(de) Fauthunrundmail: 4.3.08 Der Hungerstreik von anarchistische Gefangenen
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Tue Mar 4 11:55:34 CET 2008
Agenda: ---- Dienstag 4.3.08 Bern Protestversammlung der Berner
BauarbeiterInnen für einen neuen LMV , 12.00 Uhr Waisenhausplatz ----
Mittwoch 5.3.08 Bern Veranstaltung zu den 129a verfahren und
überwachungen in der brd mit der betroffenen Anne r.! 20.00 Uhr Kino
Reitschule ---- Samstag 8.3.08 Frauen machen wir uns fit! Gegen ihren
fetten Profit. Wir haben die Schnauze voll von miesen Teilzeitjobs; den
kleinen Renten; vom Hin- und Her-Rennen zwischen Kindern und
Erwerbsarbeit, um dann als "Rabenmutter" betitelt zu werden; den zu
teuren Kinderkrippen; "flexibler Lebensgestaltung", die uns Stress und
den Bossen Profit bringen. Und dann sollen wir auch noch Tag und Nacht
schön, sexy, fit und gut drauf sein? Schluss damit!
Der 8. März feiert seinen fast 100. Geburtstag. Ein Tag, an dem weltweit
gefeiert, gekämpft und den kapitalistischen Produktions- und
Geschlechterverhältnissen etwas entgegengesetzt wird. Gemeinsam auf die
Strasse! Kommt alle zur Frauen-Demonstration:
am Samstag 8. März, 13:30 Uhr, Hechtplatz in Zürich
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1.Vom 18. bis zum 29. Februar haben mehrere anarchistische Gefangenen in
verschiedenen Ländern einen Hungerstreik abgehalten, um ihre generelle
Ablehung von Gefängnissen zu demonstrieren und sich u.a. gegen
Repression, Folter, Lebenslänglich, Isolationshaft... einzusetzen.
Der Hungerstreik war ein international koordinierter Protest mit dem
ausserdem auch die Entlassung aller erkrankten Inhaftierten gefordert
wurde. Angestossen hatten ihn die anarchistischen Gefangenen Marco
Camenisch (Schweiz); Rafa Martinez Zea "Jon Bala" (Puerto III, Spanien);
Joaquin Garces (CP Castellon, Spanien); Gabriel Pombo da Silva "Musta"
(Deutschland/Aachen 4); Jose Fernandez Delgado (Deutschland/"Aachen 4);
Diego Petrissans (C.P.F.-Nr.2-Marcos Paz, Argentinien) sowie Thomas
Meyer-Falk (Deutschland), der jedoch nicht fastete, weil er die Methode
Hungerstreik nicht befürwortet und der die Aktion stattdessen
ideologisch mitgetragen hat.
Zu den einzelnen Gefangenen:
Jose Fernandez Delgado...
bekannt als einer der "Aachen 4", die im Juni 2004 wegen bewaffneter
Geiselnahme festgenommen worden waren (siehe:
www.escapeintorebellion.info) hat mehr als 23 Jahre in spanischen
Gefängnissen zugebracht. Zwischen 1981 bis 2004 nahm er an der
Protestbewegung der sozialen Gefangenen Teil (die in der COPEL und APRE
organisiert waren, 1999-2001) und unterstützte andere
Gefangenenkollektive wie die Aufständischen von Martutene; politische
baskische und anarchistische Inhaftierte, etc.).
Anfang 2004 nutzte Jose eine Ausgangserlaubnis um aus dem Gefängnis von
Nanclares zu fliehen und schloss sich dem bewaffneten Kampf in
Zentraleuropa an. Seit seiner Inhaftierung 2004 ist Jose in
verschiedenen deutschen Gefängnissen immer wieder extremen Bedingungen
wie Isolation, besonderen Sicherheitsmassnahmen und persönlichen
Schikanen ausgesetzt. Hiergegen hat Delgado bereits 2005 13 Tage lang
die Nahrungsaufnahme verweigert. Er wurde zu insgesamt 13 Jahren Haft
verurteilt.
Aufgrund der langen Phasen totaler Isolation, die er bislang erlitten
hat, griff er immer wieder zum Mittel des Hungerstreiks oder der
Selbstverletzung, um gegen diese inhumane Vollzugsart zu protestieren.
Jose leidet unter schweren Herzproblemen, Panikattacken, Klaustrophobie
und Beklemmungen.
Der aktuelle Hungerstreik bedeutete in seinem Fall daher ein weitaus
grösseres gesundheitliches Risiko als bei Personen in guter physischer
Verfassung.
"Eine revolutionäre Bewegung, die nicht ihre Gefangenen unterstützt, ist
eine Pharse" (Ojore Lutalo, afroamerikanischer, anarchistischer
Gefangener).
Rafael Martinez Sea...
berichtet über seine vergeblichen Versuche, im Gefängnis von Badajoz die
notwendigen Materialien für seine Studien zu erhalten. Neben anderen
Dingen wird ihm "aus Sicherheitsgründen" ein einfacher Kompass
verweigert. Rafael ist eingeschrieben für die Studiengänge Literatur,
Philosophie, Soziologie, Religion und Kultur, Volumen I, autovisuelle
Kommunikation, Englisch sowie technisches,-und künstlerisches Zeichnen.
Mindestens für das technische Zeichnen sind bestimmte Werkzeuge, die ihm
verwehrt werden, unerlässlich. Rafa frägt daher, was tatsächlich hinter
dem Gerede von Resozialisierung steht, wenn noch nichteinmal Bildung und
Ausbildung tatsächlich adäquat unterstützt werden. Die angegebenen
"Sicherheitsgründe" sind hier höchst individuell gewichtet, denn in den
Werkstätten etc. des Gefängnisses können diesselben Werkzeuge sehr wohl
benutzt werden.
Marco Camenisch (www.freecamenisch.net)...
das nachfolgende Interview mit ihm, das im Rahmen des oben genannten
Hungerstreiks auf Indymedia-Argentinien vom 26. Februar 08 steht, ist
mit diesem Kommentar überschrieben:
"Wir geben hiermit-und nicht mehr- das von unserem geliebten Genossen
mit einem für eine Zeitung des Regimes arbeitenden Journalisten weiter.
Wie immer bei solchen Gelegenheiten war Letzterer auf den
Sensationseffekt aus und hat die Sustanz, den Inhalt der Kämpfe bei
Seite gelassen.
Deshalb muss man bei den Antworten von Marco sehr aufmerksam sein, der
in einer besonderen Situation auch versucht hat, seine Meinung über den
Anarchismus und die Radikalökologie darzulegen.Wenn der besagte
Journalist viel Gewicht auf direkte Aktionen, wie die gegen die
Hochgeschwindigkeitsstrecken gerichteten gelegt hat, so weil sein Blatt
"La Stampa" zur FIAT-Gruppe gehört, d.h. zu derjenigen
Unternehmensgruppe, der die meisten Arbeiten bei diesem Projekt obliegen.
Unser Kampf für die Freilassung von Marco geht weiter".
****
"Die Verteilungsmasten sind die Vehikel der Energie, sie sind die Lymphe
des Systems, wenn du sie angreifst steht alles still. Als die
elektrischen Leitungen von Frejus zerstört wurde, waren alle Waffen,-und
Munitionsfabriken der Provinz Brescia blockiert".
INTERVIEW MIT MARCO CAMENISCH ( "La Stampa", 07. Mai 2005)
Sein Name in Form von "Freiheit für Marco" oder auch "Camenisch wegen
zweifachen Todschlags zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt"; "Marco
Camenisch, der Ökoterrorist" erschien viele Male auf den Mauern von halb
Europa und auf Dutzenden anderer Flugblätter bei weiteren Attentaten auf
die Verteilermasten von Enel (italienische Elektrizitätsbehörde),
Kernkraftwerke, Hochgeschwindigkeitsstrecken und zuletzt seitens der
italienischen Geheimdienste in Verbindung mit den Anarcho-InsurgentInnen.
In Fleisch und Blut; mit langem, bis über die Schultern reichendem
grauen Haar und spitzer Nase; mit klaren Augen und in braunen
Gefängnisuniform; mit vielen Zigaretten und einem Strim von Worten wirkt
er in einer Ecke des Besuchsraums des 20 km von Zürich entfernten
Supergefängnisses wie ein Schatten. Ein gefliesster Raum, natürlich mit
weissen Wänden, der auf eine Grünanlage hinausgeht und dessen blaue
Türen verblendet sind. Alles ist in eine schmerzliche Stille, die nur
von einer Sirene unterbrochen wird, die um 8 Uhr morgens und dann alle 3
Stunden mit schweizer Präzession ertönt.
"Das italienische Gefängnis war besser. Hier herrscht neben dem
Uniformzwang auch der Zwang 7 Stunden täglich in einer Buchbinderei zu
arbeiten. Wenn du das nicht willst, landest du in der Isolation",
beklagt Camenisch, der sein halbes Leben wegen zweifachen Todschlags und
Dutzenden von Attentaten hinter Gittern verbracht hat und weiter
verbringen soll.
- Sie kennen dieses Gefängnis gut. Sie sind hier zum ersten Mal im
Januar 1980 wegen der Sprengung von zwei Pfeilern der Hydrokraftwerks
von Sarelli eingewiesen worden. Im Dezember 1981 gelang Ihnen die
Flucht, bei der ein Beamter ums Leben kam. Das ist der erste Todschlag
der Ihnen zur Last gelegt wird -
- "Von diesem Todschlag bin ich im vergangenen Jahr freigesprochen
geworden"-
- Im Gegensatz zu einem weiteren.., der Ermordung eines Grenzschützers
an der Grenze von Brusio in der Nähe seines Dorfs, am 03. Dezember
1989.., Sie wurden für schuldig befunden und zu 17 Jahren verurteilt... -
- "Ich wollte im Verlauf des Prozesses nichts zu den beiden Todesfällen
sagen. Ich wollte nicht sagen "ich bin es gewesen; ich bin es nicht
gewesen". Aber als sie im Fall des Grenzbeamten behaupteten, ich hätte
ihn erschossen als er wehrlos am Boden lag, musste ich mich verteidigen.
Ich bin weder ein Metzger noch ein Henker... Sie verurteilten mich zu 17
Jahren, aber es ist bereits ein Rechtsmittel beim Oberersten Gericht
hiergegen eingelegt. Dem Föderalen Gericht habe ich einen weiteren
Widerspruch wegen der Entität der Strafe vorgelegt. Die 12 bereits in
Italien abgesessenen Jahre sind nicht im Mindesten berücksichtigt
worden". -
- Zwölf Jahre die Sie für eine Serie von Anschlägen auf
Hochspannungsmasten, Elektrizitätskraftwerke und Industrieanlagen
erhalten haben. Sind das alles Aktionen, die Sie empfohlen haben? -
-"Ja, man weiss genug über sie. Ich bin ein Mann der Aktion und überdies
einer der Alpeggi (Viehhirten in den Bergen)".
-Tatsächlich werden Sie als Terrorist, Ökoterrorist, Anarchist,
Anarchoinsurgent bezeichnet. Es kann ausgewählt werden... -
- "Es handelt sich dabei nur um herkömmliche Definitionen die immer
wieder einmal benutzt werden. Ausserdem ist Terrorist ein bereits
inflationärer Terminus. Ich fühle mich als Anarchist und Ökologist. Als
Radikalökologist". -
- Was hat die Sabotage an einem Verteilermast von Enel mit Ökologie zu
tun? -
- "Die Verteilungsmasten sind die Vehikel der Energie, sie sind die
Lymphe des Systems, wenn du sie angreifst steht alles still. Als die
elektrischen Leitungen von Frejus zerstört wurde, waren alle Waffen,-und
Munitionsfabriken der Provinz Brescia blockiert (u.a. Beretta)". -
- Aber Sie haben nicht geantwortet. Man kann gegen Waffenfabriken sein
ohne deshalb zwingend Industrieanlagen zu sabotieren... -
- "Dann muss ich weiter ausholen. Ich wurde in Schiers, im Kanton
Grisons, geboren, aber eher zufallsweise. Man Vater war Grenzschützer,
wir sind häufig umgezogen. Der Gedanke, dass eine grössere Rückkehr zur
Natur notwendig ist kam mir in den 70ger Jahren, als ich noch auf´s
Gymnasium ging. An der Landwirtschaftsschule von Planthof lehnte ich es
ab moderne, industrialisierte und mechanisierte Landwirtschaft zu
studieren. Ich wollte nichts von Düngemitteln wissen. Aber es ist mir
nicht gelungen. Vor dem Abschluss der Schule lebte ich in einem
Hirtengehöft ohne Licht und holte das Wasser aus einer Quelle. Später
dann sah ich, wie das System Kernkraftwerke errichten wollte. Ich
begriff, dass ich mich verteidigen musste, dass es notwendig war, den
Dingen auf den Grund zu gehen. Die Verwüstungseffekte der Zivilisation,
die Umweltkatastrophe, die wir vorbereiten, mussten gestoppt werden". -
- Aber Sie werden zustimmen, dass eine Rückkehr zu Kerzen und Laternen
undenkbar ist. Wer, ausser Ihnen und ein paar wenigen Anderen möchte
das? Der Fortschritt hat uns Vorteile gebracht und unsere Lebensqualität
verbessert. Es ist sehr viel einfacher einen Knopf zu bedienen und ein
beleuchtetes, warmes Haus zu haben als ein Feuer anzumachen. Meinen Sie
nicht? -
- "Die Dinge sind dabei sich zu ändern. Die Leute sind sensibel für
saubere Eenergien; sie wollen keine Radio,-oder Fernsehantennen, die vor
ihren Häusern elektromagnetische Strahlungen abgeben. Sie stehen
gentechnisch veränderten Organismen differenziert gegenüber". -
- Dagegen können wir uns auf vielfache Art verteidigen. Es ist nicht
nötig, Verteilermasten zu zerstören... -
- "Die Menschen werden nur sensibel, wenn es gelingt eine Gefahr in der
Umgegend nachzuweisen. Ich weiss, dass mein Lebensmodell nicht
verallgemeinerbar ist. Ich habe es für mich gewählt. Niemand unter uns
ist völlig immun gegen die Vergiftung durch die modernen Technologien.
Das System will uns auch dann noch als Sklaven der Modernität, wenn klar
zu sehen ist, dass es bei der Abholzung eines Waldes mehr Erdrutsche
geben wird. Das Klima verändert sich. Es gibt mehrere glaubwürdige
Wissenschaftler, die mit Sicherheit keine Terroristen sind, die
vorhersagen, dass eine weitere Umweltkatastrophe geschehen wird". -
- Das sind Theorien über die viel diskutiert wird... -
-"Ich wollte erleben, ob man ohne fliessendes Wasser und elektrisches
Licht leben kann. Ich begriff, dass man damit besser fährt. Andere,
nicht so eindeutige Dinge, sind schwieriger anzuerkennen. Der
Fortschritt hat nicht den Hunger in der Welt beseitigt sondern ihn
verstärkt. Die moderne Gesellschaft mit all´ ihren Bequemlichkeiten hat
es nicht geschafft, Krankheiten auszumerzen, vielmehr gibt es heute
immer neue. Seid Ihr sicher, dass diesen Preis bezahlen wollt? Wenn
Dinge zerstörerisch sind muss man auf sie verzichten. Man darf nicht
Sklave eines Systems sein, das die Umwelt zerstört". -
- Aber Sie haben auch eine Internetseite (www.freecamenisch.net), die
modernste Sache der letzten Jahre. Und sogar einen Computer in Ihrer
Zelle. Wie erklären Sie das? -
-"Bis zu einem gewissen Punkt ist es legitim, wenn nicht sogar
notwendig, dieselben Waffen wie die Modernität zu benutzen. Ich kann das
System nicht mit Pfeil und Bogen angreifen. Ich musste Sprengstoff
benutzen, ich brauchte Fahrzeuge, um ihn zu transportieren und mobil zu
sein..." -
- Ihre Ideen werden von einigen gedanklichen Schulen getragen. Sie
werden Neoprimitivisten genannt... -
-"Wir gelangen dahin, uns mehr mit Worten als mit der Substanz zu
befassen. Dann gibt es auch die Antizivilisation..."-
- Sehen Sie sich als "Negativlehrer" dieser Theorien? -
-"Ich bin niemandens Lehrmeister. Ich sage niemandem was er/sie zu tun
oder zu lassen hat". -
- Aber in Ihrem Namen sind Dutzende von Anschlägen begangen worden.
Selbst im Fall der Zerstörung eines Teils des Abetone in der Toskana
werden Sie genannt. Danach gab es Attentate in Frankreich, die gegen die
Bauarbeiten an der Hochgeschwindigkeitstrasse von Piemont sowie auf die
Verteilermasten von Enel 2003 und in Valtellina 2004...-
"Es gibt immer Leute, die wissen was getan werden muss. Das soll
heissen, dass nicht ich allein diese Schlacht führe."
- Unter der Fahne der Anarchie gibt es alles. Von den Packetbomben gegen
die Komissariate der Carabinierie, auf die Polizeibüros in Genua bis hin
zum Haus von Prodi in Bolonia. Es wird behauptet, dass einheitliche
anarchoinsurgente Strategie existiert. Was sagen Sie hierzu?-
-"Immer dieselbe Reduzierung auf Kathegorien. Ich könnte sagen, dass ich
alle Aufstandstheorien teile, aber das sind Dinge über die man nicht
ausserhalb der Bewegung sprechen kann. Ich betrachte mich als
Anarchisten und Ökologisten". -
- Sie wollen noch nichteinmal über die Brigarte Rosse als eine andere
Form des Terrorismus sprechen? -
-"Als Anarchist ist für mich ausgeschlossen, dass ich irgendjemandem
sage, was er/sie zu tun oder zu lassen hat. Ich kann nur jedem/jeder
meine Solidarität aussprechen, der/die von der Repression des Staats
getroffen wird". -
- Wenn Sie aus diesem Gefängnis herauskommen, werden Sie ein alter Mann
sein. Was gedenken Sie dann zu tun? -
-"Ich würde gerne zur Landwirtschaft zurückkehren und noch immer in den
Wäldern leben". -
- Und die Verteilermasten? -
-"Aus persönlichen Gründen, wegen fortgeschrittenen Alters und meiner
angegriffenen Gesundheit ist es nicht denkbar, dass ich zur
klandestinen, bewaffneten Militanz zurückkehren werde".-
- Ist das die Erklärung der Beendigung des Kriegs; dass Sie nach einem
halben Leben im Untergrund zwischen der Schweiz und der Toskana und der
anderen Hälfte in den Gefängnissen hier und in Italien den Rückzug
antreten? -
-"Ich führe keinen Privatkrieg. Deshalb habe ich weder einen Krieg
gewonnen noch verloren. Ich weise nichts von alledem, was ich in meinem
Leben getan habe, zurück. Aber ich bin jetzt 53 Jahre alt und sollte als
Veteran betrachtet werden".
****
Marko Camenisch
Postfach 3143
8105 Regensdorf
Schweiz
In Argentinien...
hat vor dem Gefängnis von Devoto eine Demonstration stattgefunden, bei
der die Abschaffung aller Gefängnisse gefordert und Flugblätter an die,
die Einrichtung verlassenden BesucherInnen verteilt wurden. Ausserdem
hörten die Gefangenen in den Fenstern der Verlesung eines Kommunques zu,
das über den Hungerstreik vom 18.bis 29. Februar informierte.
Gabriel Pombo da Silva, "Musta"
dürfte hierzulande als wortstarker Kritiker jeder Art von Haftssystem,
Repression und Autorität hinlänglich bekannt sein. Auch seine Geschichte
sowie zahlreiche Texte und Gedichte von ihm ist nachzulesen auf
www.escapeintorebellion.info
Musta war überdies einer der besten Freunde des im Januar 2005 nach
Jahrzehnten Isolationshaft (FIES) im Gefängnis verstorbenen, aidskranken
Xose Tarrio. Dessen "Tagebuch eines FIES-Gefangenen", das über die
Einführungsphase (1991) des Isolationshaftsystems in den spanischen
Gefängnissen sowie über den organisierten Widerstand der Gefangenen
berichtet, kann in deutscher Übersetzung als PdF zum Selbstausdruck
kostenfrei bezogen werden über: tierra at gmx.net (kann allerdings im
Moment aufgrund technischer Probleme etwas dauern). Etwas weniger gut
übersetzte Auszüge stehen unter www.escapeintorebellion.info/Texte
Uebersetzungen von Indymedia.Argentinien:
tierr@
www.tierrabloggospace.de
(work in progress)
Links zu FIES und Folter in spanischer Haft:
FIES - das spanische Foltersystem
http://de.indymedia.org/2004/09/92520.shtml
http://de.indymedia.org/2004/09/92518.shtml
Spanien: "Neuauflage" von FIES §
http://de.indymedia.org/2006/06/150044.shtml
Foltern in katalanischen Gefängnissen
http://de.indymedia.org/2007/11/200784.shtml
Kampf gegen Lebenslänglich
http://de.indymedia.org/2007/11/200771.shtml
Aktuelle Stellungnahme von Amnesty International zur Folter im Staat
Spanien:
"Salz in der Wunde?: www.amnesty.de/länder
Originalbericht:
http://web.amnesty.org/library/Index/ENGEUR410062007?open&of=ENG-ESP
Feature: http://web.amnesty.org/pages/esp-141107-feature-eng
Spanien und die Folter/Teil 1 - 5
http://de.indymedia.org/2007/02/167931.shtml
http://de.indymedia.org/2007/02/167927.shtml
http://de.indymedia.org/2007/02/168229.shtml
http://de.indymedia.org/2007/02/168357.shtml
http://de.indymedia.org/2007/02/168851.shtml
Aussage von Igor Portu und mehr
http://de.indymedia.org/2008/01/205143.shtml
Baskenland: nach Folter auf Intensivstation
http://de.indymedia.org/2008/01/204661.shtml
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