(de) anarcho syndikalismus de: IAA: Solidarität mit Uber-Fahrer*innen in Jakarta

a-infos-de at ainfos.ca a-infos-de at ainfos.ca
Mo Sep 11 08:18:25 CEST 2017


Zahlreiche Uber-Fahrer*innen rund um den Globus haben bereits gegen die Ausbeutung bei dem 
Transportvermittlungsunternehmen protestiert. In Indonesiens Hauptstadt Jakarta haben sich 
nun Fahrer*innen als Basisgewerkschaft KUMAN (Komunitas Uber Mainstream) organisiert. ---- 
Gemeinsam mit Mitgliedern der anarchosyndikalistischen PPAS (Persaudaraan Pekerja 
Anarko-Sindikalis) haben sie Proteste und einen Streik organisiert, um gegen die 
schlechten Arbeitsbedingungen der "freiberuflichen" Auftragsfahrer*innen zu protestieren, 
wobei weitere Aktionen noch geplant werden. ---- Am 19. August 2017 hatten hunderte 
Fahrer*innen ihre Motorroller stillgelegt und vor der Uber-Zentrale in Jakarta 
demonstriert. In anderen Städten schlossen sich ihre Kollge*innen dem Streik an, indem sie 
ihre Handy-Apps ausschalteten und zeitweise keine Aufträge annahmen.

Die Basisgewerkschaft KUMAN ließ Uber eine Liste mit Forderungen zukommen, in denen sie 
Lohnforderungen und andere Bedingungen anmahnete, woraufhin es zu einem Treffen mit der 
Geschäftsleitung kam. Das Management untersagte jedoch, dass die Gewerkschaft auch 
rechtlichen Beistand mitbringen durfte, als über die geforderte Erhöhung der Prämien und 
die Abschaffung von Freifahrten zu Werbezwecken verhandelt wurde.

Während die Uber-Fahrer*innen mit ihren schäbigen Transportgebüren um's Überleben kämpfen 
müssen, leiden auch andere Transportfahrer*innen in ganz Indonesien stark unter den 
Geschäftspraktiken von Uber. Bereits 2016 protestierten zehntausende Fahrer*innen dagegen, 
dass wegen der Marktmacht von Uber die Beförderungstarife massiv gesunken sind.

Die anarchosyndikalistische Organisation PPAS aus Indinesien ruft nun zu internationalen 
Solidaritätsaktionen auf und die "Anarcho-Syndicalist Federation" (australische Sektion 
der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation) wird am 09.09. landesweit Aktionen 
organisieren.

Wenn ihr die Fahrer*innen unterstützen wollt, habt ihr folgende Möglichkeiten:

- verbreitet Informationen über die Geschäftspraktiken von Uber und den Protest von KUMAN
- organisiert eine Solidaritätskundgebung oder andere Aktionen gegen Uber
- schickt einen Brief oder eine Mail an Uber-Filialen und erklärt, die Arbeiter*innen zu 
unterstützen und Uber wegen der Ausbeutung nicht zu benutzen
- sendet Infos über Uber in den sozialen Medien

Mögliche Adressen:

Dara Khosrowshahi, CEO, Uber,
1455 Market St 4th Fl, San Francisco, CA 94103, USA,
dara at uber.com

Allen Penn, Head of Asia Operations,
Allen at uber.com

Entwurf für einen Protestbrief:

"Solidarity with Uber Drivers, Indonesia

I am writing to express my support of the demands presented by KUMAN, to improve the 
working conditions of drivers in Indonesia.

As a worker and also as consumer, I am outraged by the fact that hard-working people 
cannot make ends meet working for Uber. I was even more outraged to learn that the workers 
are forced to bear the costs of promotional offers invented by your company. At the same 
time, your company drives prices down, negatively affecting other workers.

I think that passengers should take all of this into account when choosing a service and I 
will be informing them of this situation until you have improved working conditions at the 
company. I hope you will consider the demands of KUMAN drivers and end the near-starvation 
rates in that country."

Quelle: http://iwa-ait.org/content/solidarity-uber-drivers

Mehr Infos:

LibCom: "ASF Secretariat calls International Solidarity with KUMAN uber drivers 9 September"

LibCom: "Uber drivers strike in Indonesia"

LabourNet-Themenseite: Taxi-Apps

CC: BY-NC (http://anarchosyndikalismus.blogsport.de, Foto: iwa-ait.org)

http://anarchosyndikalismus.blogsport.de/2017/09/06/iaa-solidaritaet-mit-uber-fahrerinnen-in-jakarta/


Mehr Informationen über die Mailingliste A-infos-de