(de) a-f rhein-ruhr: Nieder mit Feind*innen der Freiheit – Aktionswoche gegen Nationalismus, Rassismus und Faschismus!

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Fri Apr 8 17:45:43 CEST 2016


Deutschland 2016: Der Faschismus auf dem Vormarsch ---- Faschistische und rassistische 
Bewegungen sind in Deutschland auf beängstigendem Erfolgskurs. Im März bekam die 
„Alternative für Deutschland“ bei Wahlen in drei Bundesländern eine erschreckend hohe 
Anzahl an Stimmen. Während diese völkische-nationalistische, teils faschistische Partei 
erfolgreich ist, wächst der faschistische Terror. Es gibt tägliche Anschläge auf 
Geflüchteten und ihre Unterkünfte. Angriffe auf Linke, Anarchist*innen, Antifaschist*innen 
und alle anderen, die nicht in faschistische Weltbilder passen, werden immer häufiger. Die 
Gewalt reicht vom Zerstören von Dingen, über körperliche Attacken bis zu Brand- und 
Bombenanschlägen.

Keine Alternative: Der Staat und die demokratischen Parteien

Die demokratischen Parteien reagieren darauf nicht etwa mit einer geschlossen Front gegen 
diese Bedrohung, sondern positionieren sich selber zunehmend rassistischer und 
nationalistischer: CSU und CDU fordern eine Obergrenze für Geflüchtete, SPD-Ortsvereine 
rufen zu Demos gegen Geflüchtetenunterkünfte auf, ein grüner Ministerpräsident unterstützt 
Abschiebungen und selbst führende Politiker*innen der Linkspartei reden davon, dass „nicht 
alle Flüchtlinge kommen können.“
Auch die vergleichsweise sichere Route für Geflüchtete über den Balkan wurde wieder 
geschlossen und die Abschottung an den europäischen Außengrenzen wird weiter verstärkt. 
Die deutsche Regierung und die EU arbeiten mit der Türkei zusammen, damit überhaupt keine 
Menschen über sie nach Europa kommen. All dies führt dazu, dass immer mehr Menschen auf 
dem Weg nach Europa sterben.

Auch an und durch die Uni: Nationalismus und Rassismus

Auch an der Ruhr-Uni sind wir davon nicht unberührt. Vergangenes Semester gab es zunehmend 
rassistische Schmierereien und Sticker. Linke und anarchistische Plakate werden vermehrt 
abgerissen, rassistische Äußerungen auf dem Campus häufiger. Auch von Dozierenden wird in 
Vorlesungen Stimmung gegen Geflüchtete gemacht. Die Uni ist und war nie ein Ort frei von 
Rassismus, Nationalismus und Faschismus. Es studieren Faschist*innen an der Uni und auch 
nationalistische/rassistische Burschenschaften sind Bestandteil von Universitäten. 
Nationalismus und Rassismus entstehen eben auch an der Institution Universität, weil in 
vielen Bereichen die Idee, dass es Völker, Staaten und Nationen und damit auch Grenzen 
geben müsse, verteidigt und verbreitet wird.

Aktionswoche: Handeln wir!

Darum wird es vom 9. – 13. Mai eine Aktionswoche gegen Nationalismus, Rassismus und 
Faschismus an der Ruhr-Uni geben. Von der schwarzen Ruhr-Uni wird es während dieser Woche 
zahlreiche Aktionen geben. Wir rufen alle Individuen, Gruppen und Initiativen auf, sich an 
dieser zu beteiligen / selber aktiv zu werden. Greifen wir die Menschenfeindlichkeit an 
der Uni an und verbreiten die Idee einer Welt ohne Grenzen, Staaten und Völker!
Seien wir bei den Aktionen kreativ und lassen wir uns nicht in friedlich und militant 
spalten. Angesicht des rechten Terrors, der Gewalt des Staates und seiner Grenzen ist die 
Frage nicht, ob welche Widerstandsform seinen Gesetzen gehorcht, sondern ob unser 
Widerstand Menschen kurzfristig vor Terror und Gewalt schützen und diesem langfristig ein 
Ende setzen kann! Wir sehen unsere Aktionswoche gezielt als Vorbereitung für den 
Widerstand gegen den Nazigroßaufmarsch am 4.Juni in Dortmund, den sogenannten „Tag der 
deutschen Zukunft“.

Anarchismus – die Alternative gegen Deutschland

Die faschistische Gewalt bedroht uns alle. Der Staat wird uns nicht schützen, er schützt 
eher die Faschist*innen und in der Zukunft besteht sowohl das Risiko einer faschistischen 
Machtübernahme, als auch die wahrscheinlichere Perspektive, dass der Staat wesentlich 
repressiver gegen freiheitliche Gesinnte Menschen und Geflüchtete vorgeht. Deshalb müssen 
wir Strukturen schaffen, die in der Lage sind, sich aktiv gegen faschistische Angriffe zu 
schützen.

Parallel dazu müssen wir eine Bewegung schaffen, die eine Alternative schafft gegen 
Grenzen, Staaten und Völker und Kapitalismus. Auch andere Probleme unserer Gesellschaft 
wie Armut, Umweltzerstörung, Ausbeutung, Stress… werden nicht verschwinden, sie werden in 
Zukunft noch gravierender werden. Wenn wir genug werden wollen, dann müssen zeigen, dass 
wir gegen die Unterdrückung eines*einer jeden kämpfen und durch solidarische und 
freiheitliche Erfahrungen andere inspirieren an unserer Seite zu kämpfen: Wenn ihr 
gemeinsam mit uns für die Freiheit aktiv werden wollt, kommt zu unserem Plenum und nehmt 
an unseren Aktionen teil – das Programm findet Ihr bald hier.

Nieder mit den Feind*innen der Freiheit!

Quelle: Schwarze Ruhr-Uni Bochum

http://afrheinruhr.blogsport.de/2016/04/03/nieder-mit-feindinnen-der-freiheit-aktionswoche-gegen-nationalismus-rassismus-und-faschismus/


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