(de) Fauchthunrundmail 24.2.07: Angriff auf den Iran Absehbar

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Sun Feb 25 06:51:35 CET 2007


Übersetzung - Das italienische Blatt "Il Manifesto" zu den von Bbc am
20.02. offenbarten Angriffsplänen der USa auf den IRAN.
Angriff auf den Iran absehbar -- Bbc offenbart die Pläne der USA --- Teheran 
lehnt Uno-Ultimatum ab --  von Franco Pantarelli -- New York ? 21-02-2007
Die Anlage in Nantaz wird zuallerst angegriffen werden, wo das Uran 
angereichert wird. Weil aber ?Reaktionsgefahren? seitens der Iraner bestehen, 
wird man auch die Militärstützpunkte in Isfahan, Arak und Bushehr angreifen 
müssen. Die vom Pentagon perfektionierten Pläne für den Fall, dass der 
amerikanische oberste Befehlshaber beschließen sollte, dass Iran die Grenze 
überschritten hat und eine Strafe verdient, sind wie eine ?parabola 
dell'escalation?*.

Die Waffen, die man beabsichtigt, einzusetzen, sind in dem Sinne
?konventionell?, dass sie nicht hunderttausende Menschen umbringen,
sondern nur Dutzende, wobei im Falle der Anlage in Nantaz, deren
Einrichtungen soweit man weiß, in 25 m- Tiefe liegen und durch eine
Dicke Stahlbetondecke geschützt sind, sogenannte ?subatomare? Bomben
nötig sein werden, die einzigen, die man für geeignet hält, diese Decke
zu durchbrechen. Weil jene Bomben schwer zu transportieren sind, wird
man endlich den extrem teuren ?unsichtbaren? Bomber B2 benutzen können,
der anlässlich seiner ersten Testung in den Neunziger Jahren einen
Skandal auslöste, weil er nicht in der Lage war, vom Boden aufzusteigen
und einige Zeit ?das unsichtbare Taxi? genannt wurde.

  Die gestern von Bbc offenbarten Pläne (wobei ale glauben, dass sie ihr
mit Absicht zugespielt wurden, um in Zusammenhang mit den letzten
Auseinandersetzungen im Vorfeld des heutigen Ablaufs des
Uno-Sicherheitsrat-Ultimatums an den Iran Druck zu erzeugen), haben
offiziell hypothetischen Charakter; die Bedingungen für eine
Konkretisierung sind in ihnen selbst enthalten. Auf dieser Ebene gibt es
aber eine Neuigkeit, die die Sache aber noch bedenklicher macht:

zuvor gab es eine Bedingung gab, jetzt sind es zwei. Der zweifelsfreien
Bestätigung dass der Iran tatsächlich Atomwaffen baut (die erste
Bedingung) wurde nämlich eine ?alternative? Bedingung

hinzugefügt: dass die in Irak stationierten US-Truppen einem Angriff mit
?hohen Verlusten? durch Waffen mit nachweislicher Iranischer Herkunft
ausgesetzt werden.

  Dies ruft natürlich gleich den wenige Tage alten Auftritt zweier hoher
amerikanischer Offiziere ins Gedächtnis, die zur Vorführung von
erbeuteten iranischen Waffen und zur unmissverständlichen Verkündung,
dass hinter der Anwesenheit selbiger im Irak ?hohe Ränge der Regierung
Irans? stünden eine Pressekonferenz in Baghdad abhielten, auf den
sogleich das formale Dementi von General Peter Pace folgte, der seine
nich namentlich bekannten Untergebenen korrigierte, in dem er sagte,
dass ?es keine Beweise dafür gibt, dass die Regierung Irans eindeutig in
Kenntnis dessen oder mit involviert sei?. Der iranische Kommentar zu dem
peinlichen amerikanischen ?ja, nein, ich weiß nicht? war, dass
Washington auf der Such nach Entschuldigungen dafür sei, dass die ?neue
Strategie? von George Bush im Irak ? die mit den 21500 zusätzlichen
Soldaten, untauglich ist.

Wenn man jetzt aber jenen Auftritt mit der Offenbarung der
?Angriffspläne? verbindet, wird der Alarmruf ernster, so dass Bbc selbst
alle Experten für den Mittleren Osten zitierte, die sie auftreiben
konnte, um Meinungen über die ?katastrophalen Folgen?, die ein
amerikanischer Angriff auf den Iran für die gesamte Region zu sammeln.
Gestern setzte sich Teheran in zwei Richtungen in Bewegung, zum Einen
mit einem Vorschlag-der-auch-eine-Provokation-aber

-nicht-zu-sehr ist des Präsidenten Ahmadinejad: ?Wir unterbrechen die
Urananreichrung aber dann sollen es alle tun und nicht nur Iran. Wenn
sie einen Dialog wollen, ist das die Art, ihn zu führen und nicht der
Entzug unseres Rechtes, uns mit Kernenergie auszustatten? und zum
Anderen mit einer Zusammenkunft von Ahmadinejads Unterhändler Ali
Larijiani mit Mohammed el Baradei, dem Präsidenten der UNO-Agentur für
Kernenergie AIEA.

El Baradei soll heute seinen Bericht einreichen, um zu sagen, ob der
Iran aus technischer Sicht der Aufforderung des Sicherheitsrates die
Arbeit an der Urananreicherung zu unterbrechen Folge geleistet hat.

Wird er sagen, dass es nicht der Fall ist, müssten weitere
wirtschaftliche Sanktionen folgen. Als der Sprecher des weißen Hauses
Tony Snow gestern gefragt wurde, was sein Chef über Ahmadinejads Worte
bezüglich einer ?kollektiven Unterbrechung? denkt, hat er die Frage
nicht einmal berücksichtigen wollen. ?Scheint euch das ein seriöser
Vorschlag?? sagte er. Auf Nachfrage fügte er dann hinzu: ?Die Probleme
ergeben sich aus dem Gedanken eines Irans, das in der Lage ist, Atomare
Aufrüstung zu betreiben?. Eine Zwischenlinie ließe sich finden, wenn man
diskutierte, aber zu diskutieren ist eine Praxis, die momentan im weißen
Haus nich besonders gebräuchlich ist.


* Übersetzungsproblem: ?parabola dell'escalation? kann
?Eskalationsparabel? bedeuten; Eine ?Parabola? ist aber auch eine
Antenne; Als Sinnbild könnt der Autor also auch so etwas wie

?Eskalationssender- bzw. -verstärker meinen.


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