(de) Anarchokommunistischer Aufruf gegen den NATO-Gipfel

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Mon Mar 23 19:55:36 CET 2009


Im Kontext der globalen Wirtschaftskrise und dem Schwinden der
natürlichen und Energieressourcen werden die Beziehungen zwischen den
Grossmächten hinsichtlich der Kontrolle über den Planeten
angespannter. Um ihre aggressive und imperialistische Politik
(Afghanistan, Irak, Georgien, Ukraine usw.) durchzusetzen, verstärken
die westlichen Länder die NATO in ihrer Rolle als
Herrschaftsinstrument. Als Verteidigerin der Freiheit, des Friedens
und der Demokratie posierend, wird die NATO mit dem jährlich
stattfindenden Gipfel am 3. und 4. April an der Deutsch-Französischen
Grenze (Strassburg und Baden-Baden) ihren 60. Geburtstag begehen.

1949 als Bündnis von Nordamerikanischen und Westeuropäischen Staaten
gegen die Sowjetunion gegründet, musste sich die North Atlantic Treaty
Organization (NATO) 1989 nach der Auflösung des Ostblockes neu
legitimieren. Nach Nicolas Sarkozy und Angela Merkel müsse sie sich
neu "über die rein militärischen Fragen hinaus mit Belangen wie der
internationalen Finanzsituation, der Energieversorgung und der
globalen Migration" beschäftigen (1). So wurde die NATO zu einem
Instrument der globalen Herrschaft des westlichen Kapitalismus.

Während ihre Truppen den Imperialismus in Afghanistan verkörpern
(analog zur Nordamerikanischen Koalition im Irak), erfährt die
Bevölkerung die doppelte Unterdrückung durch die ausländischen
Streitkräfte und durch die Marionettenregierungen, welche die
Ausbeutung der natürlichen Ressourcen durch die westlichen Multis
garantieren. Die Ziele der NATO sind den Interessen der Unterdrückten
und ihrer demokratischen Rechte entgegengesetzt. In besagten
unterworfenen Ländern verhindert die NATO jede Möglichkeit zur
Selbstorganisierung und zur demokratischen Kontrolle über die
Ressourcen.

Wir lehnen die Herrschaft der internationalen Institutionen wie der
NATO, der UNO, des Internationale Währungsfonds, der G8 oder der
Welthandelsorganisation ab, die dem Kapitalismus als Instrumente zur
verstärkten Ausbeutung der ArbeiterInnen und der Bevölkerung dienen.

Wir laden dazu ein, auf der ganzen Welt gegen die NATO zu protestieren
oder sich im und am selbstverwalteten Dorf* gegen den Gipfel zwischen
dem 1. und 5. April zu beteiligen. Es ist notwendig, sich gegen die
kriegerische Politik mit Kundgebungen, Aktionen, Treffen und Debatten
zur Wehr zu setzen.

Gegen den Kapitalismus, Kolonialismus und Autoritarismus!
Rückzug der NATO-Truppen aus jedem Land!
Solidarität mit den Unterdrückten!
Bewegungsfreiheit für alle!

*http://natogipfel2009.blogsport.de/

> http://anarkismo.net/article/12374


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