(de) Palestina-Israel: Wöchentliches Update der AATW-Initiative - KW 10 (en,it)
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Mon Mar 10 22:58:14 CET 2008
Dies ist eine freie Übersetzung des originalen Artikels auf Anarkismo
<http://www.anarkismo.net/newswire.php?story_id=7772>, welcher am Sonntag den 9.
März 2008 erschienen ist. ---- Der gemeinsame Kampf in Bil'in gegen die
Besetzung und den Trennungszaun ---- D/iesen Freitag fand der gemeinsame Kampf
in Bil’in im Schatten des Anschlages auf das Bildungszentrum des
national-religiösen, ideologischen Kerns der Kolonialsiedler in Jerusalem statt.
Außer der Demo in Bil’in wurden andere Demonstrationen abgesagt; aus Angst, dass
die israelische Staatsmacht rasch auf die Angriffe antwortet. Trotz, oder gerade
wegen, der Schüsse, welche auf *Wa’am Burnat¹* (18) abgegeben wurden während er
gerade auf dem Feld seiner Familie arbeitete, war die Freitagsdemo nicht in
Frage zu stellen. Am Mittag marschierten die Fida, Internationale, die
israelische Anarchists Against the Wall Initiative und die Medien auf die Route
des Trennungszaunes zu, welche die Hälfte des Landes auf der westlichen Seite
schneidet, bzw. abschneidet.
Der gemeinsame Kampf in Bil’in gegen den Trennungszaun und die Besetzung welcher
vor drei Jahren anfing wurde nicht von verschiedenen politischen Organisationen
oder der palestinänsischen Autorität initiiert oder gefördert. Doch sobald der
Kampf hier von regionalen und internationalen Medien thematisiert wurde, konnten
sie (die Organisationen, Autoritäten) der Versuchung nicht widerstehen sich im
Ruhm zu sonnen. Die Gegend um Bil’in wurde vor allem bei den Freitagsdemos ein
Ort, den Mitglieder des Parlaments, Minister und sogar die komplette Regierung
besuchten. Palestinänsische Parteien kamen mit ihren Kontingenten innerhalb der
Wahlzeit und anderen speziellen Terminen.
Politische Organisationen kamen aber nicht nur um sich ein Stück vom Ruhm zu
holen, da sogar die nationale Führung zum Vorteil des Kampfes in Bil’in
einschritt, als lokale Reaktionäre Flyer austeilten, auf dem zum Boykott gegen
die Zusammenarbeit mit israelischen Juden aufgerufen wurde.
Als wir am Fuße des Hügels ankamen, hielt eine Führungskraft der Fida eine Rede,
wobei das Tor des Zaunes auf dem Hügel liegt (ein Punkt, den wir bis vor einigen
Wochen noch Monate lang) blockierten. Als er fertig waren gingen wir zu der in
der Nähe liegenden Sektion des Trennungszaunes. Wir wurden nicht sofort
angegriffen, da die israelische Staatsmacht dieses mal zahlenmäßig weniger als
sonst waren, weil viele von ihnen wegen der Krise nach Jerusalem abgezogen
wurden. Aktivisten(innen) konnten sogar ein Loch in den Zaun schneiden, welcher
den in der Mitte verlaufenden Elektrozaun noch einmal schützt. Ab dann wurden
wir von der Staatsmacht angegriffen.
Als erstes Schoß dies Staatsmacht einmal mit Gummigeschossen und einer
Tränengasgranate auf uns. Sie steigerten ihren Beschuss als palestinänsische
Jugendliche ihre Aktivitäten mit dem Werfen von Steinen starteten.
Nach und nach verließen die Teilnehmer(innen) der gewaltfreien Demo die Gegende
und kehrten ins Dorf zurück.
¹) http://www.imemc.org/article/53281e und
http://www.youtube.com/watch?v=bF3TQLxlU9o
Frei übersetzt vom Shizoblog
http://shizo.blogsport.de
Original by Ilan S.
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