(de) Fauchthunrundmail 9.10.07
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Fri Oct 12 09:37:03 CEST 2007
anti-svp 6.10.07 ---- zu den ganzen blockaden und dem pressemüll verweisen wir
auf indymedia www.das-schwarze-schaf.ch und auf einen späteren zeitpunkt .
möchten aber hier mal allen genossInnen herzlich danke schön sagen. war super
die vielen menschen,die vielen vielseitigen aktionen! super!
1. Strike -Bike und die Rolle der Gewerkschaften 2. Flugi vom 6.10.07 4. Doch
noch was zu den presselügen 6.10.07
1.1. Strike -Bike und die Rolle der Gewerkschaften ----- Strike-Bike und die
Rolle der Gewerkschaften --- Jens 08.10.2007 --- In Deutschland wird eine Fabrik
besetzt, die 135 ArbeiterInnen zeigen einen hierzulande fast nie da gewesenen
Zusammenhalt, besetzen die Fabrik seit nun 3 Monaten und entscheiden sich zu
einem in Deutschland für unmöglich gehaltenen Schritt; der Produktion in
Selbstverwaltung. Wohlgemerkt in einem besetzten Betrieb. Damit überschreiten
sie alle Grenzen, welche wir uns im Rahmen von Aktionen der DGB Gewerkschaften
vorstellen können.
Und haben damit einen Erfolg welcher in die Geschichte eingehen wird.
Über google finden sich zwei Wochen nach dem Start der Kampagne sagenhafte
300.000 Einträge zu "Strike-Bike" aus der ganzen Welt. Und fast nirgends
ein
Wort über die IGM, sondern nur über die in Deutschland wirklich kleine
anarchosyndikalistische FAU.
Mir drängte sich sofort eine Frage auf: Was bitte, außer Gejammer über
?Heuschrecken? und die dazu passende Demo in Frankfurt, hat ?meine?
Gewerkschaft, die IGM, mit der Geschichte in Nordhausen zu tun?
Ein erster Artikel der das Thema überhaupt erwähnt, von Peter Nowak
(Telepolis /
Heise) vom 2.10.2007, lässt endgültig aufhorchen. Die IGM als Blockiererin
dieser Aktion?
Zitat:
Die Tatsache, dass DGB-Gewerkschaften in dem Werk nicht Fuß fassen konnten,
hatte die pragmatische Zusammenarbeit mit der FAU sogar erleichtert.
Denn durch
feste DGB-Strukturen wird in der Regel sehr streng darauf geachtet, dass
Konkurrenten von links dort gar nicht erst Fuß fassen können. Dazu werden
mitunter auch Verbote und andere administrative Maßnahmen angewandt. Die
Arbeiter in Nordhausen haben sich hingegen immer gegen jegliche
Bevormundung von
Parteien und Gewerkschaften gewandt.
Zitat Ende....
Bei genauerer Recherche zu IGM und Strike-Bike findet man dann höchstens
lokale
Unterstützung, allerdings, wohl bezeichnenderweise, nie von der
IGM-Verwaltungsstelle Nordhausen. Sondern z.B. von der IGM Leipzig. Und
dort
wird´s dann richtig peinlich, anscheinend allerdings ohne die Schuld der
lokalen
Aktiven, sondern durch den ihnen wohl zentral vorgegebenen Inhalt. In
Aufruf des
IGM-Leipzig Blogs wird versucht, die Zusammenarbeit der KollegInnen mit
der FAU
zu vertuschen:
Zitat:
Liebe KollegInnen,
fast wörtlich schreibt Ihr den Flyer zum Strike-Bike ab. Erstmal schön
und gut.
Im Original heißt es: ?In konstruktiver Zusammenarbeit mit der Radspannerei
Berlin Kreuzberg, der Cafe Libertad eG aus Hamburg und der
anarchosyndikalistischen Gewerkschaft der www.fau.org wurde das Konzept
kurzfristig entwickelt. ? Warum verschweigt Ihr, die Zusammenarbeit mit der
anarchosyndikalistischen Gewerkschaft? Habt Ihr so wenig Selbstbewußtsein?
Zitat Ende
Am 4. Oktober in der "Jungle World" dann das erste Mal offene Kritik an
der IGM
durch Folkert Mohrhof von der FAU:
»Was wir als Mini-Gewerkschaft bekommen haben, ist internationale
Solidarität«,
sagt Folkert Mohrhof, der Pressesprecher des »Solidaritätskreises
Strike-Bike«
der FAU, im Gespräch mit der Jungle World. Nur die IG Metall kritisiert
er. »Es
ist eine absolute Sauerei, von der IG Metall kommt überhaupt nichts.«
Und er
fährt fort: »Wieso kaufen die eigentlich keine Strike-Bikes? Die hätten die
Möglichkeit zu einer Großbestellung.«
Und im selben Artikel das Eingeständnis:
Astrid Schwarz-Zaplinski, die erste Bevollmächtigte der IG Metall
Nordhausen,
reagiert auf diese Frage ausweichend: »Einzelne Kollegen und Kolleginnen
der IG
Metall werden sicherlich bestellen.«
Wirklich beeindruckend.....
Und dann, einen Tag später und direkt hier auf Indy verlinkt (und auch
über jede
Suchmaschine leicht zu finden), der unfassbare Bericht eines Kollegen
von der
Radspannerei Kreuzberg über einen Besuch in Nordhausen.
Zitat:
als nachtrag noch einen kleinen wermutstropfen. die ig-metall, welche die
belegschaft mehr als zwei monate hingehalten hatte, sie vielmehr noch zu
überreden versuchte, den kampf aufzugeben im hinblick auf die konsequenzen,
sozusagen angstmacherei betrieb, und die eigentlich in ihrer funktion
selbstverständliche unterstützung versagte, sprang erst wieder auf den
zug auf,
nachdem die ?tagesthemen? der ard einen bericht über die werksbesetzung
gesendet
hatte. sie warb um die 65 noch nicht-mitgliederinnen ihrer organisation,
bot
ihnen, um die entscheidung zu erleichtern, zinslose darlehen an. 30 der
jetzigen
vereinsmitglieder vom bikes aus nordhausen e. v. traten ein. der
mitgliedsbeitrag von 30,-? wurde ihnen umgehend vom konto abgezogen, jedoch
wurde bis heute kein einziges darlehen gezahlt. statt dessen wurden
wimpel und
ig-metall-girlanden aufgehängt, plakate gedruckt, die kaum erfüllbare
forderungen an die heuschreckengesellschaft ?lone-star? richtet, welche
in den
usa residiert, und die unvermeidliche, weithin sichtbare ig-metall-flgge
gehißt.
professionell und erfahren wie sie ist, wurde die fau mit der
fehlinformation
versorgt, die offizielle pressekonferenz am 02.10.2007 sei um 15:00 uhr
angesetzt. eine information, die erstmal niemand anzweifelte, was sich im
nachhinein als fataler fehler herausstellte. denn in wirklichkeit hatten
sich
mehrere fernsehteams und redaktionen einiger namhafter tageszeitungen
schon um
12:00 im werk eingefunden, so daß die ig-metall allein mit auf dem
podium saß,
um sich als haupt-solidaritätsorganisations zu präsentieren. die
initiatorinnen
von cafe-libertad, die fau und viele andere, welche den kampf von anfang an
tatkräftig unterstützt hatten, blieben außen vor. vertrauen ist gut, jedoch
nicht in jedem fall.
Zitat Ende
Die Lektüre davon bedeutete für mich das Ende meiner Mitgliedschaft in
diesem
Apparat.
Was aber bedeuteten diese Geschehnisse für die Fortführung des
vorbildlichen
selbstorganisierten Kampfes der KollegInnen in Nordhausen? Hoffentlich
werden
sie zusammenhalten und sich von der IGM genauso wenig spalten lassen wie
von
LoneStar und der MIFA, dem Arbeitsamt oder dem Insolvenzverwalter. Den
Versprechungen der IGM werden sie zukünftig jedenfalls sicher soviel
Glauben
schenken wie den Versprechen der ?solidarischen? PolitikerInnen, welche
sich in
den letzten Tagen der Aktion, als sicher war, was für ein Erfolg die
Kampagne
haben würde, auf dem Strike-Bike fotografieren ließen. Mit einer
gemeinsamen
Fortführung des Kampfes ohne sie instrumentalisierende Funktionäre
würden sie
noch mehr beweisen, als sie es bisher schon getan haben: nämlich, dass die
allerbesten Aktionen immer von den Betroffenen selbst ausgehen und, dass
dies,
wenn konsequent durchgeführt, immer zum Erfolg verhilft. Durch eben dieses
Vorgehen haben sie schon eine selten gesehene Solidarität von Unten
ausgelöst.
Und diese wird allen, die von der Geschichte gehört und gelesen haben,
noch mehr
Mut machen.
Und noch ein letztes Wort zur FAU, über deren Rolle ja genug bekannt sein
dürfte: neben ihrer beeindruckenden Aktivität in vielen Städten ist ihr
hoch
anzurechnen, dass sie die Informationen, die sie zweifellos über die
Rolle der
IGM hat, nicht gegen diese ausspielt, während die IGM anscheinend bereit
ist,
alle Mittel anzuwenden, um die Konkurrenz von links zu unterdrücken.
2. Flugi vom 6.10.07 Anti-SVP
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Hier möchten wir euch noch ein flugi zeigen das an den Blockaden in Bern
vertreilt wurde:
WIR SIND KLEINBASLER BAUARBEITER UND HABEN DIE SCHNAUZE VOLL
WIR HABEN DIE SCHNAUZE voll von Hetzpropaganda wie sie eine Tendenz der
Schweizer Politik seit geraumer Zeit betreibt.
Da wird gegen Minderheiten gehetzt, gegen ?Sozialschmarotzer?,
?Scheininvalide?,
?Scheinasylanten?, gegen Hip-Hopkultur , gegen Fremde, gegen Minarette mit
primitiven Zeichnungen und grossmauligen Parolen und wir erkennen darin den
Stürmer-Stil (Stürmer: Nazi-Hetzblatt der 30-er Jahre, damals waren?s
der Jude,
der Zigeuner, der Homosexuelle?).Die Zeichnungen der SVP-Kampagnen und des
Orginal-Stürmers ähneln sich z.T. verblüffend, die Mechanismen die
angesteuert
werden ebenso. Minderheiten denunzieren, dämonisieren, in Lager sperren-
dann
ermorden. Dies um einen diffusen Unmut zu kanalisieren, unter Kontrolle zu
halten, damit er nicht dorthin zurückfindet wo er eigentlich herkommt ,
von den
herrschenden Verhältnissen, von der Ausbeutung, der Isolation, der
Entsolidarisierung.
STOPPEN WIR DIESE FASCHISTOIDEN HETZER
BEVOR ES ZUM ERMORDEN KOMMT.
Unsere Grosseltern haben einmal gesagt ? NIE MEHR FASCHISMUS-.
Nehmen wir sie und die Zeichen der Zeit ernst!!!
Ironie dabei ist dass die die mit ihren Hetzkampagnen z.Z. Den Nährboden
bereiten für Pogrome und ähnliches aktuell Gewalt schreien wenn ihre
Plakate
kommentiert ?Hitlerschnauz-bzw. entfernt werden
Ein paar Worte zu Hrn. Blocher ohne in deren Personifizierungslinie
einschwenken
zu wollen:
Blocher ist Industrieller,Multimillionär,Schlossbesitzer- die Propaganda
die der
verbreitete bevor er zum Bundesrat gewählt wurde war die ?aus der Sicht des
kleinen Mannes?- so einer redet mit gespaltener Zunge. In einem
Interview hat
Blocher mal ausgeführt wie er seine Reden vorbereitet-er trägt sie
Kindern vor,
seinen Enkeln. Wenn die?s begreifen ist?s gut, wenn sie noch Fragen
haben muss
er noch weiter simplifizieren. Diese Reden sind aber für die Öffentlichkeit
bestimmt, für uns.
Das ist eine Frechheit.Wir sind keine unmündigen denen der erklären muss
wo die
Bösen sind.Wir werden nicht bedroht von Flüchtlingen und Minderheiten,
nicht von
unseren ausländischen Kollegen, mit denen schaffen wir Hand inHand.Wir
werden
bedroht von diesem System, dem Kapitalismus, der das rücksichtslose
Zusammenraffen zum höchsten Wert erklärt.
Wir werden bedroht durch den Klimawandel gegen den wir nur gemeinsam und
solidarisch angehen können.Wir werden bedroht durch die Mentalität der
Festung
Europa die sich rüstet gegen Armutsflüchtlinge statt ernsthaft unseren
matriellen Wohlstand teilen zu wollen der notabene nicht zuletzt auf dem
Raub
von Jahrhunderten (Kolonialismus) beruht.
Wir werden bedroht durch das CH-Paralment das jüngst beschlossen hat
Hunde und
Elektroschocks gegen Abzuschiebende einsetzen zu wollen. Solches wird
auf uns
zurückfallen.
Wir werden bedroht von Ausbeutern wie sie z.B. Im Baumeisterverband
hocken (wo
die SVP nicht schlecht vertreten ist), die im Mai den
Bau-Gesamtarbeitsvertrag
aufgekündigt haben so dass es ab Oktober keine gültigen Mindeststandards
auf CH-
Baustellen mehr gibt, keine garantierten Mindestlöhne mehr, auf das sie die
Löhne drücken können ohne Bussen wie sie bis Ende September möglich
waren. Es
gibt immer ein paar arme Kerle die zu noch beschisseneren Konditionen
arbeiten
gehen müssen, auf das spekulieren die.
DIE HERREN PATRONS SIND DIE WAHREN SOZIALSCHMAROTZER; NICHT DIE KRANKEN
UND DIE
INVALIDEN.Die wollen uns gegeneinander ausspielen, Schweizer gegen
Ausländer,
wer machts für noch paar Franken weniger? Da sind die Blutsauger für die
Solidarität ein Fremdwort ist, allenfalls eine Bedrohung. Die nicht
begreifen
wollen dass wir, die Menschheit nur eine Chance haben in einer Welt ohne
Ausbeutung. Ohne Ausbeutung der Natur durch Raffzähne, der Frauen durch das
Patriachat, der Arbeitskräfte durch erpresserische Patrons.
STELLEN WIR UNS DIESEN HETZERN IN DEN WEG- AM 6.OKTOBER IN BERN UND WO AUCH
IMMER WIR SIE TREFFEN
YA BASTA ? ES REICHT- GEGEN FASCHISTOIDE HETZE UND KAPITALISMUS
FÜR EINE SOLIDARISCHE GESELLSCHAFT
FÜR DEN LIBERTÄREN KOMMUNISMUS
4. Doch noch was zu den presselügen 6.10.07
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Wir sind es gewohnt, dass die Medien über Demos mehrheitlich verfälschte
und
verdrehte Meldungen übernehmen - in erster Linie liegt es wohl daran,
dass sie
selber nicht vor Ort sind und die Medienmitteilungen der Polizei
übernehmen.
Doch was an diesem Wochenende geschah, sprengt wohl alle bisherigen
Lügen. Hier
eine kleine Übersicht (noch zu vervollständigen...):
1.) 10'000 Teilnehmer bei der SVP-Kundgebung:
Die Medien übernahmen blind diese Zahl von der Pressemitteilung der SVP.
Diese
musste ja diese Zahl angeben, da sie diese Anzahl bereits im Vorfeld
erwähnte.
Aber vor Ort konnte man feststellen, dass es vielleicht 5'000,
vielleicht auch
(wir haben 55 à 40 personen cars gezählt.also ca 2500/die svp selber
spricht von
63 cars/. FAUCH)etwas mehr oder eher weniger waren. Aber garantiert
nicht 10'000
Leute! Es war also ein grosser Flop innerhalb der SVP!
Warum übernimmt die Presse einfach diese Zahl der SVP? Bei linken Demos
halbieren sie normalerweise die Zahl der Demoveranstalter. So auch auf dem
Münsterplatz: Das schwarze Schaf sprach von 5'000 Teilnehmenden, die Medien
verschwiegen das Fest gänzlich oder erwähnten max. 3'000 Leute...
2.) Angriffe mit Säure gegen Polizei
Verschiedene Medien übernahmen die Meldung, dass die Polizei mit einer
unbekannten, eventuell gefährlichen und säurehaltigen Flüssigkeit
angegriffen
worden sei.
Erst zwei Tage später wurde die korrigierte Meldung veröffentlicht: "Die
Flüssigkeit, welche Randalierer am Samstag gegen Polizisten einsetzen,
ist zwar
noch nicht identifiziert. Sie führe aber zu keinen Verätzungen. «Es ist
weniger
dramatisch als angenommen», sagte Franz Märki." (8.10.07).
Warum fallen die Medien einmal mehr auf solche bewusst manipulierte
Meldungen
rein? Das gleiche Spiel lief ja bereits in Rostock, als von
Säureangriffen die
Rede war (Schlagzeile sogar im "20minuten") - und anschliessend wurde
bekannt,
dass die "Clown Army" mit Seifenwasser aus Spritzpistolen die Polizei
verulkte.
Die Polizei hatte die Meldungen bewusst dramatisiert und damit Stimmung
gegen
die Demos geschürt.
Es ist aber unverständlich, warum sich die Medien einmal mehr dazu
einspannen
liessen, solche bewusste Falschmeldungen zu verbreiten...
3.) Zerstörungen und Sachschaden
Die Medien zeichnen das Bild, in Bern sei viel Sachschaden entstanden.
Tatsache
ist, dass in der Altstadt verhältnismässig wenig Schaden entstand. Dazu
gehört
ein mobiles WC, ein paar Stühle und Sonnenschirme von Gartenbeizen,
sowie ein
paar Abfallkübel usw.
Verglichen mit vergangenen Demos war es ein erstaunlich kleiner
Sachschaden -
vermutlich nicht viel mehr, als in jedem Wochendende der Fall ist.
Der Bundesplatz hingegen wurde schon erheblich mehr in Mitleidenschaft
gezogen.
Doch das meiste Material dort wurde von der SVP gemietet - das heisst
die Partei
muss auch für den Sachschaden aufkommen (da nicht versichert). Die paar
Franken
wird aber Blocher ohne mit der Wimper zu zucken bezahlen können...
Für die Öffentlichkeit bleibt der Schaden insgesamt sehr tief und steht in
keinem Verhältnis zur riesigen Medienaufmerksamkeit.
4.) Verletzte Polizisten
Es war die Rede von 10-20 verletzten Polizisten. Einmal wurde ein
Schnitt einer
kaputten Flasche erwähnt. Ansonsten wurde konkret nur von Atemreizungen
aufgrund
des Tränengases gesprochen. Aufruf an die Polizei: Legt doch öffentlich,
welche
Verletzungen es sind! Denn die meisten Leute stellen sich unter
Verletzungen
sehr dramatische Szenen vor. Und nicht nur ein paar Tränen, welche sie
mit dem
Tränengas selber verursacht haben.
5.) Demo allgemein
Nirgends war in den Medien die Rede von den mehreren Tausend Demonstranten,
welche sich auf dem Münsterplatz, in der Kramgasse und in der sonstigen
Altstadt
von Bern dem SVP-Aufmarsch entgegenstellten. Wir waren mehr als die SVP!!
Die Medien vermittelt den Eindruck, als wären es lediglich ein paar Dutzend
Hitzköpfe gewesen, welche den SVP-Auftritt verhinderten.
Es war aber in Wirklichkeit eine grosse bunte Masse von Jung und Alt, von
Familien und politischen Aktivisten. Aber diese Leute hatten ein tolles
Erfolgserlebnis und werden sich durch das Totschweigen in den Medien nicht
unterkriegen lassen!
6.) Gewalt bei den Blockaden
Die Blockaden in der Hauptgasse blieben friedlich, bis die Polizei mit dem
Einsatz von Gummigeschossen und Tränengass begann. Und auch danach wurde
lediglich Material für die Blockaden errichtet und an einem Ort entzündet
(dieses Feuerchen machte entsprechend in allen Medien die Runde...).
Es flogen mit wenigen Ausnahmen keine Steine und Flaschen (mit einigen
gehässigen Gegenreaktionen muss aufgrund des massiven Polizeieinsatzes
gerechnet
werden. Auch wenn man dieses ablehnt, war es nicht stärker als bei anderen
bisherigen Demos).
Grundsätzlich blieben die Blockaden friedlich, was auch die meisten
Bilder dazu
bestätigen (häufig sogar ohne vermummte schwarzgekleidete Leute, sondern
ein
bunt gemischtes Publikum!).
7.) Stimmung in der Innenstadt
Nachdem der SVP-Aufmarsch abgeblasen wurde, gab es in der Stadt ein grosses
buntes Fest. Diverse spontane Konzerte und kreaktive witzige Aktionen
verwandelten die Berner Innenstadt zu einer riesigen Party. Selten habe ich
einen solch schönen Nachmittag/Abend mit begeisterteten und erfreuten
Leuten erlebt.
Davon war wirklich nirgends die Rede. Es zeigte sich, dass nicht einzelne
vermummte Leute den SVP-Aufmarsch verhinderten, sondern eine breite Berner
Bevölkerung wollte diesen Auftritt von Rechts und Rechtextremen nicht
hinnehmen
und freuten sich an diesem riesigen Erfolg. Das Wunder von Bern war
perfekt!!
8.) Neonazis
Dass Dutzende von Neonazis in den Reihen der SVP mitmarschierten, schien
den
Medien keine Zeile wert. Obwohl dies eigentlich sehr dramatisch ist: Die
"grösste" (oder einfach reichste??) Partei der Schweiz kooperiert also mit
Faschos. So werden sie also selber als Nazis und Rassisten entlarvt. Und
dass
diese Partei gleichzeitig in der Regierung vertreten ist, bleibt im Ausland
unverständlich. Das wäre wie wenn LePen in Frankreich Präsident würde.
Eigentlich müsste dies ein Aufschrei in den Medien verursachen. Doch warum
kuschen diese? Haben sie Angst vor einem Inseateboykott einer
millionenschweren
Partei?
Es gäbe noch viele weitere Punkte. Vielleicht mag hier sonst jemand noch
diese
Liste ergänzen.
Klar bleibt: Wir werden diese Partei nie durch diese Stadt ziehen
lassen! Da
können die Medien noch so einseitig Prügel austeilen - unser Gewissen ist
stärker. Wir lassen uns im Gegensatz zu diesen einfältigen Medien nicht
verbiegen. Der 6. Oktober war abgesehen von den Medienreaktionen ein
grossartiger Erfolg, den wir uns nicht vermiesen lassen!
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