(de) [FAU Berlin] PM: Geschäftsführer des Babylon Mitte sorgt für erneuten Eklat im Babylon-Arbeitskampf

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Fri Jul 31 09:52:47 CEST 2009


Pressemitteilung der FAU Berlin 29.07.2009 ---- Geschäftsführer des 
Babylon Mitte sorgt für erneuten Eklat im Babylon-Arbeitskampf

Am Abend des 29.07. besuchten ca. 20 FAU-Gewerkschafter und Sympathisanten
die kostenlose Vorstellung des vom Italienischen Kulturinstitut
präsentierten Films Un giorno e un altro ancora. Um das Publikum auch im
Kino von dem Konflikt um die Arbeitsbedingungen des Lichspielhauses zu
informieren, trugen die Aktivisten demonstrativ T-Shirts mit Aufdrucken,
die ihre Solidarität mit der Belegschaft des Kinos zum Ausdruck brachten,
und wollten friedlich ihre Sitzplätze einnehmen, um den Film zu sehen.

Zu diesem Zeitpunkt machte sich Geschäftsführer Timothy Grossman -
unterstützt von Theaterleiter Jens Mikat - bereits eifrig daran, ihnen
bekannte Gewerkschaftsvertreter der FAU Berlin aus dem Saal zu verweisen.
Während die herausgeworfenen Gewerkschaftsvertreter noch über ihr
Zutrittsrecht zum Betrieb diskutierten, wurden die Türen geschlossen und
der Rest blieb sitzen.
Da Herrn Grossman die Debatte mit den Gewerkschaftsvertretern anscheinend
nicht genügte, entschloss er sich kurzerhand, die Verbliebenen polizeilich
aus dem Saal entfernen zu lassen. Obwohl die Aktivisten ohne Zögern der
Aufforderung der Polizei Folge leisteten, öffentlich erkärten, dass es
ihnen keinesfalls um die Störung der Veranstaltung ginge und ungeachtet
der Tatsache, dass die Veranstalter die Aktivisten explizit zum Bleiben
einluden, verteilte Grossman diffuse Hausverbote, erstattete Anzeigen
wegen Hausfriedenbruchs und ließ es sich nicht nehmen, dem Veranstalter
und empörten Zuschauern über den Mund zu fahren.

Nach der neuerlichen Entgleisung gegenüber einer Kundin des Freiluftkinos
Charlottenburg, die wegen Entgegennehmens eines Flugblattes der FAU von
Herrn Grossman angegangen wurde, scheint Grossman seine Tragbarkeit als
Geschäftsführer des öffentlich geförderten Babylon-Mitte weiter eingebüßt
zu haben.

"Dass Leute wegen des Tragens eines mit dem Arbeitskampf im Babylon
sympathisiernden T-Shirts aus dem Kino geworfen und wegen
Hausfriedensbruch angezeigt werden, ist ein Skandal. Noch viel skandalöser
ist dabei, dass das Tragen von T-Shirts mit offen rechtsextremen Symbolen
bei der Premiere eines Herta BSC-Fanfilms am Vortag anscheinend keine
Reaktionen bei der Geschäftsleitung hervorgerufen hat. Aber gut: die einen
zahlen halt und die anderen fordern bessere Bezahlung", so Lars Röhm,
Sekretär der FAU Berlin.

FAU Berlin

Weitere Infos:
www.fau.org/berlin
www.prekba.blogsport.de


Pressekontakt:
Lars Röhm
faub5[AT]fau.org
01577 8491072

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Straßburger Str.38 / 10405 Berlin

fon: +49 (0) 30 287 00804
fax: +49 (0) 30 287 008 13
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