(de) ag-freiburg: Demo: Gegen Verdrängung und steigende Mieten! Alle für eine solidarische Stadt!

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Di Mai 7 05:58:29 CEST 2019


Demonstration | 18. Mai 2019 | 15 Uhr | Platz der Alten Synagoge ---- Wem gehört die 
Stadt... wenn nicht denen die darin leben?! ---- Weil bezahlbarer Wohnraum Mangelware ist, 
sind steigende Mieten, hohe Wohnkosten und die daraus folgende Verdrängung von Menschen in 
vielen europäischen Städten zum gravierenden Problem geworden. Vielerorts ist daher der 
Wunsch nach einem selbstbestimmten, bezahlbaren Wohnen und Leben zum alltäglichen 
Überlebenskampf geworden! Allein in Freiburg fehlen für 72% der ärmeren Bevölkerung 
leistbare Wohnungen, was bei den vierthöchsten Mietpreisen Deutschlands kaum verwunderlich 
ist! ---- Dabei müsste es selbstverständlich sein, dass die Städte denen gehören, die 
darin leben! Stattdessen hat sich die Logik des freien Marktes durchgesetzt, in der die 
Profitmaximierung der Immobilienbesitzer_innen und Investor_innen sehr viel mehr Wert ist, 
als das Grundbedürfnis und Grundrecht auf ein würdevolles Wohnen und Leben. Diese 
Wohnpolitik des freien Marktes hat auf ganzer Linie versagt!
Anstatt dass der sogenannte Sozialstaat diesem Ausverkauf der Städte Grenzen setzt, 
beteiligt er sich daran, wo er nur kann und erklärt anschließend, dass diese Politik 
alternativlos wäre.
Das Ergebnis ist: Wohnraum für Reiche, Verdrängung von Menschen mit geringem und mittlerem 
Einkommen, die Schließung von Freiräumen sowie der Versuch der sozialen und rassistischen 
Spaltung von Städten und den Menschen, die darin leben!

Wenn eins nicht geht dann das! Und zweitens wir!

Das alles können und wollen wir nicht länger hinnehmen! Überall werden daher die Rufe nach 
Mietenstopps, gemeinnütziger Rekommunalisierung und Enteignung lauter. Auch in Freiburg 
müssen wir zusammenstehen, damit unsere Stadt endlich wieder sozial, demokratisch und 
solidarisch wird!
Dafür haben wir zum Beispiel begonnen uns als Mieter_innen zu organisieren. In vielen 
Vierteln gibt es bereits Initiativen und Gruppen, wie die Wiehre für Alle oder die 
Metzgergrün-Initiative, die sich der Verdrängung widersetzen und für den Erhalt von 
bezahlbaren Wohnungen kämpfen.
Oder aber wir holen uns den Wohnraum zurück, der seit Jahren ungenutzt bleibt, weil den 
Eigentümer_innen die Wohnungsnot egal ist. Die WG (WohnraumGestalten) besetzt seit einigen 
Monaten Häuser, um die Ungerechtigkeit auf dem Wohnungsmarkt sichtbar zu machen, Wohnraum 
zurück zu erobern und ihn den Menschen zur Verfügung zu stellen, die ihn brauchen.
Auch im Freiburger Mietenbündnis kommen wir seit einigen Monaten zusammen, um uns gegen 
die herrschende Ausverkaufslogik in der Stadt zu wehren. Veranstaltungen werden 
organisiert, Mieter_innen vernetzen sich und es wird fleißig diskutiert, wie man Druck auf 
die Stadtpolitik ausüben kann. Wichtige stadtpolitische Forderungen und Ideen wurden dabei 
bereits im Mieten-Manifest verschriftlicht.
Eine Stadt für Alle, heißt für uns auch eine Stadt frei von Rassismus und sozialer 
Ausgrenzung. Deshalb kämpfen wir für die Umsetzung einer SolidarityCity-Freiburg: in 
Freiburg sollen alle Einwohner_innen unabhängig von Herkunft, Aufenthalts- und sozialem 
Status den gleichen Zugang z.B. zu öffentlichen Einrichtungen, zu Bildung, 
menschenwürdigem Wohnraum, medizinischer Versorgung haben und die Möglichkeit zur 
kulturellen und politischen Teilhabe bekommen.

Eine Stadt für Alle, nicht für Profite!

So wie es ist, kann es nicht bleiben! Lasst uns daher gemeinsam ein Zeichen setzen, denn 
Freiburg reicht‘s: Wir sind die Stadt und wollen zurückholen, was allen gehört! Die 
Spirale der Mietpreise, der Aufwertung, Verdrängung und Ausgrenzung wird sich immer 
weiterdrehen, wenn wir nicht dagegen aktiv werden!
Deshalb rufen wir gemeinsam zur Demonstration am 18. Mai auf: Wir lassen uns nicht länger 
einschüchtern und werden keine Ruhe geben! Wir fordern eine solidarische und demokratische 
Stadt, die ein gutes Leben für Alle ermöglicht!

https://www.ag-freiburg.org/termin/gegen-verdraengung-und-steigende-mieten-alle-fuer-eine-solidarische-stadt


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