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Sun Mar 11 15:42:50 CET 2007


2. Spendeaufruf für das Gedächtniss der anarchistischen Bewegung CIRA

Das CIRA in Lausanne ist als großes Archiv und kleine 
Forschungseinrichtung eines der Gedächtnisse der anarchistischen 
Bewegung. Es existiert seit über 50 Jahren - aktuell ist es in seiner 
Existenz gefährdet.

 SPENDENAUFRUF FÜR DAS CIRA Centre international de recherche sur 
l'anarchisme, Lausanne

Wer sind wir?

Das CIRA ist eines der Gedächtnisse der anarchistischen Bewegung. Seit 
fünfzig Jahren sammeln wir die Texte, welche die AnarchistInnen der 
ganzen Welt schreiben. Wir archivieren diese und stellen sie den 
Militanten, ForscherInnen und Neugierigen zur Verfügung. Die aktuelle 
Sammlung ist bedeutend und umfasst fast 20'000 Bücher und Broschüren, 
Hunderte Zeitschriftentitel (die ältesten von 1848), Filme und 
persönliche Archive von Militanten (Korrespondenz etc.) -- und das in 
mehr als zwanzig Sprachen!

 

Woher kommen wir?

Das Abenteuer des CIRA beginnt im Jahre 1957, als Pietro Ferrua, ein 
italienischer Dienstverweigerer im Genfer Exil, die ersten Archive

sammelt: Bücher und Dokumente der Gruppe um "le Réveil" des Luigi 
Bertoni. Er gründet in Genf das Internationale Forschungszentrum über 
den Anarchismus (CIRA). Bis zu seiner Ausweisung im Jahre 1964 arbeitet 
er mit Marie-Christine Mikhaïlo, welche die Bibliothek zusammen mit 
ihrer Tochter Marianne Enckell übernimmt. Inzwischen haben sich die 
Sammlungen vergrössert, die Kontakte vervielfältigt und Generationen von 
BesucherInnen sind vorbei gekommen.

Seit der Gründung hat sich das CIRA das Ziel gesetzt, als Gedächtnis für 
unsere Bewegung zu dienen, ohne sich in die Streitereien der grossen 
Familie des internationalen Anarchismus einzumischen.

Dank der Grosszügigkeit von Marie-Christine, welche einen Teil ihres 
Hauses zur Verfügung gestellt hatte, befindet sich die Bibliothek seit

17 Jahren in einem wunderschönen, alten, von hundertjährigen Zedern 
umgebenen Haus in Lausanne.

 

Was machen wir?

Das CIRA sammelt die Wörter und Bilder der anarchistischen Bewegung, 
sortiert und katalogisiert sie und gibt allen die Möglichkeit, sie zu 
lesen und zu sehen. Der Katalog ist online verfügbar und jedes Jahr wird 
ein Bulletin publiziert. Das CIRA organisiert auch Vorträge und 
Ausstellungen über den Anarchismus in Lausanne und andernorts (wie z.B. 
in Venedig 1984). Bibliographien und andere Forschungsinstrumente werden 
erstellt, um den Zugang zu unserer Geschichte zu erleichtern.

 

Wie funktioniert das CIRA?

Es sind die AnarchistInnen der ganzen Welt, die das CIRA ermöglichen

-- durch die Bücher, Zeitschriften, Plakate, Filme etc. die sie uns 
senden, und durch die jährlichen Mitgliederbeiträge der LeserInnen.

Einige GenossInnen helfen auch mit Gaben. Seit dem Anfang lebt das CIRA 
von der politischen, sozialen und kulturellen Vielfalt der 
anarchistischen Bewegung, und vor allem von der Notwendigkeit, die Worte 
jener weiterzugeben, die für eine freie Welt gekämpft haben.

 

Die aktuelle Situation:

Das Haus, in welchem sich das CIRA befindet, gehörte Marie-Christine 
Mikhaïlo, die vor zwei Jahren verstorben ist. Jetzt muss das Grundstück 
den anderen Erben abgekauft werden, damit wir bleiben können. Das 
heisst, wir müssen mindestens 150'000 Franken sammeln, damit neben dem 
Hausteil auch das Grundstück Eigentum des CIRA wird.

Sonst müssen wir

hier weg und die Kontinuität unserer Arbeit ist in Gefahr, weil es 
schwierig ist, ein bezahlbares Lokal für eine anarchistische Bibliothek 
zu finden, in welchem wir mehr machen können als den wachsenden 
Staubschichten zuzuschauen.

 

Was brauchen wir?

Wir wenden uns an alle Kollektive, Gruppen, Organisationen, Kooperativen 
etc. der weltweiten anarchistischen Bewegung, ihren Beitrag zur 
Erhaltung eines wichtigen Teils ihres Gedächtnisses zu leisten. Wir 
brauchen, was die AnarchistInnen immer am Besten konnten:

Aktion! Und dass alle die unerschöpfliche Ressource jener Leute 
mobilisieren, welche die Welt verändern wollen: Die Fantasie. Wir zählen 
auf die Vervielfältigung der Initiativen überall, wo es möglich ist, 
etwas Geld zusammenzuklauben.

 

Was ihr für das CIRA machen könnt:

Alles mögliche! Eine VoKü (unten das berühmte Rezept des CIRA für ,Penne 
alla Bakunin'), Soli-Partys, Konzerte, Veranstaltungen, Vorträge, 
Flohmärkte oder klassische Spendensammlungen -- und vor allem diesen 
Aufruf in euren Zusammenhängen, Gruppen und Freundeskreisen kursieren 
lassen.

Falls ihr einen Ort habt und etwas organisieren wollt, lasst es uns 
wissen. Wenn ihr jemanden braucht, der/die das CIRA vorstellen kann, 
ebenfalls. Wir können euch auch Informations- und Ausstellungsmaterial 
sowie Filme über das CIRA und die Geschichte des Anarchismus zur 
Verfügung stellen. Falls ihr Musik, Theater oder andere Künste macht und 
Lust habt dem CIRA etwas Zeit zu widmen, aber nicht wisst wo und mit 
wem, meldet euch und wir setzen euch mit anderen GenossInnen in Verbindung.

Das Ziel ist nicht nur Geld zu sammeln, sondern auch das Kontaktnetz um 
das CIRA zu verstärken und lebendiger zu machen.

 

Selbstverständlich sind auch individuelle und kollektive Spenden willkommen!

Für die Schweiz: Postkonto PC 12-17750-1

 

CIRA, Beaumont 24, CH-1012 Lausanne

(+41) (0)21 652 48 19 - www.anarca-bolo.ch/cira 
<file:///D:%5CDocuments%20and%20Settings%5CRob%20Visser.049711220338%5CMijn%20documenten%5Cwww.anarca-bolo.ch%5Ccira> 
- mail: cira(aet)plusloin.org

 

 

Rezept für ,Penne alla Bakunin' (für 10 Personen)

 

1.5 kg libertäre Pasta

1 kg Tomatensauce oder Pelati Malatesta

2 grosse Zwiebeln für Kapitalistentränen Kaltgepresstes antiklerikales 
Olivenöl

2 Bonnot-Peperoncini

anaRahm (so viel wie nötig)

No-global Parmesan (gerieben)

1 kleines Glas Wodka Mackhnovich

Und wie immer: Salz und Pfeffer!

 

Die feingehackten Zwiebeln und Peperoncini im Olivenöl gut andünsten.

Die Tomaten zugeben, salzen und pfeffern und ca. eine halbe Stunde 
köcheln lassen. Gelegentlich aufrühren. Rahm und Wodka kurz vor der 
Revolution zugeben. Pasta in gesalzenem Wasser (mehr als 5 Liter) ,al 
dente' kochen (nicht mehr als 10 Minuten), abtropfen und mit der Sauce 
mischen. Parmesan mit Freiheit zugeben. Mit gutem schwarz/rotem Wein 
geniessen!



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