(de) Fauchthunrundmail 9.Juli 2007 Verhaftungen in Italien

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Wed Jul 11 21:35:06 CEST 2007


1.Weitere Verhaftungen in Italien 2.antifademo in bern am 7.7.07

1.Weitere Verhaftungen in Italien  ---- Gestern wurden in Padua zwei 
Genossen, Andrea Tonello und Giampietro Simonetto in einer nächtlichen 
Razzia der Staatsschutzbullen verhaftet. Den Genossen wird vorgeworfen, 
für einen Teil der Waffen der PC p-m, resp. bei einem Transport dabei 
gewesen zu sein. Belastet werden sie von einem der am 12.2 Verhafteten, 
der kurz nach der Verhaftung die Seite wechselte und mit dem Bullen 
zusammenzuarbeiten begann. Das ist der Grund, warum immer nur von 14 und 
nicht von 15 verhafteten GenossInnen geredet wird. Die beiden Genossen, 
der eine hat bereits eine lange poltische Geschichte, der andere ist 
gerade 19 Jahre alt, wurden in Isolation gesteckt und auch

sie dürfen während den ersten 5 Tagen keine Aussenkontakte, auch nicht 
mit Anwälten aufnehmen.

Die Medien berichteten gross darüber. Auch diesmal konnten sie bei 
Interviews mit ehemaligen Schuldirektoren usw. keine ablehnenden 
Aussagen provozieren. "Giampietro Simonetto ist ein sehr hilfsbereiter, 
aktiver und initiativer Mensch, dem es darum ging, das bestehnde zu 
verändern" dies die Worte seines ehemaligen Schuldirektors.

Einzig und allein die Gewerkschaftsspiten reagieren wie beim letzten mal

schraf distanzierend. Andrea, genannt Zebb, wurde gleich von seiner

Gewerkschaft ( er war Vertrauensmann der ArbeiterInnen), der CISL,

rausgeworfen.

Solidarität ist unsere Waffe - nutzen wir sie!

Kommission für eine Rote Hilfe International

www.rhi-sri.org

2.antifademo in bern am 7.7.07

Heute haben in der Innenstadt von Bern über 500 Personen unter dem Motto 
?In

Bewegung bleiben ? Rassismus überwinden? demonstriert. Die Demonstration 
bildete

den Abschluss der Kampagne ?Die Dinge in Bewegung bringen? in deren 
Rahmen in

den letzten Monaten in Bern, Biel, Burgdorf, Solothurn und Thun 
verschiedene

Aktionen stattgefunden haben.

     Der Protest der Demonstrierenden und die Themen der verschiedenen 
Aktionen

waren sehr vielfältig. Sie reichten von Antifaschismus über Antisexismus,

Antikapitalismus hin zu Aktionen für mehr Toleranz und Zivilcourage. 
Damit wurde

einmal mehr bewiesen, dass auch ohne eine Bewilligung friedlich 
demonstriert

werden kann, wenn sich die Polizei dabei im Hintergrund hält. Die Demo 
stiess in

der vollbesetzten Innenstadt auf viel Interesse und Zustimmung. Mehrmals

ernteten die Antifas spontanen Beifall. Auch konnten über 1200 
Broschüren und

unzählige Flugblätter an Demonstrierende und PassantInnen verteilt werden.

Dass antifaschistischer Widerstand mehr denn je Not tut, daran besteht kein

Zweifel. Rassistische Tendenzen treten immer offener zutage. JedeR zehnte

Jugendliche hat schon Probleme mit Neonazis gehabt. Der Antisemitismus 
ist fest

in der Gesellschaft verankert. An der Urne stimmten über 70% einem

fremdenfeindlichen, rassistischen Asyl- und Ausländergesetz zu. 
Justizminister

Blocher lancierte einen offenen Angriff auf die Anti-Rassismus-Strafnorm.

Weltweit wütet der Kapitalismus. Menschen, Tiere und Umwelt werden 
gnadenlos

ausgebeutet, was auch für das Klima fatale Auswirkungen hat. 
Hunderttausende

verarmen und verhungern, während die Reichen immer reicher werden. 
Kriege, in

denen sich die Angehörigen der unteren Klassen gegenseitig umbringen, 
obwohl

einzig die Herrschenden davon profitieren, überziehen den Globus.

Rechtsextremismus, religiöser Fanatismus und andere reaktionäre Ideen haben

Hochkonjunktur. Auch in der Schweiz, wo die Konzerne Jahr für Jahr fette

(Rekord-) Gewinne verbuchen, erfahren immer breitere Bevölkerungsschichten

direkt Sozialabbau, Lohndumping und Massenentlassungen. Die dadurch 
entstehende

Unzufriedenheit und Wut wird von den Herrschenden geschickt auf 
Minderheiten

gelenkt.

Das wollen wir nicht akzeptieren. Mit dieser antifaschistischen Kampagne 
haben

wir die Dinge in Bewegung gebracht ? und wir bleiben auch zukünftig in 
Bewegung!



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