskomitee Basel + Zürich
3.NO NATO!
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Alle an die Proteste gegen den NATO-Gipfel in Strasbourg! Tickets
jetzt bestellen!
Am 3. und 4. April 2009 treffen sich in Baden-Baden und Strasbourg die
Regierenden der NATO-Staaten. Sie wollen den Geburtstag jener
Organisation feiern,
der sie die militärische Absicherung ihrer wirtschaftlichen und
politischen Macht verdanken. Und sie planen dort die Zukunft der NATO,
damit diese noch schlagkräftiger weltweit ihre Interessen kriegerisch
durchsetzen kann. Gegen die NATO als Institution und gegen ihre
Politik wollen wir protestieren. Ab Mittwoch 1. April finden in
Strasbourg Protestaktionen statt. Informationen findet ihr auf:
http://www.dazwischengehen.org/ und
http://natogipfel2009.blogsport.de/
Damit auch die Schweiz an den Protesten vertreten ist, organisieren
wir eine gemeinsame Anreise. Da am Mittwoch die Proteste losgehen und
das Camp in Strasbourg eröffnet wird, ist eine Hinfahrt mit einem
ersten Car am Mittwoch morgen möglich. Für alle, die an der grossen
Demo und anderen Aktivitäten am Samstag teilnehmen wollen, gibt es die
Möglichkeit erst am Freitag loszufahren. Beide Cars werden in
Strasbourg beim Camp (Strasbourg-Neuhof) ankommen, wo wir auch
übernachten können. Wir verkaufen Tickets so lange es Plätze hat, also
bestellt lieber früher als später.
HINFAHRT
Mittwoch, 1. April
10h ab Bern: Schützenmatte bei der Reitschule
12h ab Basel: Ecke St. Jakobsstrasse / Brüglingerstrasse /
Gellertstrasse (Beim Stadion, Tramhaltestelle ?St. Jakob?)
Freitag, 3. April
17h ab Bern: Schützenmatte bei der Reitschule
19h ab Basel: Ecke St. Jakobsstrasse / Brüglingerstrasse /
Gellertstrasse (Beim Stadion, Tramhaltestelle ?St. Jakob?)
RÜCKFAHRT
Sonntag, 5. April
14h beim Camp in Strasbourg-Neuhof. Falls es aus irgendeinem Grund
nicht möglich sein sollte, beim Camp loszufahren, gibt es unter
folgender Nummer Auskunft: 0041 61 321 34 35
Kosten hin und zurück: 60 Franken pro Person. Das ist der
Selbstkostenpreis, falls wir alle Plätze füllen können. Wir wollen
allen ermöglichen gegen den NATO-Gipfel zu protestieren, unabhängig
von ihrer finanziellen Situation. Damit das möglich ist, sind wir
jedoch darauf angewiesen, dass diejenigen, die es sich leisten können
etwas mehr als 60 Fr. bezahlen, so dass Leute mit weniger Geld auch
weniger bezahlen können.
TICKETS bestellen bei bern at gsoa.ch
4.Aufruf - von FAU Frankfurt/Main
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«Wir zahlen nicht für eure Krise» ? Demo in Frankfurt/Main am 28.3.2009
Am 28. März werden in Frankfurt/Main und Berlin zeitgleich zwei
Demonstrationen unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise - Für
eine solidarische Gesellschaft" stattfinden. Ortsgruppen und Syndikate
der FAU rufen zur Teilnahme an der Demonstration in Frankfurt/Main
auf. Zusammen mit anderen haben wir dort einen sozialrevolutionären
Block organisiert, dessen Treffpunkt um 12.00 Uhr in Bockenheim an der
Senckenberganlage / Beethoven-Platz sein wird. Hier findet eine eigene
Auftaktkundgebung statt. Für den Block gibt es einen eigenen Aufruf,
als Alternative zum offiziellen Aufruftext und zu den Rednern, die
sich ausschließlich aus den Reihen von Gruppen und Organisationen
rekrutieren, die keine grundlegende Kritik am kapitalistischen
Normalzustand üben. Wir rufen alle LeserInnen dazu auf, in euren
Städten zum sozialrevolutionären Block zu mobilisieren, wir sehen uns
in Frankfurt/Main.
5.Bucherscheinung über der Anarcho-Syndikalistischen Jugend BRD
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Hallo
Soeben ist ein neues spannendes Buch erschienen:
Martin Veith
Eine Revolution für die Anarchie
Zur Geschichte Der Anarcho-Syndikalistischen Jugend (ASJ) im Großraum
Stuttgart 1990 – 1993
& Helge Döhring
Aus den Trümmern empor
Anarcho-Syndikalismus in Württemberg 1933 - 1956
gruss (FAU-Bremen)
6. Zu Tibet Sturz vom Thron
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Sturz vom Thron
Agenturmeldungen zufolge beteiligten sich am Dienstag »mehrere tausend
Menschen« (AP) an Demonstrationen in Nepal, Indien, Südkorea und
Australien; der Dalai Lama hielt eine Ansprache; und Hollywood-Größe
Richard Gere wünschte China einen »tibetischen Präsidenten«: Mit
großem Brimborium und begleitet von geschichtsklitterndem
Diskantgebläse der bürgerlichen Medien begeht die internationale
Tibet-Unterstützerszene den 50. Jahrestag des Lhasaer
»Volksaufstandes« vom 11. März 1959. In dessen Verlauf verließ damals
der knapp 24jährige Dalai Lama seinen »Löwenthron« und kehrte seither
nicht mehr auf diesen zurück.
Tatsächlich zogen sich die seinerzeitigen Ausschreitungen ab dem 8.
März über fast drei Wochen hin. Der 11. März wird in der verklärenden
Rückschau der heutigen Pro-Tibet-Aktivisten eigens herausgehoben, da
an diesem Tag die Drahtzieher des »Aufstandes«, eine relativ kleine
Clique aus Hauptstadtadel und hohem Klerus, in einer sogenannten
Adhoc-Resolution die chinesische Oberhoheit ab sofort für beendet
erklärt hatten. In der Tat handelte es sich nicht um einen
»Massenaufstand«, am wenigsten des »tibetischen Volkes«, wie immer
behauptet wird, vielmehr kamen am Abend des 8. März mehrere tausend
aufgebrachte Menschen vor dem Sommerpalast des Dalai Lama etwas
außerhalb Lhasas zusammen: mehrheitlich Mönche der örtlichen
Großklöster Drepung, Sera und Ganden, aber auch bewaffnete
Untergrundkämpfer und sonstige Anhänger der »alten Ordnung«.
Es war ihnen vorgegaukelt worden, die Chinesen beabsichtigten, den
Dalai Lama, der sich in seinem Sommerpalast von Norbulingka aufhielt,
zu ermorden. In der Stadt selbst wurden Barrikaden errichtet,
chinesische Garnisonseinrichtungen wurden angegriffen. Ein hoher
tibetischer Beamter, den die Menge der Kollaboration mit den Chinesen
verdächtigte, wurde gelyncht, seine Leiche schleifte man durch die
Straßen. Obwohl die Lage zusehends eskalierte, konnte das chinesische
Militär erst mit einwöchiger Verzögerung eingreifen: Die Truppenstärke
in Lhasa reichte nicht aus, gegen die Wütenden vorzugehen, es mußte
erst Verstärkung zusammengezogen werden. Nach heftigen Straßenkämpfen
war der »Volksaufstand« am 28. März beendet.
Hintergrund der »Revolte« war die Sorge der feudalklerikalen Eliten
Lhasas um ihre Privilegien gewesen, die sie durch die fortschreitende
Bodenreform mit Enteignung und Umverteilung des Landes an bislang
recht- und besitzlose Bauern und Leibeigene bedroht sahen: Bis Anfang
1959 waren die Grundbesitz- und Herrschaftsverhältnisse im weit
südlich gelegenen Lhasa-Tal, in dem die Mehrheit der tibetischen
Ausbeuterklasse aus Adel und hohem Klerus ansässig war, weitgehend
unangetastet geblieben. Insofern hatte es in Lhasa keine Notwendigkeit
gegeben, sich gegen die Chinesen, deren Garnison bereits seit mehr als
acht Jahren in der Stadt stand und von deren infrastrukturellen
Verbesserungen man nur profitierte, zu empören.
Der Dalai Lama war in dieser Zeit gar zum stellvertretenden
Vorsitzenden des Volksdeputiertenkongresses aufgestiegen. Später
behauptete er, der Aufruhr vom März 1959 sei von den Chinesen selbst
herbeigeführt worden: Unter Anwendung einer »altbekannten
kommunistischen Technik« hätten sie die Tibeter »in gewaltsame
Aktionen hineingenötigt«, um so einen günstigen Vorwand zu haben,
ihrerseits gewaltsam zuzuschlagen und ihn ins Exil zu treiben.
Da das Ende seiner Herrschaft absehbar war, hatte der Dalai Lama schon
Mitte der 1950er große Teile des Staatsschatzes außer Landes schaffen
lassen. Die zunächst an die Grenze von Sikkim und später nach Indien
verbrachten Kisten mit Goldstaub und Silberbarren aus den
Schatzkammern des Potala entsprachen einer Kaufkraft von etwa 55
Millionen US-Dollar: ein für die damalige Zeit irrwitziges Vermögen,
herausgepreßt aus einem der mit Abstand ärmsten Länder der Welt.
Die »Flucht« des Dalai Lama ins indische Exil war von langer Hand
vorbereitet und von eigens eingeschleusten CIA-Agenten organisiert
worden. Das US State Department übernahm auch die weiteren Kosten:
Schon seit Mitte der 1950er wurde mit Hilfe der CIA und organisiert
von zwei Brüdern des Dalai Lama ein großangelegter Untergrundkampf
gegen die Chinesen geführt. Nachdem der »Gottkönig« die Verbindung zur
CIA jahrzehntelang abgestritten hatte, mußte er Ende der 1990er
zugeben, gelogen zu haben. Der CIA-finanzierte Untergrundterror ging
bis Mitte der 1970er weiter, bis die USA in der Ära Nixon/Kissinger
ihr Handelsinteresse an China entdeckten und ihr Engagement
einstellten. Ab Anfang der 1980er übernahm eine andere US-Organisation
die Finanzierung der antichinesischen Aktivitäten des Dalai Lama: das
sogenannte National Endowment for Democracy, von dem er und seine
weltweiten Unterstützergruppen jedes Jahr Millionenbeträge
einstreichen.
Auch die Volksrepublik China erinnert an die Ereignisse vom März 1959.
Zum 50. Jahrestag der Niederschlagung des feudalklerikalen Aufstandes
wurde der 28. März zum »Gedenktag der Befreiung der Leibeigenen in
Tibet« ausgerufen.
Colin Goldner / Junge Welt vom 11.3.09
7.Ermordung von der Aktivistin Katerina Goulioni
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Originalmeldung von occupiedlondon.org/blog/:
14:05 Gefangene Katerina Goulioni stirbt in Polizeihaft unter
mysteriösen Umständen; neues Gesetz der Regierung gegen Vermummung
Mittwoch, 18. März, 2009
Gemäß den Berichten verschiedener Nachrichtenseiten starb heute Morgen
die Gefangene und streitbare Gefangenen Aktivistin Katerina Goulioni
in polizeilicher Haft
Aktualisierung, 15:48 Aktuelle Kommentare auf Indymedia Athen
offenbaren, dass sich Katerina zusammen mit dem faschistischen
Gefangen ?Periandros? auf dem selben Boot nach Kreta befand.
Periandros attackierte den anarchistischen Gefangenen Yannis
Dimitrakis außerhalb des Bootes (Yannis befindet sich im Krankenhaus,
aber in einem guten gesundheitlichen Zustand), nur um dann später von
anderen Mitgefangenen in seiner eigenen Zelle angegriffen zu werden.
Katerina, die im Gefängnis von Thiva auf dem Festland Griechenlands
gefangen gehalten wurde, befand sich auf dem Transport nach Kreta. Im
Boot von Piräus nach Kreta zwang die Wachmannschaft sie, alleine zu
sitzen, 15 Sitze hinter den anderen Gefangenen, mit den Händen auf den
Rücken gefesselt. Heute um 6 Uhr dieses Morgens, wurde Katerina tot
aufgefunden; nach den Bezeugungen anderer Mithäftlinge, wurde ihr
stark ins Gesicht geschlagen.
Der Gerichtsmediziner lehnte es ab, jegliche Information vor dem
offiziellen Bericht herauszugeben, der nicht vor der nächsten Woche
erwartet wird. Gefangene im Gefängnis von Thiva haben bereits die
Nahrungsaufnahme verweigert.
Katerina war eine der meist aktivsten Gefangenen, in der Verteidigung
der Rechte für Gefangene und wurde oft in Isolation gegeben.
(Das ist eine Eilmeldung, mehr wird hoffentlich folgen)
Währenddessen hat der Justizminister der konservativen Regierung ein
neues Gesetz bekannt gemacht, die Antwort auf die oft wiederholte
Anfrage der rechtsextremen Parlamentspartei LAOS (Laikós Orthódoxos
Synagermós - ?Orthodoxe Volkszusammenkunft?). Nach dem neuen Gesetz
werden diejenigen, welche verhaftet und einer Straftat beschuldigt
wurden, während sie ihre Identität dabei verbargen, härtere Strafen,
zwischen 2 und 10 Jahren mehr, erwarten. Dies ist kein Verbot der
Vermummung, nach deutscher Art (welches ebenso von der LAOS
vorgeschlagen wurde) und ist faktisch nicht überzeugend.
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