(de) Fauchthunrundmail 15.8.07 Antifa entlarven Deutsche Faschos bei Schiessen

a-infos-de at ainfos.ca a-infos-de at ainfos.ca
Wed Aug 15 20:11:59 CEST 2007


 

Pressemitteilung der Antifa Bern vom 15.08.2007 Nationalratskandidat der 
Schweizer Demokraten organisiert Schiesstraining für deutsche Neonazis 
Am Freitag, 10. August 2007, um 18.30 Uhr fahren Timo Völkel und Daniela 
Übelacker, zwei führende deutsche Neonazis aus dem Rhein-Main-Gebiet, 
mit dem Nationalratskandidaten der Schweizer Demokraten (SD), Roland 
Wagner, gemeinsam zum Schützenhaus Weidli bei Oberhof. Die Teilnahme am 
Schiesstraining des Schützenvereins Wölflinswil bildet den Abschluss und 
wohl auch die Krönung ihrer Ferienwoche als Gäste Wagners in der 
Schweiz. Mit von der Partie ist auch Wernanda Schmidt aus Biel. Bereits 
am Samstag, 4. August, fielen Bürgerinnen und Bürger im Fricktal 
deutsche Neonazis auf, die offenkundig an einem deutsch-schweizerischen 
Neonazitreffen teilnahmen. Sie wurden in den folgenden Tagen von 
AntifaschistInnen beobachtet.

 

Auf heimlich angefertigten Videoaufnahmen und Fotos ist deutlich zu 
sehen, wie

der Neonazi Timo Völkel aus Bad Soden (bei Frankfurt am Main/DE) von Roland

Wagner bei der Benutzung eines Schweizer Sturmgewehres angeleitet wird.

 

Der frisch gewählte zweite Vizepräsident der SD-Schweiz, Roland Wagner, 
wohnhaft

in Wölflinswil, ist nicht nur mit deutschen Neonazis gut befreundet, 
auch in der

Schweiz hegt er keine Berührungsängste mit dem rechtsextremen Milieu. Am 
1. Mai

2007 spannte er vergnüglich mit der Partei Orientierter Schweizer PNOS 
zusammen:

gemeinsam mischten sie sich unter der Flagge «Nationale Kräfte Aargau» - 
einem

Aktionsbündnis bestehend aus Exponenten der PNOS, der Schweizer 
Demokraten und

freien Nationalen Aktivisten - unter die offizielle 1.-Mai-Kundgebung der

Gewerkschaften in Aarau.

 

Auch Wagners Freundeskreis präsentiert sich dementsprechend: Der 
Mitorganisator

der Ferienwoche, Markus Güntert, wurde im März 2007 wegen 
Rassendiskriminierung

verurteilt. Sein Vergehen: grobe Verharmlosung des Holocausts. Güntert 
trifft

sich gelegentlich mit dem Negationisten Bernhard Schaub, was bestimmt 
nicht nur

an der geografischen Nähe liegt (beide wohnhaft in Dornach). Weiter war 
er einer

der Teilnehmer des von Bernhard Schaub organisierten Seminars, über 
welches in

der Rundschau vom 25.07.2007 berichtet worden ist.

 

Diese Verknüpfungen mit der rechtsextremen Szene hielten den heute 
22-jährigen

kaufmännischen Angestellten Roland Wagner nicht davon ab, im September 
2006 als

Ersatzrichter am Bezirksgericht Laufenburg zu kandidieren. Timo Völkel 
aus Bad

Soden (Taunus/De), 25 Jahre alt, ist seit vielen Jahren ein führender 
Vertreter

der ?Freien Nationalisten Rhein-Main? (FNRM), eine militante neonazistische

Kameradschaftsstruktur aus dem Rhein-Main-Gebiet mit engen personellen

Verflechtungen zur NPD und zur Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ). 
Völkel fiel

in Zusammenhang mit etlichen Aufmärschen auf, an denen er u.a. 
Ordnerdienste

übernahm. Der Anführer der FNRM, der hessische NPD-Landesvorsitzende Marcel

Wöll, wurde erst am 7. August 2007 wegen der Leugnung des Holocaust zu 
einer

viermonatigen Haftstrafe verurteilt.

 

Vor Ort ist auch die 18-Jährige Wernanda Schmidt. Die Bielerin war bis vor

kurzem in der Pfadfinderabteilung Orion aktiv. Zudem ist sie Mitglied der

Jugendmannschaft des Kanuclubs Biel Magglingen (KCBM). Auch tritt sie in 
der für

die Gewinnung von Sponsorengeldern gedachten Broschüre des Vereins auf.

 

Daniela Übelacker aus Eppstein (Taunus), 22 Jahre alt, ist die 
Lebensgefährtin

von Timo Völkel und eine Aktivistin des ?Nationalen Frauenkreises? (NFK) 
aus dem

Kreis der Rhein-Main-NPD und der FNRM. Aktivisten der FNRM und der 
hessischen

NPD nahmen in der jüngeren Vergangenheit auch an Treffen der Heimattreuen

Deutschen Jugend (HDJ) teil, gegen die gerade ein Verbot vorbereitet wird.

 

Dies zeigt wieder mal, wie eng Exponenten der Schweizer Demokraten mit der

Neonazi-Szene verbandelt sind - das sind mehr als blosse Sympathien. 
Dass die

Kontakte auch über die Grenze reichen, manifestiert die nun Publik gemachte

Verstrickung.

 

Vom Schiesstraining liegen der Antifa Bern und dem apabiz Video- und

Fotodokumente vor, die wir Ihnen auf Anfrage und nach Absprache zur 
Verfügung

stellen.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Antifa Bern / apabiz Berlin

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

 

Antifa Bern,  info at antifa.ch



More information about the A-infos-de mailing list