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Wed Jun 6 23:30:33 CEST 2007


1. Blockadenticker ab 15.00 Uhr 2. Attac zur massiven Polizeigewalt 6.6.07 3. 
Platzverweise nehmen zu 4. Bern Faschoangriffe auf Reithalle erwartet - Heute!!
1.Blockadenticker --- # Ueber 2000 Leute blockieren immer noch die Strasse in 
Boergerende-Rethwisch. --- Die Polizei hat die Kreuzungen hinter Rethwisch in 
Richtung Bad Doberan und Boergerende-Rethwisch gesperrt.
14:35 --- Die Kundgebungen rund um den Flughafen Rostock-Laage wurden von den 
VeranstalterInnen beendet. Es sei ein grosser Erfolg, dass an dieser Stelle so 
viel Polizei gebunden wurde. Seit 10h waren ca 1000 Protestierende hier. Eine 
Autobahnblockade auf der A19 wurde geraeumt, 60 Leute wurden in Gewahrsam 
genommen. --- Gegen 14 Uhr heute wurde der Arzt und Aktivist Dr. Michael 
Kronawitter aus Berlin am Ortsausgang Bad Doberan von der Polizei verhaftet. Er 
war ? deutlich mit Rettungsweste als Arzt gekennzeichnet ? von Berliner 
Zivilpolizisten angehalten worden.

Nach der Personalienüberprüfung sagten die Beamten sinngemäß, Dr. Kronawitter 
sei als Führer von Störern und Linksradikalen bekannt. Anschließend teilten sie 
ihm mit, er werde bis zum 8. Juni in Unterbindungsgewahrsam genommen.

Dr. Kronawitter war gerade unterwegs zu einem der Blockadeorte, von dem aus 
dringend ein Asthmamittel angefordert wurde. Nachdem sich die Polizei zunächst 
weigerte, wurde später zumindest das Auto mit den Medikamenten freigegeben.

Kontakt: RAV 01577-47 04 760

   +++ Heiligendamm, 15:20 Uhr, Der Landweg ist dicht +++ 
WELT-ONLINE-Reporterin Freia Peters erfährt von der Polizei, dass ein 
Notfallplan für das Gebiet aktiviert wurde. Jetzt ist Heiligendamm nicht mehr 
auf dem Landweg erreichbar, nur noch zu Wasser und aus der Luft. An zwei der 
drei Tore im Sicherheitszaun um Heiligendamm sind jeweils mehrere tausend 
Demonstranten versammelt und blockieren die Straßen. Zusätzliche Polizisten 
werden an diese Stellen gebracht.

+++ Berlin, 15.17 Uhr +++

Das Land Berlin schickt weitere 100 Polizisten zur Verstärkung der Absicherung 
in Heiligendamm. Berlin hatte für den größten Polizeieinsatz seit Jahrzehnten 
bereits mehr als 900 Beamte abgeordnet, nun benötigen die Einsatzkräfte vor Ort 
weitere Unterstützung

2. Attac zur massiven Polizeigewalt 6.6.07

Schlagstock- und Wasserwerfereinsatz gegen friedliche Teilnehmer der Aktion 
Block G8

** Attac-Kokreismitglied Sven Giegold kritisiert Polizeieinsatz Heute morgen 
brachen aus den Protest-Camps in Rostock und Reddelich Tausende auf, um 
gewaltfrei entschiedene Zeichen gegen den G8-Gipfel zu setzen.

Sie folgten dem Aufruf der Aktion "Block G8" und wollen sich auf 
Zufahrtsstrassen nach Heiligendamm setzen - bis die Polizei sie wegtraegt.

Attac hat nicht zu dieser Aktion aufgerufen, aber zahlreiche Attac-Aktive haben 
sich mit auf den Weg gemacht.

Unbewaffnet, bunt bekleidet und gewaltfrei gingen insgesamt rund 10.000 
Menschen von Admannshagen bzw. Brodhagen auf Heiligendamm zu.

Obwohl es zu keiner Provokation und keiner Gewalt der Teilnehmer kam, setzte 
die Polizei gegen Mittag Schlagstoecke und Wasserwerfer ein. Sven Giegold, 
Teilnehmer der Blockade und Mitglied des Attac-Kokreises: "Ich bin 
erschuettert. Noch gestern im Vorgespraech sicherte die Polizei faires 
Verhalten zu, wenn keine Gewalt von den Demonstranten ausgehe. Jetzt bin ich 
hier Augenzeuge, wie die Polizei Wasserwerfer und vereinzelt Schlagstoecke bei 
Neu Rethwisch gegen friedliche Demonstranten einsetzt. Von einer 
Verhaeltnismaessigkeit der Mittel kann hier keine Rede sein".

3. Platzverweise nehmen zu

   Immer mehr GlobalisierungskritikerInnen haben seit Beginn der Proteste gegen 
den G8-Gipfel Platzverweise durch die Polizei erhalten. Alleine am gestrigen 
Dienstag, den 5.6.2007, registrierte das Legal Team rund 100 Platzverweise.

Anlässe hierfür sind oftmals nichtig: Beispielsweise wenn bei Kontrollen am 
Hauptbahnhof oder auf einer beliebigen Straße in Rostock bei den kontrollierten 
Personen Sonnenbrillen, Schals oder Tücher gefunden werden.

Die Betroffenen erhalten dann von Polizeibeamten kopierte DIN A4-Formblätter 
mit der Anschrift der BAO Kavala und der Überschrift Platzverweis sowie einen 
Stadtplan von Rostock und Umgebung. Auf den Formblättern vermerken die Beamten 
die persönlichen Daten der Betroffenen sowie das Gebiet, für den der 
Platzverweis gilt und die Dauer des Platzverweises. Auch AnwältInnen, die heute 
vor Ort DemonstrantInnen begleiten, erhielten mündliche Platzverweise.

  Inzwischen liegen dem Legal Team/Anwaltlichen Notdienst mehrere Platzverweise 
vor, die über einen Zeitraum von 3. bis zum 9. Juni andauern und das gesamte 
Stadtgebiet von Rostock sowie den Landkreis Bad Doberan umfassen. Andere 
Betroffene haben Platzverweise für den Innenstadtbereich von Rostock erhalten ?

einer so genannten Zonen 100 und 101. Diese Platzverweise umfassen dann 
beispielsweise auch den Stadthafen, so dass die Betroffenen die dortigen 
kulturellen Veranstaltungen nicht mehr besuchen können. Andere Platzverweise 
umfassen eine so genannte Zone EA7, die von Warnemünde bis Roggentin und Groß 
Schwaaß reicht.

An das Legal Team/Anwaltlicher Notdienst wenden sich derzeit eine Vielzahl von 
verängstigten Betroffenen. Denn zum einen kann ein Verstoß gegen den 
Platzverweis zu einer Ingewahrsamnahme führen. Zum anderen können mehrere 
Platzverweise dazu führen, dass die Betroffenen in die überregionale 
Polizeidatei ?gewaltbereite Störer? aufgenommen und bei zukünftigen 
Demonstrationen in Vorbeugegewahrsam genommen werden.

  Das Legal Team/Anwaltlicher Notdienst rät daher allen Betroffenen, 
Widerspruch mit kurzer Fristsetzung gegen den Platzverweis einzulegen. Bei 
Ablehnung des Widerspruchs durch die BAO Kavala werden beim Verwaltungsgericht 
Schwerin Eilanträge auf aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gestellt. 
Bislang hat das VG Schwerin in mehreren Fällen positiv entschieden und die 
Bewegungsfreiheit der Betroffenen wieder hergestellt.

  Für weitere Informationen erreichen Sie den Presseservice des Legal 
Teams/Anwaltlicher Notdienst unter den Telefonnummern: 01577-4704760, 
0163-6195151, 0179-4608473.

4. Bern Faschoangriffe auf Reithalle erwartet - Heute!!!

faschos planen offenbar heute die reitschule anzugreifen. seid vorsichtig und - 
falls ihr nicht nach zürich an die anti-g8-demo fahrt - kommt in die reithalle 
info : antifa um 12.31


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