(de) Fauchthunrundmail 29.5.07 Gassenkuche Bern

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Wed May 30 18:55:05 CEST 2007


Noch eine Kurzmedlung zum Mail von 27.5.08 --- Hallo FAUCH --- bitte verbreitet 
keine Gerüchte oder Unwahrheiten: Manchmal lohnt es sich, sich genau zu 
informieren, bevor rundmails verschickt werden.Also, zu den Tatsachen:
Die "rot-schwarze Nacht" fand am Freirtag statt und verlief bis zum Schluss 
absolut friedlich, ich war dort bis Türschluss. Die Massenkeilerei fand in der 
nächsten Nacht statt, Samstag auf Sonntag. An diesem Abend fand eine 
Hip-hop-Party statt und hat mit unserem Anlass nichts zu tun. --- gruss, m. 
biel --- Fauch Thun: wir sagen sorry und hoffen auf mehr infos aus biel und 
grüssen solidarisch
1. Mitteilung an die Presse von der Gassenküche 2. Aktion vom Montag 28.5.07 3. 
Demo gegen die repressive Drogenpolitik der Rot-Grünen in Bern 2.Juni 07 4. 
Wobblies treffen in Zürich 11.Juni
1. Mitteilung an die Presse von der Gassenküche Medienmitteilung der 
Gassenküche (SiKB) zur gewaltsamen Räumung vom letzten Sonntag 27.5.2007
Die Gassenküche, welche seit 16 Jahren, getragen durch Freiwilligenarbeit, 
gratis Essen an alle hungrigen Menschen verteilt und dafür vom Gemeinderat für 
illegal erklärt wurde, begann nichts desto trotz um 18:15 mit der Essensausgabe 
auf der Kleinen Schanze. Trotz der für uns überraschend massiven Repression 
(mindestens 10 volle Kastenwägen standen seit 17:00 im Einsatz) gesellten sich 
dennoch einige mit uns solidarische Menschen von der Gasse zu uns. Es konnten 
zwar einige Portionen unseres Essen verteilt werden, jedoch wurden nach 10min.

die Leute vom völlig unverhältnismässigen Eingreifen der Stadtpolizei effektiv 
am Essen gehindert. Dieser vom Gemeinderat veranlasste martialische 
Polizeieinsatz mit Tränengas führte zum gewaltsamen Ende der Essensausgabe.

Dabei wurden die Gaspetarden mitten in die Menge geworfen, währenddem die 
Gassenküche am Essen verteilen war. Teigwarensalat gewürzt mit Tränengas 
schmeckt wohl höchstens dem Gemeinderat.

Trotzdem bezeugten unsere BesucherInnen, dass die Gassenküche für viele 
Menschen auf der Gasse sehr wichtig ist. Dies erstaunt umso mehr, da Polizei, 
Securitas sowie Pinto den ganzen Nachmittag damit beschäftigt waren, allen 
glaubhaft zu machen, die Gassenküche finde an der Hodlerstrasse statt. Dort 
fanden sie jedoch nur ein paar von der Stadt aufgewärmte Dosenravioli vor.

Obwohl der zynische Unterton unüberhörbar ist, freuen wir uns natürlich, dass 
die Stadt endlich eingesehen hat, dass die Anlaufstelle auch Sonntags geöffnet 
werden muss. Leider wurde der Deal am Sonntag im Innenhof der Anlaufstelle 
nicht geduldet und somit wurde das Angebot schlecht genutzt. Die Trennung 
Deal/Konsum ist scheinheilig oder naiv, denn wo konsumiert werden soll, muss 
Stoff vorhanden sein.

Übrigens, der Injektionsraum der Hodlerstrasse wurde nicht vom 
Anlaufstellenteam betreut, sonder von der Sanitätspolizei. Das 
Anlaufstellenpersonal wollte sich nicht für das Politspiel des Berner 
Gemeinderates einspannen lassen. Für diese Solidaritätsbekundung danken wir.

Auch ansonsten bekundeten viele ihre Solidarität mit uns, wir wurden z.B.

unterwegs immer wieder mit Applaus begleitet.

Was der ganze Polizeizirkus am Sonntag gekostet hat wissen wir nicht. Wir 
wissen nur, dass unsere Essenausgabe die Stadt noch keinen Franken gekostet 
hat. Statt während der Gassenküche ein drei Stunden Miniangebot aufzuziehen, 
begrüssten wir es, wenn die Stadt endlich 24 Stunden für ALLE zugängliche 
Anlaufstellen zur Verfügung stellen würde.

Am Tag der Räumung standen wir noch immer mit dem Gemeinderat in Kontakt.

Leider kam dabei nie ein richtiger Dialog zu Stande, da der Gemeinderat stur 
seine Forderungen wiederholte: die Gassenküche habe dafür zu sorgen, dass kein 
Deal stattfinde und es würden nur zwei Standorte rund ums Bollwerk toleriert, 
nämlich den Innenhof der Anlaufstelle oder den Hirschenpark. Wie unserer 
Antwort an Frau Olibeth von gestern Sonntag Mittag zu entnehmen ist, sind diese 
Orte für die Gassenküche nicht akzeptierbar. Die Gassenküche fordert vom 
Gemeinderat nach wie vor einen für alle unsere BesucherInnen akzeptierbaren 
Platz im öffentlichen Raum.

Der öffentliche Raum ist für ALLE da!

Mit Messer und Gabel gegen die Repression!

Wir lassen uns nicht weichkochen.

2. Aktion vom Montag 28.5.07

Heute Montag um 17:00 Uhr verteilte die Gassenküche in einer symbolischen 
Aktion an drei Plätzen in Bern Essen. Damit setzten wir ein Zeichen gegen die 
gewaltsame Räumung der Essensabgabe von gestern Sonntag (s. Medienmitteilung 
der SiKB vom 27.5.). Mit der sonntäglichen Gassenküche wehren wir uns auch 
gegen die repressive und unmenschliche Drogenpolitik der Stadt und kämpfen für 
einen öffentlichen Raum, der für ALLE offen ist. Heute wurde das Essen auf der 
grossen Schanze, dann auf der Kleinen Schanze und zuletzt vor der 
Heiliggeistkirche verteilt. Dort wurde ausserdem ein Transparent mit der

Aufschrift: ?Gratis Essensabgabe illegal?!? aufgehängt. Rund 80 Personen 
solidarisierten sich mit uns und zogen mit.

Wir wehren uns vehement gegen die Vertreibung der Gassenküche aus dem 
öffentlichen Raum!

3. Demo gegen die repressive Drogenpolitik der Rot-Grünen in Bern

Am 2. Juni, um 13:30 vor der Heiliggeistkirche in Bern wird eine Demo gegen die 
Menschenverachtende Drogenpolitik von Stadt und Staat stattfinden.

Die bernische Repressionspolitik hat viele Gesichter. Sie ändern von Jahr zu 
Jahr, sind mal einsichtig, mal stur, mal herzlich und offen, dann schon bald 
wieder verbohrt und hart. Was auch immer sie hinter ihrem Schreibtisch 
rauslassen: immer war bisher vermehrte Repression für die Abhängigen die Folge.

Wehren wir uns gegen diese menschenverachtende Praxis!

Und kämpfen wir für:

- eine Gesellschaft, in der es nicht nötig ist, durch Drogenkonsum vor der 
Realität zu fliehen!

- den Weg aus der sinnlosen Prohibition, das heisst die Legalisierung aller Drogen!

Wir fordern Politiker/innen und Bevölkerung der Stadt Bern auf:

- sich mutig zu zeigen und gesamtschweizerisch für die Legalisierung aller 
Drogen einzustehen

- bis das Betäubungsgesetz entsprechend geändert wird 1. eine zusammenhängende 
Drogenpolitik mit den Betroffenen zusammen basisdemokratisch zu erarbeiten und 
mit den umliegenden Städten zu koordinieren 2. alle gestrichenen Angebote 
wieder zu eröffnen und auszuweiten

Viele weitere Argumente um am

2. Juni um 13:30 in Bern

zu demonstrieren, finden sich im angehängten Demoflyer.

4. Wobblies treffen in Zürich 11.Juni

Hallo Wobblies, GewerkschafterInnen, SyndikalistInnen,

wieder treffen sich kritische Leute am:

11. Juni 2007, wie jeden 2. Montag im Monat, um 19:oo Uhr bis circa 22:oo Uhr 
im Restaurant Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich

Der Abend steht unter folgendem Thema:

Welches sind unsere Verbündeten im Kampf um mehr Freiheit und Gleichheit?

Gibt es auch Verbündete, welche am selben Seil ziehen im Ausland?

Gibt es Uebergangslösungen in einem Sozialstaat, welche akzeptabel sind?

Die Revolution freut sich auf viel Teilnahme mit bahnbrechenden Ideen, 
kritischen Beiträgen und einer optimistischen Stimmung.

Wir haben in Zürich einen Treff gegründet, wo sich alternative und 
demokratische GewerkschafterInnen, Wobblies, kritische ArbeiterInnen und 
ArbeitnehmerInnen, AktivistInnen der Opposition treffen und sich austauschen 
können und auch Aktionen planen werden für einen Schritt näher zu weniger 
Barbarei und einem freiheitlichen Sozialismus.

Dieser Treff findet regelmässig am zweiten Montag im Monat statt und bis auf 
weiteres im Restaurant Volkshaus, Stauffacherstrasse 60,

8004 Zürich

Unsere Links:

http://www.wobblies.de

http://wwww.fau.org

http://wwww.labournet.de

http://www.indymedia.ch


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