(de) Fauchthunrundmail 1.7.07

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Thu Jul 5 07:29:11 CEST 2007


2.Anarchistisches Sommercamp in Österreich 20.07. - 29.07.2007 --- 
3.Rechter Gewaltexzess vor NPD-Demo in Rostock30.6.07 --- 3.a 
Nazisaufmarsch in Sempach/CH 30.6.07 4.G8 Newsletter Nr. 6 - Kampagne 
Block G8

2.Anarchistisches Sommercamp in Österreich 20.07. - 29.07.2007 Liebe 
Leute, in drei Wochen beginnt das zweite Anarchistische Sommercamp in 
Österreich (20. - 29.7.2007). Inzwischen findet ihr auch Anfahrtspläne 
(von Wien und

Prag aus) zum Camp unter _www.a-camp.info <http://www.a-camp.info/>_ - 
stattfinden wird das ganze bei Kautzen im Waldviertel. Der nächste 
größere Ort ist Waidhofen an der Thaya, von dort aus fahren dann nur 
noch spärlich Busse Richtung Kautzen.

Deshalb wird in den Camp-Tagen unter +43 (0)664 4895196 ein Infotelefon 
bereitstehen, über das wir auch versuchen einen Shuttledienst zum Camp 
zu organisieren.

Wie letztes Jahr haben wir auch heuer einen unserer Schwerpunkte auf die 
Vernetzung mit Menschen aus Osteuropa gelegt und den Aufruftext in 
verschiedenste Sprachen übersetzt. Beim Camp steht für Workshops eine gute

Infrastruktur bereit, also kommt vorbei & bringt euch ein... Mehr Infos, 
Anfahrtspläne, Flyer zum download usw.: www.a-camp.info 
<www.a-camp.info>Über die Weiterverbreitung des Termins würden wir uns 
freuen, über eure Anwesenheit beim Camp sowieso ein@ aus der Orga-Gruppe

--*********************************************

II. Anarkiisma somera tendaro Austrio

II. Anarchistisches Sommercamp in Österreich

20.07. - 29.07.2007

www.a-camp.info

e-mail: info AT a-camp.info

3.Rechter Gewaltexzess vor NPD-Demo in Rostock

Neonazis griffen in Zug nach Rostock mit äußerster Brutalität anreisende

Gegendemonstranten an und nahmen später unbehelligt an rechter Demo teil.

Mehrere Schwerverletzte und Dutzende Verletzte sind die Folge eines 
Überfalls

von Neonazis am heutigen Sonnabend vor einer NPD-Demonstration in 
Rostock. Mit

äußerster Brutalität gingen die Rechten gegen ihre Opfer vor und 
prügelten auf

Erwachsene wie Kinder ein.

Der Angriff ereignete sich in dem Dorf Pölchow, wenige Kilometer vor 
Rostock.

Etwa 70 Menschen wollten an den Gegenveranstaltungen zu einem NPD Aufmarsch

teilnehmen und stiegen in Schwaan in den Zug in die Hansestadt. Zu diesem

Zeitpunkt befanden sich etwa 100 Neonazis in der Bahn. Zeugen machten unter

ihnen auch die NPD-Landtagsabgeordneten Udo Pastörs, Stefan Köster und Tino

Müller aus.

Am Haltepunkt Pölchow starteten die Neonazis ihren offensichtlich gut

vorbereiten Angriff. Sie sperrten Fluchtwege ab und drangen von mehreren 
Seiten

in den Zug ein. Ein Rechter mit Militärmütze und Lederhandschuhen, der 
bereits

mehrmals vor dem Neonazi-Laden in Rostock gesehen wurde, brüllte: "Jetzt 
seid

ihr dran".

Daraufhin zerschlugen die Neonazis mehrere Scheiben, zogen mit äußerster

Brutalität ihre Opfer einzeln aus dem Zug, traten und prügelten mit 
Zaunlatten

auf sie ein. Ein Opfer wurde über einen Zaun eine mehrere Meter tiefe 
Böschung

hinuntergeworfen. Mehrere Personen wurden bewusstlos geschlagen und 
hatten nach

dem Angriff Gedächtnislücken. Ein Kleinkind erlitt Schnittwunden durch die

eingeschlagenen Scheiben. Auf dem Bahnsteig lagen ganze Büschel 
ausgerissener

Haare der Opfer. Zeugen berichten, dass die Neonazis ihren Angriff mit

Digitalkameras und Handys fotografierten und filmten.

"Wir konnten über einen Zaun springen, vor den Nazis weglaufen und bei 
einer

Anwohnerin die Polizei alarmieren", erzählt einer der Anwesenden. "Ich 
trug nur

leichte Verletzungen von Schlägen davon. Jene, die nicht fliehen 
konnten, waren

der hemmungslosen Brutalität der Nazis jedoch schutzlos ausgeliefert. 
Ich hatte

Angst, dass jemand den Angriff nicht überleben könnte.?

Augenscheinlich befanden sich keine Polizeibeamten in dem Zug, die die 
Anreise

der Neonazis zu überwachten oder gegen den Angriff einschritten. Erst 
nach 30

Minuten trafen Polizeieinheiten in Pölchow ein. Statt gegen die rechten

Angreifer aktiv zu werden, nahmen sie die Personalien einiger 
Betroffenen auf

und begannen damit, sie zu filmen. Festnahmen der Neonazis erfolgten nach

Zeugenaussagen nicht. Anschließend wurden die Betroffenen zurück in den Zug

gebracht und mussten mit den Tätern in einem Zug Rostock fahren. Dort 
wurden die

Personalien der restlichen Angegriffenen aufgenommen. Zeugen beklagen, dass

einige der traumatisierten, zitternden und weinenden Betroffenen von den

anwesenden Polizeibeamten verhöhnt worden sind.

Die Angreifer unter anderem aus Berlin, Güstrow, Wismar, den Landkreisen

Ostvorpommern und Bad Doberan konnten in Rostock unbehelligt an der

Demonstration der NPD teilnehmen. Obwohl sie auf ihren Handys und 
Digitalkameras

Beweismaterial mit sich trugen, griff die Polizei nicht ein.

Eine Mitteilung des Opferberatungsvereins Lobbi e.V

3.a Naziaufmarsch in Sempach/CH 30.6.07

150 Nazis marschierten durch Sempach und zum Winkelried-Denkmal, wo die

offiziellen Festivitäten über die Bühne gingen. In keiner einzigen 
Ansprache war

Kritik an den rechtsextremen "Besuchern" zu hören. Nach dem offiziellen 
Festakt

legten die Faschos einen eigenen Kranz vor dem Denkmal nieder.

Weder beim Umzug noch bei der Feier war auch nur ein Ansatz von Widerstand

seitens der Bevölkerung oder der Behörden zu spüren. Antifaschistische 
Aktionen

blieben komplett aus. Fotos 
auf:http://ch.indymedia.org/de/2007/06/50666.shtml

4.G8 Newsletter Nr. 6 - Kampagne Block G8

Stand: 30.06.07

Hallo,

gemeinsam können wir auf einen Erfolg zurückblicken, wie ihn sich zuvor 
wohl

kaum einer von uns erträumt hätte: Über 15.000 Menschen haben zwischen 
dem 6.

und dem 8. Juni den G8-Gipfel blockiert - die größte Aktion Zivilen 
Ungehorsams,

die es in Deutschland bisher gab. Die beiden Massenblockaden im Rahmen 
von Block

G8 waren ein wichtiger Teil de Aktionen rund um Heiligendamm. Das 
Gipfeltreffen

war lange Zeit landseitig eingeschlossen, der Transport von Delegierten und

JournalistInnen nach Heiligendamm musste mit dutzenden Hubschraubern 
oder auf

schwankenden Booten durchgeführt werden.

Wir werden noch einige Zeit brauchen, um die vielen Ereignisse zu 
sortieren und

einzuordnen. Mit diesem Newsletter wollen wir beginnen, Rückschau zu 
halten. Und

wir wollen Euch um Eure Unterstützung bitten: Die Vorbereitung und die

Durchführung unserer Aktionen hat sehr viel Geld verschlungen, sodass 
wir mit

einigen tausend Euro im Minus sind. Bitte unterstütze uns mit einer 
Spende -

auch ein kleiner Betrag hilft. Du kannst hier online spenden:

https://www.block-g8.org/woutjo/spenden.php oder Deine Spende auf das Konto

Block G8, Kto.Nr. 400 8700 801, GLS Gemeinschaftsbank, BLZ 430 609 67 
überweisen.

Wenn Du kein Geld übrig hast, schicke doch unseren Spendenaufruf an 
FreundInnen

und Bekannte bzw. über E-Mail-Listen. Einen Text findest Du am Ende dieses

Newsletters.

Mit solidarischen Grüßen,

Die Kampagne Block G8

--------------

Inhalt:

1. We blocked G8 - eine kurze Rückschau

2. Solidarität und Repression

3. Weitere Aktionen Zivilen Ungehorsams: Fünf Finger gegen Genmais im 
Oderbruch

/ Blockaden gegen Nazi-Aufmärsche

4. Unterstützungs-Mail zum Weiterleiten

1. We blocked G8 - eine kurze Rückschau

In den Morgenstunden des 6. Juni ging es los: 6.000 Menschen brachen vom 
Camp

Reddelich auf. Mit Hilfe der "Fünf-Finger-Taktik" gelangten wir durch die

Polizeiketten hindurch auf die große Zufahrtsstraße von Bad Doberan nach

Heiligendamm. Über 4.000 Menschen hatten sich zur gleichen Zeit vom 
Rostocker

Camp aufgemacht und drangen trotz zum Teil massiver Gewalt der Polizei zur

östlichen Zufahrtsstraße nach Heiligendamm in Börgerende vor.

Der Erfolg, Heiligendamm wirklich zu umschließen, war nur im 
Zusammenspiel mit

anderen Aktionskonzepten möglich. Am gleichen Tag blockierten viele 
Menschen die

Molli-Bahn und damit den Presseweg zwischen Kühlungsborn und Heiligendamm.

Hunderte machten die Westeingang bei Hinter-Bollhagen dicht und wurden am

Donnerstag mit brutaler Gewalt von der Polizei geräumt. Die Aktionen um den

Flughafen Rostock-Laage und Hunderte von Kleingruppen banden viele

Polizeikräfte, die um Heiligendamm fehlten und uns vieles ermöglichte.

Die Block G8-Aktionen waren getragen von einer bunten Vielfalt an 
Menschen, die

sich für unseren deskalativen Aktionsrahmen entschieden. Auch nach den

Ereignissen von Samstag haben wir uns nicht spalten lassen. Viele Leute, 
die am

Samstag den Schwarzen Block als Aktionsform gewählt haben, waren ab 
Mittwoch

Teil von Block G8.

Auf Grund der Dauer der Blockaden waren die Strukturen von Block G8 bis

an die Grenzen des Machbaren gefordert. Nur die Entschlossenheit der

Blockierenden ließ das Motto unserer Kampagne „Bewegen. Blockieren. 
Bleiben“

Wirklichkeit werden. Letztendlich blockierten wir fast 48 Stunden die 
Straßen.

Gekrönt wurden dieser Erfolg von einer kraftvollen 
Abschlussdemonstration durch

die Demoverbotszone nach Bad Doberan.

2. Solidarität und Repression

Etliche Menschen waren während der Aktionen mit Polizeigewalt und massiven

Verstößen gegen Grundrechte konfrontiert. Weiterhin ist die Aufarbeitung 
der

derartiger Ereignisse rund um den G8-Gipfel sowohl bewegungsintern als 
auch bis

in die Massenmedien hinein zugange. Bitte teilt uns eure Erlebnisse auf 
dem Weg

zu den Blockadepunkten in Börgerende und an der Galopprennbahn mit, 
damit wir

sie dokumentieren können und mit ihnen den politischen Druck für 
Konsequenzen

hochhalten könne. Bitte schildert uns per Mail an info at block-g8.org

entsprechende Ereignisse detailgenau und möglichst mit konkreten Zeit- und

Ortsangaben. Auch alle anderen Polzeiübergriffe während der Protestwoche 
werden

dokumentiert. Bitte wendet Euch an den RAV (Republikanischer 
Anwältinnen- und

Anwälteverein): ravev at t-online.de

3. Weitere Aktionen Zivilen Ungehorsams

Eine Aktionsform Ende Juli: Fünf Finger gegen Genmais im Oderbruch:

Am 22. Juli wollen hunderte Menschen im Oderbruch westlich von Berlin im 
Rahmen

der Kampagne „Gendreck weg!“ gemeinsam ein Genfeld von gentechnisch 
verändertem

Mais befreien - nicht heimlich bei Nacht, sondern öffentlich vorher 
angekündigt.

Die Polizei wird vor Ort sein. Aber ähnlich wie in Heiligendamm wird sie 
unserer

Entschlossenheit wenig entgegenzusetzen haben. Auch in den letzten Jahren

befreiten Gentechnikkritiker im Rahmen von Gendreck weg mehrere 
Genfelder und

ernten große Medienressonanz.

Mehr Infos unter:

http://www.gendreck-weg.de <http://www.gendreck-weg.de/>

Blockaden gegen Nazi-Aufmärsche:

Nicht nur im Genfeld lässt sich von den Erfahrungen aus Heiligendamm 
zehren:

Auch bei Nazi-Aufmärschen gibt es viele Aktionsformen, um diese zu 
blockieren.

Organisert Euch vor Ort und macht deutlich: "Faschismus ist keine Meinung

sondern ein Verbrechen." Die nächste Gelegenheit ist die Blockade der

Marschrouten der Nazis am 7. Juli in Frankfurt (Main).

(http://antifa.frankfurt.org <http://antifa.frankfurt.org/>). Auch für 
den 19. August wollen tausend Neo-Nazis

im fränkischen Wunsiedel marschieren. 
(http://www.ns-verherrlichung-stoppen.tk 
<http://www.ns-verherrlichung-stoppen.tk/>)

4. Unterstützungs-Mail - bitte weiterleiten!

Tausende Menschen blockierten im Rahmen von Block G8 Heiligendamm

Doch tausende Euros fehlen noch in der Kampagnenkasse - bitte 
unterstütze uns

mit einer Spende

Über 15.000 Menschen haben zwischen dem 6. und dem 8. Juni den G8-Gipfel

blockiert - die größte Aktion Zivilen Ungehorsams der letzten Jahre. Die 
beiden

Massenblockaden im Rahmen von Block G8 waren ein wichtiger Teil der 
Aktionen

rund um Heiligendamm. Das Gipfeltreffen war zeitweise landseitig komplett

eingeschlossen.

Die Vorbereitung und die Durchführung unserer Aktionen hat sehr viel Geld

verschlungen, sodass wir mit einigen tausend Euro im Minus sind. Bitte

unterstütze uns mit einer Spende - auch ein kleiner Betrag hilft. Du 
kannst hier

online spenden: https://www.block-g8.org/woutjo/spenden.php oder Deine 
Spende

auf das Konto Block G8, Kto.Nr. 400 8700 801, GLS Gemeinschaftsbank, BLZ 
430 609

67 überweisen.

Vielen Dank!

Die Kampagne Block G8



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