(de) Erklärung der IAF - Veröffentlicht am Sonntag, 29. November 2015 08:00,Geschrieben von IFA

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Wed Dec 23 11:08:12 CET 2015


Das Treffen der IFA in Mailand, bekräftigt erneut seine Ablehnung aller Armeen und Kriege. 
Es sind die Staaten, die jene Waffen verkaufen, mit denen zukünftig Menschen getötet 
werden. Militärische Interventionen, unabhängig ob direkte oder indirekte, stellen einen 
der Hauptgründe für die Destabilisierung von Gebieten weltweit (z.B. Lybien, Syrien, Irak, 
Somalia) dar. Diese Interventionen begünstigen bewaffnete Gruppen, Mafiastrukturen und 
ausbeuterischen (Menschen-)Handel. ---- Die Zivilbevölkerungen, die unter diesen Kämpfen 
leiden, werden zur Flucht gezwungen und dazu, in prekären Zeltlagern Zuflucht zu suchen 
oder ihr Glück auf gefährlichen und oftmals tödlichen Wegen nach Europa zu versuchen. ---- 
Wir bekunden unsere Solidarität mit den Migrant*innen, welche in die Festung Europa 
kommen, um vor Krieg, unerträglichen wirtschaftlichen Umständen und unmenschlichen 
Zuständen zu fliehen. Im Zuge eines Geflechts aus Massenmigration, Terroranschlägen und 
Krieg sind nationalistische Stimmungen und die Normalisierung militaristischer Ideen im 
Aufschwung begriffen. Wir wenden uns mit aller Kraft gegen diesen Prozess und streben eine 
Welt ohne Grenzen und Staaten an.

Staaten nutzen den Krieg in ihren eigenen Herrschaftsräumen, um einen inneren Feind zu 
bestimmen, der anschließend unterdrückt werden muss. Zudem verhängen sie Ausnahmezustände 
und Notstandsgesetze. Tatsächlich dient dies alles dazu, soziale Bewegungen und die 
Freiheit der Menschen anzugreifen. Diese Situation wird auch dafür genutzt, Sparmaßnahmen 
zu verschärfen.

Wir kämpfen gegen jegliche religiöse und staatliche Gewalt. Wir tolerieren keine Aufrufe 
zur “nationalen Einheit” im Namen eines Kriegs gegen den Terror. Wir kennen unsere 
wirklichen Feinde: Es sind Nationalismus, religiöser Fundamentalismus, kapitalistische 
Unterdrückungsstrukturen, Militarismus, Rassismus und der Staat.

In dieser Situation bieten wir allen weltweit von staatlicher und religiöser Gewalt 
Betroffenen unsere Unterstützung. Wir rufen die Menschen dazu auf, Widerstand gegen 
fremdenfeindliche Propaganda zu leisten und neue Formen der Solidarität gegen die Kriege 
zu entwickeln, in die uns die Staaten hineinziehen wollen.

IFA in Mailand (28./29.11.2015)

http://i-f-a.org/index.php/de/positionspapiere/ifa/733-erklaerung-der-crifa-29-11-15


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