(de) Aufruf A-Tage Hamburg 12.06.09 – 14.06.09

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Thu Apr 30 15:21:06 CEST 2009


Aufruf A-Tage Hamburg 12.06.09 – 14.06.09 ---- Wir – sich als
Anarchist_innen definierende Menschen – haben das Bedürfnis, unsere
Utopien über Szenekreise hinaus sichtbar zu machen und Austausch und
Organisation voranzutreiben. Wir sehen eine Notwendigkeit darin, sich
von Differenzen nicht abschrecken zu lassen, sondern eine langfristige
gemeinsame Auseinandersetzung zu führen und daraus eine anarchistische
Perspektive auch im Hier und Jetzt zu entwickeln.

Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen in dem Zeitraum vom 12.06.
– 14.06.09 A-Tage in der Roten Flora in Hamburg zu veranstalten.

Unser Hauptaugenmerk an den A-Tagen soll auf den verschiedensten
Organisationsformen liegen, da Organisierung unserer Meinung nach eine
notwendige Konsequenz aus den bestehenden Verhältnissen hin zur
Verwirklichung unserer Utopien ist. Wir wollen uns mit unterschiedlichen
anarchistischen Kollektiven und Gruppen auseinandersetzen, welche sich
mit Antirepression / Antiknast, Printmedien, Anarcha-Feminismus,
anarchistischer Vernetzung oder Formen anarchistischem Zusammenlebens
beschäftigen. Ausserdem wollen wir uns verschiedene anarchistische
Organisationsansätze anschauen, wie zum Beispiel Anarcho-Syndikalismus,
Individual-Anarchismus oder Aufständischem Anarchismus.

Seit Jahren zerfallen immer mehr Strukturen, Organisierung wird immer
kurzlebiger und unverbindlicher. Mit Strukturen meinen wir sowohl
politische Zusammenhänge als auch soziale und solidarische Netzwerke,
wobei es in unserer Vorstellung von Gesellschaft keine Grenzen gibt –
auch nicht zwischen politisch und sozial.

Die A-Tage betrachten wir als einen kleinen Schritt hin zu mehr
Bewusstheit und Austausch. Eine Plattform auf der vorhandene Strukturen
sichtbar gemacht und sich über Schritte hin zu einer längerfristigen
Organisierung Gedanken gemacht und ausgetauscht werden kann.

Wir sind uns bewusst, dass das nur eine kleine Bewegung auf unserem Weg
hin zu einer Veränderung der Gesellschaft ist, aber hey, wir bleiben in
Bewegung!
Uns ist klar, dass eine radikale Veränderung der Gesellschaft nur über
einen langfristigen
bewusstheitsbildenden Prozess erreicht werden kann. Wenn mensch
betrachtet, über welchen Zeitraum sich egoistisches Handeln in einer
neoliberalen, individualisierten Gesellschaft weiterentwickelt hat, dann
müssen wir davon ausgehen, dass wir für die besagte Veränderung einen
sehr langen Atem benötigen werden. Dennoch halten wir es für
unerlässlich, uns kritisch mit den bestehenden Verhältnissen
auseinanderzusetzten, für unsere Vorstellungen von einem
herrschaftsfreien selbstbestimmten Zusammenleben zu kämpfen und
letztendlich das kapitalistische System zu überwinden.

Wir wissen um die Widersprüche zwischen herrschaftsfreien Ideen und dem
realen Bild der Szene – auch hier in Hamburg. Diesen zum Trotz, wollen
wir möglichst vielen Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht,
Herkunft, Hautfarbe, Organisierungsgrad oder Vorwissen die Möglichkeit
geben, an den A-Tagen zu partizipieren.
Im Vordergrund dieses Treffens steht für uns auch die lokale Vernetzung
im norddeutschen Raum, da erfahrungsgemäss eine weitläufigere Vernetzung
ohne eine solide Basis auf lokaler Ebene nicht fruchtbar ist.

Wir freuen uns auf ein interessantes und konstruktives Zusammentreffen
libertär denkender Menschen.

Bis zum 12.06. mit anarchistischen Grüssen

Vorbereitungskreis der A-Tage in Hamburg


Kontakt: a-tagehamburg [AT] riseup.net
Infos: http://libertaer.blogsport.de/


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