(de) Berlin-Ausstellungen: Spanischen Bürgerkrieg / Ju(e)dInnenverfolgung in Schöneberg

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Sun Mar 2 11:13:41 CET 2008


Zwei Hinweise auf Ausstellungen. ---- Im Rahmen des Themenschwerpunkts 
Gedächtnis und Erinnerung des Ibero-Amerikanischen Instituts Berlin 
findet vom 7.2.-25.3.08 die von Rüdiger Reinecke (Universität Osnabrück) 
kuratierte Ausstellung "España en el corazón. Der Spanische Bürgerkrieg: 
Medien und kulturelles Gedächtnis" statt. ---- Hier werden im Lesesaal 
eine Vielzahl von Büchern, Plakaten usw. zum Thema gezeigt, oft seltene 
Stücke. Aber auf alle Fälle etwas für Bibliophile. Ein Katalog, 
gleichzeitig Antiquariatsverkaufskatalog mit dem Titel "Die Freiheit 
fällt nicht vom Himmel. Fundstücke aus dem Spanischen Bürgerkrieg." 
liegt vor.

*"España en el corazón" - Der Spanische Bürgerkrieg. Medien und
kulturelles Gedächtnis*

* *

Der Spanische Krieg (1936-1939) war mehr als ein "Bürgerkrieg". Er war
der große europäische Krieg, der den Zweiten Weltkrieg vorbereitet hat.
Auf internationaler Ebene illustriert das Engagement der Internationalen
Brigaden, dass dieser Krieg der erste wirkliche Versuch war, der
Bedrohung durch den Faschismus Europas entgegenzutreten. Für viele
deutsche Exilanten spielte er eine besondere Rolle in der konkreten und
für die internationale Öffentlichkeit sichtbaren Bekämpfung des
deutschen Faschismus. Sie versuchten dies u.a. mit den Mitteln der Kunst
und Literatur. Die Ausstellung dokumentiert die Vielfalt dieses
kulturellen Engagements, das zeitweise eine Kulturrevolution darstellte,
in der die Kultur und die Literatur zu einer Angelegenheit aller wurde:
dichtender Soldaten und Arbeiter ebenso wie großer Maler (Joan Miró),
Fotografen (Robert Capa und Gerta Taro), Plakatkünstler (Helios Gómez
und Josep Renau) oder Schriftsteller (von Ernest Hemingway bis Thomas
Mann). Die Ausstellung zeigt erstmalig in seinem internationalen
Zusammenhang ein Ensemble von Büchern und Buchumschlägen, Broschüren,
Flugblättern, Tarnschriften und Raubdrucken, Zeitungen, Grafiken und
Plakate, Fotografien und Fotoreportagen, Liedern, Schallplatten,
Radiosendungen in ihren medialen Wechselwirkungen.

Damit dokumentiert sie die kulturell-kommunikativen Aneignungs- und
Erinnerungsmechanismen in beiden deutschen Staaten, insbesondere aber in
der DDR, bis in die jüngste Gegenwart.

*Termin und Ort: *7.2. - 25.3.2008

Lesesaal des Ibero-Amerikanischen Instituts Preussischer Kulturbesitz
(Berlin)

Potsdamer Str. (neben der Staatsbibliothek)




*Ausstellung 2: Über die Vertreibung jüdischer Menschen in Schöneberg
während der Nazi-Diktatur.*

"Wir waren Nachbarn -- 120 Biografien jüdischer Zeitzeugen."

Im Rathaus Schöneberg

John-F. Kennedy-Platz

Mo-Do 10-18 Uhr, Sa + So 10-18 Uhr. Eintritt frei

Hier können sich die Lebensläufe diverser (jüdischer) Menschen, die vor
dem Holocaust rund um den Bayerischen Platz in Berlin-Schöneberg wohnten
angesehen und nachgelesen werden. Wie Bücher, werden die einzelnen
Lebensläufe in Ringodnern auf Schreibtischen präsentiert. Neben
Berühmtheiten wie Albert Einstein, Kurt Tucholsky, Walter Benjamin,
Wilhelm Reich, Else Lasker-Schüler, Helmut Newton u.a. gibt es auch eine
-- bisher recht dünne -- Mappe für den Individual-Anarchisten Benedict
Lachmann, der z.B. die Buchhandlung am Bayerischen Platz gründete, sowie
zahlreiche "normale" Biographien, die aber keineswegs weniger spannend 
sind.


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