(de) FdA-Gruppen: Transpiaktion und Kommunikationsguerilla gegen den Naziaufmarsch am 08.04.2016 vor libertäre gruppe karlsruhe

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Sun Apr 10 09:22:49 CEST 2016


Am Freitag, den 08.04.2016 wollen erneut Nazis und Rassist*innen durch Karlsruhe 
marschieren. ---- Um den Aufruf zu Gegenprotesten zu unterstützen, „Karlsruhe wehrt sich“ 
als das zu benennen, was sie sind, nämlich Nazis und Rassist*innen, und den Umgang der 
Stadt und großen Teilen der Bevölkerung mit den regelmäßig stattfindenden Naziaufmärschen 
zu kritisieren, haben wir in Zusammenarbeit mit einigen Freund*innen mehrere Transparente 
und eine gefakte Wohnungsanzeige in der Stadt verteilt. ---- Mit Aufrufen wie 
Rassist*innen, Nazis oder Feind*innen der Freiheit am 08.04. zu stoppen oder 
Antifaschismus geht ALLE an, haben wir einen weiteren Teil zur öffentlichen Mobilisierung 
gegen den anstehenden Naziaufmarsch beigetragen. ---- Jedoch ist uns der Umgang der Stadt 
und eines großen Teils der Öffentlichkeit mit diesen ein Dorn im Auge.

Durch fehlende Aufklärung in der Öffentlichkeit, Ignoranz und zumindest teilweise weit 
verbreiteter rassistischer und nationalistischer Einstellungen, werden die Nazis noch 
immer als „besorgte Bürger“ bezeichnet und wahrgenommen.

Darum haben wir mehr als 70 gefakte Wohnungsanzeigen in der Stadt verteilt. Diese 
beschreiben das Unbehagen im Umgang mit den rassistischen und neonazistischen Aufmärschen. 
Dass sich der Oberbürgermeister jedes halbe Jahr auf eine öffentliche Bühne stellt, die 
Stadt als weltoffen bezeichnet, sich selbst abfeiert, nebenbei die wachsenden 
rechtsradikalen Strukturen verharmlost, leugnet und antifaschistische Gegenwehr 
kriminalisiert und spaltet.

Hinzu kommen die tausenden Studierenden, die sich ebenfalls auf etlichen Partys selbst 
feiern, jedoch kein Interesse am politischen Stadtgeschehen zu haben scheinen.

Zusätzlich kritisieren wir die öffentliche Selbstdarstellung der Stadt Karlsruhe und 
einigen Organisationen mit der Transpiaufschrift „Antirassismus ist keine Imagekampagne – 
52 Wochen gegen Rassismus!“

Jedes Jahr organisiert die Stadt die sogenannten Wochen gegen Rassismus um sich selbst von 
eben diesem frei zu machen. Dass Rassismus in all seinen Facetten zum Karlsruher 
Lebensalltag gehört wird darin höchstens kurz angeschnitten. Dass die Veranstaltungen 
selbst teils rassistisch sind (z.B. die Präsentation von Trommelgruppen schwarzer 
Menschen) spielt dabei keine Rolle.

Dass das Regierungspräsidium Karlsruhe für viele tausend Abschiebungen jährlich zuständig 
ist, welche nicht selten über den Flughafen Karlsruhe in Baden-Baden vollzogen werden 
ebenso wenig, wie die Tatsache, dass Rassist*innen alle paar Tage ganz offen durch die 
Innenstadt marschieren.

Unsere Kritik soll laut und sichtbar sein. Noch dazu muss sie jedoch als konstruktive 
Kritik und Aufruf an ALLE verstanden werden menschenverachtende Einstellungen nicht zu 
verharmlosen, zu ignorieren oder hinzunehmen. Stattdessen fordern wir dazu auf diesen in 
allen Belangen und auf allen Ebenen entgegen zu treten.

Wenn am 08.04.2016 um 19 Uhr Nazis, Rassist*innen, Geschichtsrevisionist*innen und 
Antisemit*innen mit deutschen Großmachtsvorstellungen um sich werfen, werden wir erneut 
auf der Straße sein und dieses Treiben nicht unwidersprochen hinnehmen!

Kommt zur Kundgebung auf dem Stephanplatz ab 17 Uhr!

Seid laut, entschlossen und kreativ!

No place to hide!

Fight racism, nationalism and fascism!

Den Artikel mit Fotos gibts hier:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/175065

weitere Infos:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/174027

https://linksunten.indymedia.org/de/node/174246

https://linksunten.indymedia.org/de/node/175005


http://fda-ifa.org/transpiaktion-und-kommunikationsguerilla-gegen-den-naziaufmarsch-am-08-04-2016/


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