(de) Die FAU Halle protestierte in Leipzig gegen die Ausbeutung in einem chinesischen Restaurant. von fauhal4

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Sa Apr 15 09:06:55 CEST 2017


Kundgebung gegen Arbeitsrechtsverstöße im Restaurant Chinabrenner ---- Seit sechs Wochen 
befindet sich die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Halle (FAU) mit dem Leipziger 
Restaurant Chinabrenner im Konflikt. Deshalb führte sie am 8. April eine Kundgebung vor 
der Gaststätte durch. Von 18 bis 21 Uhr informierten 20 AktivistInnen der 
Basisgewerkschaft die KundInnen des Lokals mit Flugblättern, Schildern und Gesprächen über 
einen Arbeitskonflikt dieser gastronomischen Einrichtung. Vereinzelt sahen daraufhin 
manche Gäste von einem Besuch im Chinabrenner ab. ---- Aktuell macht die Minijob-Studie 
des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen Schlagzeilen: Minijobbenden werden 
Arbeitsrechte verweigert, obwohl sie Standard sind und ihnen gesetzlich zustehen. Die 
Ergebnisse decken sich mit unseren Erfahrungen, dass z.B. bezahlter Urlaub besonders in 
kleineren Betrieben eher selten gewährt wird. Der Chinabrenner ist hier leider keine Ausnahme.

Darüber hinaus herrscht z.T. ein seltsam, willkürlicher Umgang mit den Beschäftigten. 
Besonders betroffen sind gerade MinijobberInnen. Ein Mitglied der FAU musste dies 
erfahren, indem sie fristlos, ohne Angabe von Gründen und formwidrig entlassen wurde. 
Nachdem sich die FAU in den Konflikt eingeschaltet hatte, musste die Geschäftsführung die 
Rechtswidrigkeit dieses Verhaltens eingestehen. Die Verhandlung mit der 
ArbeitnehmerInnenvertretung verläuft bislang jedoch schleppend. So äußert sich die 
Geschäftsführung nicht über Art und Umfang der zu zahlenden Lohnansprüche. "Leider ging 
die Gegenseite nur unbefriedigend auf unsere Gesprächsangebote ein. Außerdem ist ein nicht 
unerheblicher Teil der Ansprüche bereits fällig. Aufgrund dieser Verzögerungstaktik sehen 
wir uns gezwungen, eine direktere Form der Kommunikation zu wählen", so der Sprecher der 
FAU Halle, Dominik Amsel.

Trotz des bisherigen Verhandlungsverlaufs ist die FAU weiterhin an einer gütlichen 
Einigung in dieser Auseinandersetzung interessiert und zeigt sich jederzeit gesprächsbereit.

http://www.fau.org/artikel/art_170410-020844


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