(de) FAU, direkte aktion: "MALL OF SHAME" - ERSTER PROZESS DER FAU VORM BUNDESARBEITSGERICHT UND EIN MÖGLICHES PRÄZEDENZURTEIL

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Mo Mai 27 08:19:28 CEST 2019


Seit 2014 fordern die rumänischen Bauarbeiter der Mall of Berlin ihre ungezahlten Löhne. 
Nachdem sie vor Gericht Recht bekamen, die Subunternehmen aber alle Insolvenz anmeldeten, 
geht es nun gegen den Bauherrn und zwar vor das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt. ---- 
Betrieb & Gesellschaft Von: Redaktion - 22. Mai 2019 ---- Der Fall hatte damals dank der 
tatkräftigen Unterstützung und der Öffentlichkeitsarbeit der FAU Berlin für großes 
Aufsehen gesorgt. Sie gab den Arbeitern auch die Mittel und die Kraft, den langwierigen 
Rechtsweg bis hin zum BAG zu gehen. Dort steht nun viel auf dem Spiel - zum einen geht es 
um die ausstehenden Löhne mehrerer Arbeiter in Höhe von Tausenden von Euro, zum anderen 
könnte es auch zu einem Präzedenzurteil kommen. Denn das BAG hat zu entscheiden, ob der 
Bauherr bei Zahlungsunfähigkeit der Subunternehmen für die Löhne der Arbeiter zu haften 
hat. Wird der Bauherr zur Verantwortung gezogen, könnte das schwerwiegende Konsequenzen 
für die gesamte Baubranche haben, da die Verweigerung von Lohnzahlungen durch insolvente 
Sub-unternehmen hier ein gängiges Schema zur intensivierten Ausbeutung der Arbeiter*innen 
darstellt. Der Prozess soll im Herbst 2019 vorm BAG in Erfurt stattfinden. Als 
Basisgewerkschaft gibt sich die FAU jedoch nicht allein mit dem staatlichen Rechtsweg 
zufrieden, sondern wird den Termin mit Öffentlichkeitsaktionen und eigener Pressearbeit 
begleiten.

https://direkteaktion.org/mall-of-shame-erster-prozess-der-fau-vorm-bundesarbeitsgericht-und-ein-moegliches-praezedenzurteil/


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