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Sun May 20 15:45:26 CEST 2007


1.Anarchietage in Winterthur --- 2.Sozialdemokraten begrüssen Türkische 
Nationalisten und Faschisten 3.Zoll gegen Anti G8 AktivistInnen in Lindau
Soli-Konzerte für die LAW und --- die alljährlichen ANARCHIETAGE
Im Mai organisiert die LAW zwei Solikonzerte (wovon eins leider schon vorbei 
ist). Mit diesen sollen einerseits die Kosten der 3. Anarchietage in 
Winterthurzu gedeckt werden, andererseits wollen wir bereits für die vierte 
Ausgabe der alljährlichen Veranstaltungsreihe gerüstet sein. --- Das zweite 
Konzert  findet am FREITAG, 25. MAI 2007 im KUZEB (BREMGARTEN) statt.
Für dieses konnten wir die bekannte Irish Folk-Band RED SHAMROCK gewinnen. Mit 
ihnen werden sich THE DROOGS (Punk aus Winti) und SHAPE OF SCREW (Punk aus 
Schaffhausen) die Bühne teilen.

Türöffnung: 20h, Konzert: 21h, Eintritt: 10.- Wir hoffen, an den beiden 
Konzerten viele bekannte Gesichter zu treffen und freuen uns auf einen 
grossartigen Abend. Libertäre Aktion Winterthur

2.Sozialdemokraten begrüssen Türkische Nationalisten und Faschisten

Am 19. Mai wird der Türk Günü (Türkentag) zum ersten Mal in der Schweiz 
durchgeführt. Veranstaltungsort ist die Parkanlage des Landesmuseums in Zürich. 
Ein Anlass, welcher seine Wurzeln in Deutschland findet und dort bereits seit 
2002 jährlich durchgeführt wird.

Der Türkentag wird als Multi-Kulti-Anlass getarnt, welcher für mehr Verständnis 
für die türkische Bevölkerung hierzulande wirbt. In Tat und Wahrheit handelt es 
sich dabei allerdings um eine reaktionäre Mobilisierung der türkischen 
Nationalisten und Faschisten.

Organisiert wird der Anlass unter anderem von der Milliyetçi Hareket Partisi 
(Partei der nationalistischen Bewegung), hierzulande besser bekannt unter dem 
Namen 'graue Wölfe'. Eine faschistische türkische Organisation, welche in der 
Türkei regelmässig auch Leute der revolutionären Linken ermordet und durch den 
türkischen Staat gestützt wird. Unterstützt wird dieser Anlass auch von der 
türkischen Botschaft und der Handelskammer Schweiz-Türkei.

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3.Zoll gegen Anti G8 AktivistInnen in Lindau Im Club Vaudeville, Lindau, ist 
heute nacht rein zufällig gerade eine Woche vor den Veranstaltungen gegen den 
G8-Gipfel der Zoll eingeritten...

An sich ja ein ganz regulärer Vorgang, aber trotzdem ein bißchen ungewohnt:

Gegen ein Uhr heute nacht war der Club während einer Discoveranstaltung auf 
einmal voller Uniformierter. Zoll. Auf der Jagd nach SchwarzarbeiterInnen nahm 
man mal eben die Personalien all derjenigen auf, die gerade am Arbeiten waren - 
Kasse, Theke, DJs... Die Daten wurden notiert, hinausgetragen und "überprüft".

Nun ist das ja durchaus das ganz normale Geschäft des Zolls, nur hab ich's a) 
im Club noch nie erlebt, und wer soll bitte b) in nem selbstverwalteten Zentrum 
schwarz arbeiten? Lohnsteuerkarte und Sozialversicherungsausweis kann man in 
ner normalen Disco ja mal verlangen, aber was hat das hier für einen Sinn, wo 
alle, die da arbeiten, das als Vereinsmitglieder ehrenamtlich tun? Die einzige 
sinnvolle "Überprüfung" in diesem Zusammenhang wäre doch, ob die Kontrollierten 
alle Vereinsmitglieder sind, aber ein entsprechendes Register hat die Polizei 
ja gar nicht.

Es handelt sich also offensichtlich um eine reine Schikanemaßnahme, und 
natürlich um eine schicke kleine Datensammlung. Vielleicht fragt die 
Staatsmacht ja demnächst mal im Club gleich nach einer vollständigen 
Mitgliederliste, natürlich nur, um die ehrenamtliche Mitarbeit zu bestätigen.

Und natürlich ist es reiner Zufall, daß im Club Vaudeville nächsten Donnerstag, 
also am 24. Mai, eine Infoveranstaltung des Lindauer Bündnisses gegen G8 
stattfindet (siehe  http://www.vaudeville.de/termin_popup.php?termine_id=518)

und der Club auch maßgeblich an der Organisation dieses Bündnisses und der 
Lindauer Anti-G8-Demo am 26. Mai beteiligt ist dort auch Infos zu weiteren 
Anti-G8-Veranstaltungen in Lindau und dem angrenzenden Ausland). Wär ja auch 
ein großes Wunder gewesen, wenn sich ausgerechnet hier in Bayern die 
Staatsmacht NICHT für die Strukturen des G8-Widerstands interessieren würde...


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