(de) Lasst die Staaten keine Geiseln nehmen - Freiheit für Ridvan "Rido" Celik! (gr)

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Sun Dec 13 13:34:22 CET 2009


"Im September 1991 wurde ich von den türkischen Behörden in die Armee einberufen. Es war klar, dass ich meinen Wehrdienst in der Umgebung von Diyarbakir (Südosttürkei / Nordkurdistan) ableisten sollte, wo zu dieser Zeit die Kämpfe zwischen den kurdischen Aufständischen und der türkischen Armee tobten. --- Fakt ist, dass ich mich nicht als Soldat an diesen Kämpfen beteiligen wollte, die das Ausmaß eines Bürgerkriegs angenommen hatten. Darum verließ ich mein Land drei Tage, nachdem ich die Einberufung zur Ableistung meiner Wehrpflicht erhalten hatte."
(aus Ridvan Celiks Antrag auf Gewährung politischen Asyls an das griechische Ministerium für öffentliche Ordnung, September 1991)

Ridvan "Rido" Celik kam 1991 als politischer Flüchtling nach Griechenland, im Alter von 22 Jahren. Er wies nach, dass er ins Exil gegangen war, als er vom faschistischen türkischen Regime gezwungen wurde, in die Armee einzutreten und gegen seine Klassengeschwister zu kämpfen, die kurdischen Aufständischen der PKK. 2002 entzog der türkische Staat ihm seine Staatsbürgerschaft, weil er elf Jahre "dienstflüchtig" war. Als er in Griechenland ankam, kämpfte er weiter und beteiligte sich an den Bewegungen. Die fortgesetzte Weigerung des griechischen Staates, seit 1991, ihm politisches Asyl zu gewähren, zwang Rido, in halbgesetzwidrigem Zustand zu leben und machte ihn gleichzeitig zum Ausbeutungsobjekt für jeden Arbeitgeber.

Die Politik, die der griechische Staat in den letzten Jahren gegenüber MigrantInnen betreibt, beraubt Rido seiner selbstverständlichen politischen und sozialen Rechte und macht ihn juristisch INEXISTENT. Er bekommt keine Papiere und kann das Land weder legal verlassen, noch hat er das Recht, sich dort aufzuhalten. Das führt zu dem Ergebnis, dass er als Geisel gehalten und in die Illegalität gezwungen wird. Seine Festnahme kann zu seiner Ausweisung in die Türkei führen, wo ihn mindestens eine Haftstrafe erwartet und der Zwang, zu töten oder getötet zu werden, als Teilnehmer am Krieg gegen den gerechten kurdischen Kampf.

Wir rufen die Verantwortlichen, die studentischen Gremien, die SchülerInnen, die politischen Organisationen, die MigrantInnen und alle Teile dieser Gesellschaft, die sich für die Menschenrechte interessieren, auf, jedes mögliche politische Mittel einzusetzen, damit Rido politisches Asyl bekommt.

FREIHEIT FÜR RIDVAN CELIK (RIDO)!

Solidarische Menschen

Freitag, 11. Dezember 2009

Original:
(gr) Κανένας όμηρος στα χέρια των κρατών - Λευτεριά στον Ridvan Celik (Rido)
[Kanenas omiros sta cheria ton kraton - Lefteria ston Ridvan Celik (Rido)]
Date Sat, 12 Dec 2009 14:41:57 +1100


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