(de) "Bullen sind überall Bullen“ Kampagne* (en)

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Mon Feb 16 19:29:19 CET 2009


Mit jedem Tag nehmen Verhaftungen, Verschwundene, Folter, Repression,
Gewalt und Menschenrechtsverletzungen von Seiten der Staatsgewalt zu,
und zwar überall auf der Welt. Neuestes Beispiel sind die Morde in
Athen und Moskau.

Der Kapitalismus wirkt globalisiert und auch ihr Schutzorgan, die
Polizei, wird nach und nach vereinheitlicht. Die polizeiliche
Ausbildung verschiedener Länder wird einander angepasst,
beispielsweise sorgt in Palästina die EU-Mission "EUPOL COPPS" für die
Ausbildung und Entwicklung der palästinensischen Polizei.

Dabei versteckt die neue Polizeigeneration ihr Gesicht hinter
scheinbarer Demokratie und Wahrung von Menschenrechten. PolizistInnen
kapitalistischer Länder stellen sich oftmals als humaner dar und
verdecken so, teilweise leider erfolgreich, ihre eigentliche Funktion.
In Wirklichkeit jedoch kann es kein "besser" oder "schlechter", kein
"Gut" oder "Böse" der Polizei geben, denn sie ist immer und überall
ein Ausdruck von Staatsgewalt und Unterdrückung. Bullen sind Bullen,
überall auf der Welt, nur die Art der Polizeigewalt manifestiert sich
unterschiedlich. So kommt es beispielsweise in manchen Ländern rasch
zu Verhaftungen und Handgreiflichkeiten, die aber von DemonstrantInnen
in gleichem Masse quittiert werden. In anderen Ländern hingegen wird
tätliche Gewalt primär vermieden, dafür sind aber Fichierungen und
eine permanente, alltägliche Überwachung an der Tagesordnung. Ist es
nun besser, verhaftet, verprügelt und nach zwei Tagen wieder
freigelassen zu werden oder ist es besser, jederzeit und überall
überwacht zu werden, d.h. im Prinzip nie frei zu sein? Eines von
beidem zu befürworten, würde heissen, zwischen offener und versteckter
Gewalt zu wählen, anstatt sich gegen Repression in all ihren Formen
auszusprechen.

Die Kampagne "Bullen sind Bullen" soll uns vermehrt der Notwendigkeit
bewusst machen, diese Augenwischereien nicht hinzunehmen und das
Gesicht hinter der Fassade zu dechiffrieren. An die andauernde Härte
der Polizei haben sich Menschen vielerorts gewöhnt und empfinden sie
als gar nicht mehr so schlimm. Angewöhnung führt aber zu Akzeptanz und
Verstummung. Je weniger Widerstand wir leisten, ein umso brutaleres
Vorgehen kann sich die Staatsgewalt leisten. Es ist an der Zeit, uns
wieder gegen staatliche Repression zu sensibilisieren und zu wehren,
den Bullen keinen Schritt weiter zu gewähren, sondern sie dazu zu
zwingen, zurückzuweichen.

Wir rufen euch auf, das Thema "Polizeigewalt" weltweit zu
thematisieren in Form von Berichten, Erfahrungen, Fotos, Videos,
Gedichten, Songs - egal, was. Lasst eurer Kreativität freien Lauf, um
jegliche Art von Staatsgewalt offenzulegen und aufzuzeigen, entgegen
der Methode des Staates, uns zu fichieren und Dokumente gegen uns zu
sammeln.

Idee ist es, Material aus so vielen Ländern wie möglich auf einer
gemeinsamen Website zu sammeln zur freien Ansicht und Verwendung,
damit wir bewusster und antinational vernetzter arbeiten sowie unser
Ziel klarer definieren können und schliesslich effizienten,
praktischen Widerstand leisten.


Dies ist die Adresse, wo ihr alles Material zusenden könnt:
worldwide.anarchy at hotmail.com

Die entsprechende Website ist im Aufbau; sobald sie steht, werden wir
euch informieren.

Solidarische Grüsse,

Karakök Autonome

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http://www.karakok.org/
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* An antiauthoritarian anticapitalist initiative


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