(de) af rhein-ruhr - Mülheim: 17. Mai 2017: Anarchafeministinnen: Die Mujeres Libres im Spanischen Bürgerkrieg Vortrag von Vera Bianchi

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Sa Mai 13 11:12:41 CEST 2017


Die Gruppe "Mujeres Libres" (Freie Frauen) wurde im April 1936, also drei Monate vor 
Beginn des Spanischen Bürgerkriegs, gegründet. Durch den in der CNT herrschenden Sexismus 
enttäuscht, kamen die Gründerinnen zu der Überzeugung, dass es zumindest temporär 
notwendig sei, sich in einer Frauengruppe zu organisieren. Mit der Gruppe verfolgten sie 
zwei Ziele: "captación" - Frauen für die anarchistische Bewegung zu begeistern und zu 
gewinnen - und "capacitación" - die Befähigung (Bildung und Ausbildung) der Frauen. 
Dadurch sollten die Frauen wirtschaftlich unabhängig werden - als Grundlage für die 
geistige Emanzipation. Nach den Mujeres Libres befand sich die Frau in einer dreifachen 
Sklaverei: als Arbeiterin, als Hausfrau und Mutter und als Unwissende. Während des 
Spanischen Bürgerkriegs (18.7.1936-1.4.1939) wuchs die Gruppe auf ungefähr 20.000 
Mitglieder in über 160 Ortsgruppen an und unterstützte die republikanische Seite auf 
vielfältige Weise: sowohl als Kämpferinnen an der Front als auch im Hinterland durch 
Organisierung von Bildungs- und Ausbildungskursen, Kindergärten und Volksspeiseräumen. Die 
Mujeres Libres hielten die soziale Revolution nur für machbar durch die Verbindung von 
Anarchismus und Feminismus.

Im Rahmen des Offenen Antifa-Cafés im AZ Mülheim. Das Café öffnet um 19.00 Uhr, der 
Vortrag beginnt um 19.30 Uhr.

http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/05/08/muelheim-17-mai-2017-anarchafeministinnen-die-mujeres-libres-im-spanischen-buergerkrieg/


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