(de) la banda vaga: Vom großen Vorsitzenden zu den kleinen Schwestern - Über die Chinarezeption der westdeutschen Linken

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So Mai 28 10:39:28 CEST 2017


Vortrag am 30.05.2017 im Übungsraum 1, Kollegiengebäude IV der Universität Freiburg 
(Rempartstraße 15) ---- Beginn: 20:15 (Raum ist bis 20:00 noch belegt) ---- Die große 
"Proletarische Kulturrevolution" 1966 in China wurde in weiten Teilen der westdeutschen 
Linken mit viel Sympathie aufgenommen. Dominierte in Teilen des antiautoritären Flügels 
der 68er-Bewegung zuerst noch eine spielerisch-ironische Aneignung der Ereignisse in 
Fernost, wandelte sich dies mit dem Zerfall der Bewegung recht schnell. Nun wurden die 
Worte des Großen Vorsitzenden zu verbindlichen Vorgaben im marxistisch-leninistischen 
Parteiaufbau oder bei der Konstitution der Stadtguerilla. Zahlreiche maoistische Parteien, 
Bünde und Grüppchen konkurrierten nun um die Gunst des chinesischen Vorbilds. Doch die 
wechselnden außenpolitischen Manöver der chinesischen Führung und die eigene 
Erfolglosigkeit in der Bundesrepublik machten es den hiesigen Maoisten zunehmend schwerer 
ihrem idealisierten Beispiel weiterhin zu folgen. Mit dem Tode Maos 1976 beginnt dann die 
allgemeine Abwendung der meisten Adepten in BRD und der Niedergang der maoistischen Gruppen.

Es spricht Jens Benicke der 2010 "Von Adorno zu Mao. Über die schlechte Aufhebung der 
antiautoritären Bewegung" beim ca ira-Verlag veröffentlicht hat.

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