(de) fda-ifa: Rüstungskonzern mit Panzersperren blockiert! von aktionundorganisierung

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Do Mai 18 07:36:30 CEST 2017


Pressemitteilung: Im nordhessischen Kassel wurde am Donnerstag-Morgen (11. Mai 2017) die 
Zufahrt zum Werksgelände des Rüstungskonzerns "Krauss-Maffei Wegmann" KMW von 
Antimilitaristinnen und Antimilitaristen blockiert. Sie protestieren damit gegen 
Panzerexporte in alle Welt. ---- Eigentlich sind Panzersperren - so genannte 
"Tschechen-Igel" - dazu da, um Panzer zu hindern in ein bestimmtes Gebiet vorzustoßen. Am 
Donnerstag wurden solche Sperren hingegen dazu verwendet um Panzer einzusperren: Genauer 
die des großen Rüstungsherstellers "Krauss-Maffei Wegmann" im nordhessischen Kassel. "Der 
Panzerhersteller beliefert Despoten und Regime in der ganzen Welt mit seinen Waffen, das 
wollen wir verhindern", erklärte Simon Kiebel von der "Deutschen Friedensgesellschaft - 
Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen" (DFG-VK) zu der Aktion. Rund 20 Antimilitaristinnen 
und Antimilitaristen blockierten mit den selbstgebauten Panzersperren sowie mit 
Transparenten mehrere Stunden eine Einfahrt zur Produktionsstätte von "Krauss-Maffei 
Wegmann" an der Wolfhager-Straße - für Fahrzeuge gab es kein Durchkommen.

"Das Unternehmen ist durch seine Waffenexporte nach Katar oder auch an die Türkei 
mitverantwortlich für Krieg, Elend, Flucht und die Unterdrückung von Menschenrechten", so 
Simon Kiebel. Er macht darauf aufmerksam, dass die "Leopard"-Panzer aus Kassel auch im 
Syrien-Konflikt zum Einsatz kommen, wo sie zeitweise dem "Islamischen Staat" in die Hände 
gefallen sind. Man könne nie wissen, wer die Waffen am Ende nutze, so Kiebel.

Die Aktivistinnen und Aktivisten in Kassel kritisieren zudem, dass der deutsche 
Panzerbauer gerade mit dem französischen Rüstungskonzern "Nexter" fusioniert: "Demnächst 
könnten Rüstungsexporte nicht mehr unter die sowieso schon laschen deutschen 
Rüstungsexportrichtlinien fallen, sondern über Frankreich abgewickelt werden", so Emma 
Landauer von der Gruppe "Anarchistische Aktion und Organisierung", die sich ebenfalls an 
der Blockade in Kassel beteiligte. Die Waffen von "Krauss-Maffei Wegmann" könnten in 
Zukunft noch weitere Verbreitung finden.

Auch der lokale "Arbeitskreis Zivilklausel", der sich gegen Militärforschung von 
"Krauss-Maffei" an der Universität Kassel einsetzt, sowie die "linksjugend solid" und 
Mitglieder des linken Motorrad-Clubs "Kuhle Wampe" beteiligten sich an der mehrstündigen 
Blockade-Aktion. Zahlreiche Friedens- und Antimilitaristische-Gruppen aus der Stadt haben 
sich seit kurzem im neuen Bündnis "Kassel entrüsten!" (www.kassel-entrüsten.de) 
zusammengefunden, um gemeinsam gegen die Rüstungsindustrie aktiv zu werden - neben 
"Krauss-Maffei" beherbergt die Stadt auch eine Panzerfabrik des Rüstungsunternehmens 
"Rheinmetall". Gegen das Unternehmen wird es nächste Woche am Standort in Unterlüß bei 
Celle eine Blockade geben. Auch in Kassel wurden weitere Proteste angekündigt.

https://fda-ifa.org/ruestungskonzern-mit-panzersperren-blockiert/


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