(de) Aktionstag gegen Polizeigewalt in Wuppertal

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Sun Aug 12 15:34:09 CEST 2007


Kein Bock mehr auf Polizeigewalt! Aktionstag gegen Polizeigewalt in 
Wuppertal 31. August 2007 ab 17:00 Uhr auf der Hardt 22.00 Uhr 
Demonstration zum Polizeipräsidium Bei Dauerregen ab 17:00 Uhr vor der 
Schwebebahn Döppersberg Kundgebung mit Microphone Mafia (HipHop), JUA 
(Reggae), Young Struggle DC (HipHop), Teds n Grog 
(Anarcho-Liedermacherey), Copyfight (Punkrock), Yearn (Indie-Rock), 
SR-Clique (HipHop), Bambam Babylon Bajash (Punky-raggae) u.a. Uns den 
Sommer! Grillen, Tanzen und demonstrieren! Webseite: 
http://www.polizeigewalt.de.tt <http://www.polizeigewalt.de.tt/> --- In 
den letzten zwei Jahren fällt in Wuppertal die Gewaltausübung durch 
Polizeibeamte besonders auf. Dies ist keine neue Erscheinung. 
Polizeigewalt in der BRD ist alltäglich. Zeit sich endlich dagegen zur 
wehren und zu sagen “Es reicht!”

Wir haben keine Lust zu akzeptieren, dass Menschen im Polizeigewahrsam

geschlagen und beschimpft werden, dass Schläger in Uniform von der 
Justiz nicht

belangt werden, dass Menschen wegen ihres Aussehens kontrolliert und 
schikaniert

werden und Polizisten immer wieder öffentliche Veranstaltungen wie

Demonstrationen, Partys oder Fußballspiele mit Knüppeleinsatz und 
Pfefferspray

stören.

Ein Beispiel für ungezügelte Gewaltanwendung ist das Punkertreffen in der

Elberfelder Innenstadt im Juni:

Die Polizei griff Menschen behelmt und mit Knüppeln an, wobei viele 
feiernde

Punks verletzt wurden. Viele wurden in Gewahrsam genommen oder bekamen 
einen

Platzverweis. Diese Maßnahmen stützten sich lediglich auf die äußeren

Erscheinung als Punk und nicht auf konkrete Vorwürfe gegen die Personen.

Einige weitere Beispiele von Übergriffen durch die Wuppertaler Polizei:

- Bei der autonomen 1.Mai-Demo 2007 setzt die Polizei (wie schon 2006) 
wahllos

Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Einem Demonstranten werden dabei zwei 
Zähne

ausgeschlagen.

Am 30.April 2006 wird eine Party im Rahmen des Ölbergfestes von der

Einsatzhundertschaft brutal geräumt; Besucher_innen und Anwohner_innen 
werden

gestoßen und zu Boden gerissen. Menschen, die sich über das Vorgehen 
beschweren,

bekommen Verfahren wegen Widerstand und Beleidigung.

- Im Dezember wurde ein Asylbewerber in einer Remscheider Polizeiwache von

Polizisten zwangsweise ausgezogen. Er wird erniedrig, geschlagen und 
rassistisch

beschimpft. Die Polizisten zeigen ihn wegen Widerstand an; er wird 
freigesprochen.

- Bei der Ingewahrsamnahme von mehreren Punks wird einer mehrfach mit 
dem Kopf

vor eine Wand geschlagen, im Polizeiauto schlägt ein Polizist der 
gefesselten

Person mehrfach ins Gesicht. Eine andere Person wird nachts von mehrer

Polizisten in der Zelle aufgesucht, dort bedroht, eingeschüchtert und 
geschlagen.

Bei Veranstaltungen wie dem Punkertreffen werden Rechtsbrüche der Polizei

bekannt. Ähnliche Dinge passieren aber leider tagtäglich. Die Polizei 
wendet

unnötig körperliche Gewalt an, überzieht ihre Befugnissen, schikaniert 
Leute und

ignoriert die Rechte anderer Menschen.

Dies betrifft vor allem Menschen, die illegale Drogen konsumieren, die 
obdachlos

sind, Punks, Menschen mit Migrationshintergrund. Menschen, die ihrem 
Aussehen

nach diesen Gruppen zugeordnet werden, werden häufig kontrolliert ohne 
das ihnen

konkret etwas vorgeworfen wird und dabei meist schikanös und beleidigend 
behandelt.

Da die meisten hiervon als Einzelpersonen betroffen sind, haben sie kaum

Möglichkeiten sich politisch oder juristisch zur wehren. Gerade das 
juristische

zur Wehr Setzen ist fast aussichtslos, da sich Polizist_inn_en gegenseitig

decken und ihre Aussage vor Gericht mehr wiegt als die von Opfern oder

unabhängigen Zeugen. Durch ihre Uniformen sind Polizist_inn_en kaum zu

unterscheiden und dadurch als Täter_innen schlecht wiederzuerkennen.

Zudem ist das Handeln der Polizei dadurch geprägt, dass sie sich auf der 
Seite

des Rechts sehen. Auch Bürger_innen stellen das Handeln der “Ordnungshüter”

selten in Frage und gehen davon aus, dass diese rechtmäßig vorgehen.

Es ist wichtig das Vorgehen der Polizei öffentlich zu machen, sich 
zusammen zu

tun, Opfer von Polizeigewalt zu unterstützen und gegen Polizeischikane 
aktiv zu

werden.

Es ist wichtig repressive Polizeimethoden bei Demos anzuprangern, weil 
dadurch

die Demonstrationsfreiheit drastisch eingeschränkt wird.

Deshalb kommt zahlreich zum Aktionstag gegen Polizeischikane. Beteiligt 
euch mit

Infoständen, Redebeiträgen, Aktionen, Essenständen…

Erzählt von euren eigenen Erlebnissen mit der Polizei.

P.S: Am 1. September 2007 demonstrieren wieder Nazis in Dortmund. 
Beteiligt euch

an den Gegenaktionen.

Am 2. September auf nach Büren gegen den Abschiebeknast!!



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