(de) FAU-IAA im Arbeitskampf im Kino Babylon, Berlin-Mitte

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Thu Jun 18 12:43:16 CEST 2009


KINO BABYLON: GESCHÄFTSLEITUNG SPERRT SICH GEGEN TARIFVERHANDLUNGEN
---- Die Neue Babylon Berlin GmbH lehnt Verhandlungen über einen
vorgelegten Haustarifvertrag ab und eskaliert so den Konflikt um
bessere Arbeitsbedingungen.

Bereits seit Monaten bemüht sich die Belegschaft des Traditionshauses am
Rosa-Luxemburg-Platz ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Berichte
über die prekären Verhältnisse gegen die sie sich wehren, gingen durch
die Berliner Presse und das internationale Fernsehen.

Obwohl das Filmtheater mit mehreren hundertausend Euro im Jahr vom
rot-roten Senat gefördert wird, blieben die Löhne auf einem Niveau, das
es den Beschäftigten kaum erlaubt, über den Hartz-IV Satz zu kommen, wie
Theaterleiter Jens Mikat auf einer Betriebsversammlung zugab.

Forderungen nach Verbesserungen der Arbeitsbedingungen seitens der
FAU-Betriebsgruppe wurden ignoriert, immer wieder sehen sich Mitarbeiter
gezwungen, ihre Rechte vor Gericht einzuklagen. Auch der Betriebsrat
mußte zur Durchsetzung seiner Rechte mehrmals einen Anwalt einschalten.

In diese Linie fügt sich die Ablehnung von Tarifverhandlungen über einen
Haustarifvertrag. Als Grund wird vorgeschoben, das Allgemeine Syndikat
der FAU sei nicht tariffähig.

Bisher wurde dies nie in Frage gestellt - sei es bei der letzten
Betriebsversammlung oder bei einem Gespräch zwischen Geschäftsleitung
und Gewerkschaftsvertretern, in dem es unter anderem auch um einen
möglichen Tarifvertrag ging. Tatsache ist auch, dass die FAU die bei
weitem mitgliederstärkste und einzig aktive Gewerkschaft im Betrieb ist
und in enger Absprache mit der Belegschaft den Haustarifvertrag
entworfen hat. Inhaltlich geht die Geschäftsleitung mit keinem Wort auf
die hierin enthaltenen Forderungen ein.

Im nun vorgelegten Vertrag geht es u.a. um Löhne auf einem würdigen
Niveau, Nacht- und Feiertagszuschläge, sofortige Umwandlung aller
befristeten Verträge in unbefristete, ordentliche Entlohnung von
PraktikantInnen. Kurzum: Das sofortige Ende prekärer Verhältnisse im
Babylon Mitte.

"Ein solches Vertragswerk setzt man durch, oder man lässt es. Wir sind
stärkste Gewerkschaft im Betrieb, gut aufgestellt und organisiert. Da
nützen auch keine Taktierereien. Wir werden den Haustarif mit allen
Mitteln durchsetzten und ich bin mir nicht sicher, ob der
Geschäftsleitung des Babylon Mitte wirklich bewusst ist, worauf sie sich
damit einlässt." so Lars Röhm, Sekretär des Allgemeinen Syndikates der
FAU Berlin.

WEITERE INFOS

http://prekba.blogsport.de
(Blog von Beschäftigten im Kino Babylon, Berlin-Mitte)

http://www.fau.org/berlin
(Website der FAU Berlin)


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