(de) Fauchthunrundmail: 9.4.07 Anarchistisches Sommercamp 2007 in Osterreich

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Thu Apr 12 09:54:13 CEST 2007


Liebe Leute, anbei findet ihr den Aufruftext zum Anarchistischen Sommercamp 
2007 in Österreich - über die Weiterverbreitung des Textes / des Termins freuen 
wir uns natürlich... Und noch schöner wär´s, wenn sich schweizer GenossInnen am 
Camp beteiligen! --- 2006 nahmen ca. 150 Menschen aus verschiedensten Ländern 
und unterschiedlichen (anarchistischen) Strömungen am Camp teil, es gab 
zahlreiche Workshops und die Gelegenheit, sich über Staats- und Sprachgrenzen 
hinweg kennenzulernen. Und wie letztes Jahr haben wir auch heuer einen unserer 
Schwerpunkte auf die Vernetzung mit Menschen aus Osteuropa gelegt und den 
Aufruftext in verschiedenste Sprachen übersetzt.
Mehr Infos, Flyer zum download usw.: www.a-camp.info
<file:///D:\Documents%20and%20Settings\Rob%20Visser.049711220338\Mijn%20documenten\www.a-camp.info>
ein@ aus der Orga-Gruppe

Anarchistisches Sommercamp 2007

20.07. - 29.07.2007

Her mit dem schönen Leben!

Liebe Luxus Anarchie!

Widerstand, das heißt für uns Lebendigkeit - in diesem Sinne wollen wir
beim zweiten anarchistischen Sommercamp in Österreich eine Woche lang
gemeinsam leben, lieben, lachen, diskutieren, Pläne aushecken, tanzen,
Ideen sammeln, baden, kuscheln oder machen, worauf wir gerade Lust haben.

Dabei ist das A-Camp in dem Sinne kein ?Urlaub?, weil dieser Begriff aus
der Trennung von Arbeit und Freizeit resultiert. Dagegen wollen wir für
die Zeit des Camps unser Leben gemeinsam ohne Zwänge gestalten, uns
kennenlernen und die anarchistische Theorie mit einer solidarischen Praxis

auffüllen: bei den Dingen des alltäglichen Lebens ebenso, wie bei
Diskussionen oder Workshops.

Uns ist bewusst, dass es sich dabei nur um ?relative Herrschaftsfreiheit?

handeln kann - denn erstens tragen wir alle Herrschaftsmechanismen in
unseren Köpfen und Körpern mit uns herum und zweitens ist das
anarchistische Camp eine räumlich und zeitlich begrenzte Insel in einer
von Herrschaft bestimmten Gesellschaft.

Aber vielleicht gelingt es uns für die Zeit des Camps einen Freiraum
jenseits dieser gesellschaftlichen Normalität mit all ihren alltäglichen
Widerwärtigkeiten zu schaffen, wo wir spüren können, wofür wir
eigentlich kämpfen und wo wir hin wollen.

Grundvoraussetzung dafür ist, dass Diskriminierungen und
Unterdrückungsmechanismen jeder Art auf dem Camp nicht geduldet werden
und sich dafür auch jede/r verantwortlich fühlt. Das heißt: aufmerksam
sein, selbst eingreifen und thematisieren, wenn solche Verhaltensweisen
wahrgenommen werden - bei anderen oder bei sich selbst.

Herrschaftsfreiheit und Solidarität wirklich erlebt, gibt Liebe & Kraft
für unser alltägliches Engagement.

Was es gibt und was es kann

Das Gelände erstreckt sich über mehrere Wiesen, es gibt Bäume, Büsche,
einen kleinen Bach und Feuerplätze. Neben genügend Platz zum Zelten
bietet das Camp die unterschiedlichste Infrastruktur. Es stehen trockene
Räume, eine Küche und bei Bedarf eine begrenzte Zahl an Betten zur
Verfügung. Für ausreichende sanitäre Einrichtungen ist ebenfalls gesorgt
und in der näheren Umgebung gibt es die Möglichkeit zu baden. Darüber
hinaus organisieren wir die Computerinfrastruktur (z.B. für eine
Campzeitung / Workshops / Internet).

Gemeinsam wird so gekocht, dass alle etwas essen können (VeganerInnen,
Rücksicht auf Allergien oder stillende Mütter). Wenn wir die anfallenden
Alltagsarbeiten (einkaufen, kochen, putzen, aufräumen?) gemeinsam
bewältigen und in Kooperation auf alle CampteilnehmerInnen aufteilen,
muss jede / jeder Einzelne nur wenig Zeit dafür aufbringen ? bleibt
jedoch alles an einzelnen Menschen hängen, so hat das wenig mit
Vorstellungen eines herrschaftsfreien und solidarischen Umgangs
miteinander zu tun.

Was während des Camps inhaltlich passiert, hängt davon ab, was die
Leute, die hinkommen, dort machen wollen oder was sich vor Ort spontan
entwickelt. Erwartet kein ?fertiges Programm? an Vorträgen oder
Workshops, vielmehr geht es darum, sich einzubringen, Workshops und
Diskussionen anzuregen. Die A-Camps der letzten Jahre haben gezeigt,
dass sich so vor Ort vielfältigste Programmpunkte entwickeln können.
Beim Camp 2006 etwa fanden Workshops und Diskussionen zu Themen wie
Postanarchismus, Anarchafeminismus und Anarchosyndikalismus in der
Slowakei ebenso statt, wie ein Konzert, Selbstverteidigungskurse für
Frauen und ein mehrsprachiges Puppentheater (?A-Camp in Gefahr?). Andere
TeilnehmerInnen organisierten Sprühschablonenworkshops, Spiele
(?Anarcholympics?), Filmabende oder eben eine kleine Party...

Die Bandbreite der Themen und Möglichkeiten soll sich nicht nur auf den
?klassischen Anarchismus? beschränken. Gemeinsam wollen wir aus einem
herrschaftskritischen Blickwinkel unterschiedlichste Themenbereiche

diskutieren: Von (anarchistischen) Utopien und Theorien über
Geschlechterverhältnisse oder die Kritik an der ?romantischen
Zweierbeziehung? bis hin zu Aktionsformen und praktischen Erfahrungen
der politischen Arbeit und alternativen Formen des Zusammenlebens. Das
Camp bietet Raum für eine vielschichtige Gestaltung - gefüllt mit
Theorie und Praxis, mit Workshops, Spielen, Musik, Vorträgen und
Diskussionen, Kochen, Filmen, Tanz usw.

Was die Organisationsgruppe tut

Die Orgagruppe übernimmt zwar die Vorbereitung, hat den Platz
organisiert, sorgt für die grenzüberschreitende Information und stellt
die benötigte Infrastruktur bereit - aber ohne Leute, die das Camp auf-
und abbauen, ohne Camp- und Küchenorganisation, Leute die Essen
besorgen, kochen, aufräumen, die gemeinsame Betreuung von Kindern
organisieren usw. geht vor Ort gar nichts. Wir sind uns der
Wissenshierarchie bewusst, die mit einer solchen Vorbereitungsgruppe
verbunden ist und versuchen die Informationen im Camp möglichst
transparent zu verbreiten, damit hoffentlich andere, gemeinsam gefundene
Organisationsstrukturen in den Vordergrund treten.

Einige Punkte haben wir allerdings nach intensiven Diskussionen (zum
Teil auch auf Grund der Erfahrungen aus anderen Camps und des letzten
Jahres) schon im Vorfeld entschieden und wollen diese Punkte auf dem
Camp nicht grundlegend neu diskutieren. Uns ist klar, dass gerade mit
der Einschränkung bzgl. der Hunde nicht alle gleichermaßen glücklich
sein werden!

? Lasst eure Hunde zu Hause!: Eine größere Anzahl von Hunden auf dem
Campgelände ist einerseits sehr mühsam, andererseits wollen wir auch
Menschen mit Kindern die Teilnahme erleichtern. Wir haben uns aus diesen
Gründen und wegen der Erfahrungen auf verschiedensten Camps bewußt dafür
entschieden, dass dies ein hundefreies Camp werden soll.

? Es wird ein eigenes Zelt ausschließlich für Frauen und Transgender zur
Verfügung stehen - als Treffpunkt und Freiraum oder wie auch immer es
genutzt wird.

? Wir möchten Eltern Lust darauf machen, mit ihren Kindern zu kommen.
Auf dem Gelände gibt es viel Platz und Möglichkeiten sich auszutoben und
es wird auch ein Kinderzelt aufgestellt. Bringt Ideen und Spielzeug mit!

Dabei ist es nicht nur Aufgabe der Eltern, sich um ihre Kinder zu kümmern

- wir sollten alle versuchen, auf Kinder und ihre Bedürfnisse Rücksicht
zu nehmen.

? Für WagenbewohnerInnen:

Auf dem A-Campgelände dürfen keine Autos geparkt werden, dafür gibt es
in der nahen Umgebung Abstellplätze. Bau- oder Wohnwägen, die als
Wohnraum genutzt werden, können in begrenzter Anzahl auf einer kleinen
Wiese des Geländes abgestellt werden. Um Schäden an der Wiese zu
vermeiden und auf Grund des stark eingeschränkten Platzes sollen die
dort abgestellten Wohnwägen aber für die Dauer deines Campaufenthalts
stehenbleiben und nicht mehr für Fahrtzwecke verwendet werden ? Einkäufe
im Supermarkt usw.

lassen sich gemeinsam auch anders organisieren. Ist dieser Platz voll,
können auch Bau- oder Wohnwägen nur in der nahen Umgebung abgestellt werden.

Was es werden kann

Das anarchistische Camp 2007 in Österreich hat zum Ziel, Menschen aus
unterschiedlichen Ländern/ Gegenden und mit verschiedensten Erfahrungen
zusammenzubringen, um anarchistische Theorie und Praxis miteinander zu
verknüpfen. Herrschaftslose Gesellschaftsalternativen können nicht aus
Büchern in die Wirklichkeit übertragen werden ? sie müssen im ?richtigen
Leben? entwickelt, erprobt oder auch verändert werden. Das praktische
Zusammenleben und ?miteinander handeln? beim Camp kann uns Erfahrungen
mit Selbstorganisation bieten, die auch für unseren (sozialen und
politischen) Alltag nützlich sind. Auf der anderen Seite fördert die
gemeinsame Auseinandersetzung mit anarchistischen Theorien und
herrschaftskritischen Ideen wiederum die Möglichkeit, das eigene Handeln
zu hinterfragen oder neue (Denk-)Ansätze zu entdecken.

Gemeinsam ein Camp zu gestalten bedeutet nicht, kritiklos im
?Gemeinschaftsgefühl der Szene? aufzugehen (schließlich sind ja wir die
Guten!). Es ist wichtig, Widersprüche aufzuzeigen und Kritik
einzubringen, damit wir von einander lernen und unser Verhalten
hinterfragen können. Und es ist in Ordnung, sich zu streiten! Dabei
sollte der Umgang untereinander bei einem anarchistischen Camp jedoch
von Solidarität und Respekt geprägt sein, was die Akzeptanz
unterschiedlicher Ansätze und Herangehensweisen miteinschließt.

Mit Liebe & Kraft

die Organisationsgruppe für das A-Camp 2007 in Österreich

Wann ? Wo ? Wie

Anmeldung: Es wäre toll, wenn du dich unter der e-mail: info at a-camp.info
(wenn möglich auf deutsch oder englisch) anmeldest. Melde dich auch,
wenn du einen Workshop (oder was auch immer) beim Camp planst bzw.
eigene Ideen einbringen willst, damit wir dies über die Homepage bekannt
machen können.

Wo es stattfindet

Das A-Camp 2007 findet im nördlichen Niederösterreich statt. Einen Monat
vor Beginn des Camps (also Mitte Juni) gibt es auf der Internetseite
www.a-camp.info
<file:///D:\Documents%20and%20Settings\Rob%20Visser.049711220338\Mijn%20documenten\www.a-camp.info> 

einen genauen Anfahrtsplan und Informationen über die (sehr spärlichen)
lokalen Verkehrsverbindungen. Autos können nicht am Gelände geparkt
werden, dafür gibt es in der nahen Umgebung Abstellmöglichkeiten.

Was es kostet

Es gibt keinen Fixbetrag, den du für die Teilnahme am Camp bezahlen mußt.

Mit ca. ? 8.- pro Person und Tag ist es aber möglich, die Kosten für den
Platz, die komplette Infrastruktur und den Lebensmitteleinkauf zu decken.

Wenn du soviel Geld nicht bezahlen kannst, ist das natürlich kein
Hindernis. Wenn du solidarisch mehr zahlen kannst, dann tu das bitte.

Nimm neben Zelt, Schlafsack, Wolldecken usw. bitte das Essgeschirr
selbst mit, das du benötigst.  Auch bei warmen Tagestemperaturen kann es
in der Nacht sehr kalt werden ? warme Kleidung und Regenschutz sind
unbedingt angebracht!
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II. Anarkiisma somera tendaro Austrio

II. Anarchistisches Sommercamp in Österreich 20.07. - 29.07.2007
www.a-camp.info
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e-mail: info AT a-camp.info

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