(de) Soli-Aktion der FAU Duisburg für Starbucks-KollegInnen
a-infos-de at ainfos.ca
a-infos-de at ainfos.ca
Sun May 20 15:46:21 CEST 2007
Im Zuge eines globalen Aktionstages zur Unterstützung der "Starbuck Workers
Union" (SWU) fand am 18. Mai 2007 vor der brandneuen Starbucks-Filiale im
Duisburger "City-Palais" eine Solidaritätsaktion für die entlassenen
Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter der SWU in den USA statt. Es wurde
sowohl auf die Entlassungen, als auch die prekären Arbeitsbedingungen bei
Starbucks im Allgemeinen hinzuweisen. --- Der Starbucks-Konzern steht schon
seit längerem wegen seiner aggressiven Versuche, gewerkschaftliche
Organisatierung seiner Angestellten zu unterbinden, in der Kritik.
Gegen 17:00 Uhr bauten die Aktivisten und Aktivistinnen der FAU-Duisburg ihren
Stand mit Infomaterial und zapatistischem Gratis-Kaffee auf und entrollten ein
Transparent. Zunächst wurden im Laden selbst die MitarbeiterInnen über die
Situation ihrer KollegInnen in den USA informiert und darauf hingewiesen, dass
zu deren Unterstützung vor dem Laden ein Infotisch aufgebaut werde. Die
Resonanz war zunächst verhalten, also wurden draußen fleißig Flyer verteilt und
Interessierte zum Umsonst-Kaffee eingeladen. Anfangs kam das Ordnungsamt
vorbei, das aber nichts zu beanstanden hatte.
Während der Aktion kam es zu vielen Gesprächen mit Interessierten, hier kann
zwar nicht alles wiedergegeben werden, aber fast immer war die Resonanz
positiv. Viele Leute berichteten davon, dass sie sowieso nicht zu Starbucks
gehen, da es dort zu teuer sei, und jetzt erst recht nicht hingehen würden.
Während die politische Abteilung der Polizei mit ihrem Auto eine Runde um den
Infotisch drehte, erregten sich PassantInnen über die Lohn- und
Beschäftigungspolitik des Konzerns, meinten aber auch, dass in Duisburg die
Arbeits- und Lebensbedingungen immer schlechter würden, und fanden es gut, dass
Leute was dagegen machen.
Als sich die Aktion gegen 19:00h dem Ende neigte, fuhr die Polizei, die von der
Schichtleiterin gerufen worden war, mit zwei Einsatzfahrzeugen vor. Nachdem die
Hilfesuchende von der Polizei darüber aufgeklärt worden war, dass Flugblätter
verteilen ihnen keine Möglichkeit für polizeiliche Maßnahmen bietet, ging es
noch länger hin und her, bis die Polizei nach ca. 25 min wieder abzog. Alles in
Allem gab es viele positive Reaktionen von Gästen und Vorbeilaufenden jeden
Alters. Die Aktion heute hat wohl in der Duisburger Starbucks-Filiale für
einigen Wirbel gesorgt.
[ Ergänzende Infos: http://www.fau.org/artikel/art_070519-064536
More information about the A-infos-de
mailing list