(de) Nahbei Berlin: Sommeraktionstge: Bombodrom im August 2009

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Fri Jul 10 09:17:10 CEST 2009


Es ist wieder Feriensaison - für einen gelungenen Start in den
Aktivurlaub empfehle ich: (gerne auch zum weiterempfehlen) Bombodrom
auf der Kippe – kippen wir das Bombodrom ----Sommeraktionstage vom 13.
bis 17. August 2009

Das ehemalige sowjetische Bombodrom liegt auf 142 km2 Heide im Norden
Brandenburgs, an der Grenze zu Mecklenburg. Dort plant die deutsche
Luftwaffe seit mehr als 15 Jahren den größten kontinentalen Luftkrieg- und
Bombenübungsplatz in Europa. Die Eurofighter aus Rostock-Laage üben
schon seit Jahren den Trockenanflug. Aber auch die Sommeraktionstage finden
seit Jahren am und auf dem Platz statt und sind zunehmend erfolgreich. Im
Vorwahlkampf gibt es vage Versprechungen, die Planungen fallen zu
lassen. Aber auch gebrochene Versprechen solcher Art haben eine lange
Tradition!

Deswegen liegt einer unserer Schwerpunkte bei diesen Aktionstagen im
Üben für den Ernstfall: Die Bundeswehr und die NATO wollen Krieg üben,
wir üben den Widerstand dagegen. Bei der erfolgreichen Kampagne „Bomben
NEIN –
wir gehen REIN“ haben sich bisher über 2100 Menschen bereit erklärt, in
Gruppen auf
das Bombodromgelände zu gehen, um die Bombenabwürfe damit zu stoppen. Das
Militär plant auf dem Platz an 200 Tagen im Jahr zu üben. Um dagegen
langfristigen, effektiven Widerstand leisten zu können, wollen wir -
ähnlich wie die
antimilitaristischen Blokkaden im schottischen Faslane - ein Konzept
entwickeln, in dem 200 Gruppenje an einem Tag, öffentlich angekündigt, doch
unbemerkt, auf den Platz gehen und damit das Bomben verhindern.

Um zu zeigen, dass wir unseren Widerstand gegen Krieg und
Militarisierung und die Inbetriebnahme des Bombodromsernst meinen,
wollen wir, das „Aktions-bündnis Rosa Heide gegen Bombodrom und
Militarisierung“,
neben vielen Aktionen in und um das Gelände eben auch Aktionstrainings im
„Trockenen“ und auf dem Gelände selbst durchführen. Wenn die Bundeswehr
das Gelände wirklich einmal als Schießplatz in Betrieb nehmen sollte, dann
ist ziviler
Ungehorsamdie einzige Perspektive des Widerstands gegen das Bombodrom.

Dazu braucht es eine breite von vielen Gruppen getragene Aktionsbasis – und
eine Vorbereitung. Trainings und Erkundungen unter den heutigen relativ
ruhigen
Bedingungen geben uns die Sicherheit und Vertrautheit mit den
Gegebenheiten vor
Ort, um erfolgreich vorgehen zu können.

Anknüpfend an die guten Erfahrungen vom letzten Jahr möchten wir auch
dieses Mal zu Diskussionen über übergreifende Themeneinladen. Wir fanden
den Austausch in den vergangenen Jahren zwischen PazifistInnen, Autonomen,
AntimilitaristInnen, AnarchistInnen, queeren FeministInnen und vielen
verschiedenen Menschen aus der Region sehr spannend und perspektivisch
wegweisend.
Dabei wollen wir Erfahrungen vor Ort mit strategischen Fragestellungen
verknüpfen:

Wo bietet sich eine gemeinsame, bundesweite (europaweite)  koordinierte
Initiative an, die nicht den Events hinterher läuft, sondern eine
Handlungsoffensive gegenüber der bestehenden Militarisierung eröffnet?
Wie sieht Euer Fazit nach Strasbourg aus? Was kommt nach der Bundestagswahl
auf uns zu – wenn die Dämme von Kurzarbeit und ALG I brechen und die
Krisenbewältigung
der Konkurrenz aller gegen alle überlassen wird? Wo können wir die soziale
Frage mit der
antimilitaristischen Praxis zu verzahnen? Was bedeuten für uns die
Bestrebungen, dass
Polizei und Militär im Inneren eingesetzt werden sollen, um aufbrechende
soziale
Widersprüche mit Gewalt zu ersticken? Wo steht Ihr mit Eurem Projekt vor
Ort? Welche Schwierigkeiten gibt es dabei zu überwinden? Welche Früchte
trägt Euer
antimilitaristischer Widerstand? Welche Form der Unterstützung und
Vernetzung wären
für Euch hilfreich?

Zur Strategie
Es kommt also einiges zusammen in der bundesweiten Protest- und
Widerstandsszene. Wir wollen zusammen mit der Region zum endgültigen
Sargnagel für diesen Bombenabwurfplatz werden! Und wir wollen unsere
Vernetzung weiter
entwickeln. Deshalb dürft ihr Euch diese Sommeraktionstage gegen das
geplante Bombodrom auf
keinen Fall entgehen lassen.

Kultur auf dem Bombodrom:

Freitag Abend, 14.8.
* Paraneua- Ska aus Neuruppin
*YOK- pocketpunk an ukulele und quetsche
* Rolando Random & The Young Soul Rebels - Ska /
* Punk / Reggae aus Berlin

Samstag Abend, 15.8.
* Techno mit DJ Eule

Organisatorisches: Was ist mitzubringen?

Campingausrüstung, gutes Schuhwerk, kleinere Rucksäcke für Proviant,
wer hat: Kletterausrüstung, Taschenlampen und wenn möglich: mit Fahrrad
oder sogar mit Auto kommen...

Verpflegung: Vokü ist vor Ort.

Anreisemöglichkeiten: A24 (Herzsprung), Bahn RE06 (Fretzdorf)

Ort: Beginn am 13.8. um 14 Uhr in Fretzdorf, Treffpunkt am Bahnhof

Kontakt: Infotelefon ab dem 11.8: 0162-8716380

Website: www.g8undwar.de und www.ClownsFREIHEIDe.de.tl

Aktionsbündnis "Rosa Heide gegen Bomdodrom und Militarisierung"


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